Durch neue Regularien im Motorsport begann Porsche 1968 an einem neuen Rennwagen zu arbeiten, der alle anderen in den Schatten stellen sollte. Bereits im März des nächsten Jahres stellte Porsche das Ergebnis im Genfer Auto-Salon vor: Den Porsche 917, ein Leichtgewicht aus Aluminium, Titan, Magnesium und Fiberglas.

Bei den ersten Testfahrten stellten sich jedoch einige Mängel heraus, Testfahrer erklärten das Fahrzeug für kaum kontrollierbar. Verbesserungen wurden vorgenommen und der daraus resultierende 917K wurde der Rennwagen in den Jahren 1970 und 1971, das beinahe alle Meisterschaftsrennen für sich entscheiden konnte.

Einer der Fahrer, die Rennen mit dem 917 gewannen, war der Schweizer Jo Siffert. Siffert wurde zum Fan dieses besonderen Wagens und kaufte sich ein Exemplar, nämlich das vorliegende, für seinen Privatgebrauch. Als 1971 der Film Le Mans über das gleichnamige 24-Stunden-Rennen mit Steve McQueen gedreht wurde, stand der Porsche 917 im Mittelpunkt des Geschehens. Viele Aufnahmen des Films stammten aus dem tatsächlichen Rennen im Jahr 1970. Für die nachträglich gedrehten Szenen, wurden mehrere 917er gekauft oder ausgeliehen. Auch Jo Siffert stellte seinen Wagen zur Verfügung.

Sieben Jahre nach Sifferts Unfalltod im Jahre 1971 kam der Wagen in den Besitz von Herrn Pierre Prieur. Dieser schien nicht viel Verwendung dafür zu haben und lagerte den Porsche 917 in einem Lagerhaus in Paris ein, wo er mehr als zwanzig Jahre unberührt verblieb. Die Wiederauffindung im Jahre 2001 war dann eine wahre Sensation. Ein Schweizer Sammler erwarb den einmaligen Wagen und ließ ihn sorgfältig restaurieren, ohne das die Originalität Schaden nahm.

Der einmalige Porsche 917 wird am 18./19. August zusammen mit weiteren spannenden Classic Cars durch Gooding & Company bei der Pebble Beach Auction in Kalifornien versteigert. Sein Wert wurde auf 13-16 Millionen USD (ca. 11-13,7 Millionen EUR) geschätzt.

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