Oldtimer und Youngtimer

Der Unterschied zwischen Oldtimer und Youngtimer hängt - man ahnte es bereits - vom Alter ab. Welches Auto als Oldtimer bezeichnet werden darf, kann man in Deutschland in der Straßenverkehrsordnung nachlesen, nach der diese Fahrzeuge mindestens 30 Jahre alt sein müssen. Dabei kommt es allerdings nicht auf das Baujahr an, sondern auf die erstmalige Zulassung im Straßenverkehr. Außerdem sollten am Oldtimer möglichst keine baulichen Veränderungen vorgenommen worden sein.

Sind die Kriterien erfüllt, bekommt ein Oldtimer ein besonderes Kennzeichen, das mit dem Buchstaben H beginnt. Oldtimer-Sammler dürfen sich zusätzlich über die Zahlenkombination am Ende des roten Kennzeichen freuen, dass sie als Wechselkennzeichen an mehreren ihrer sammelwürdigen Fahrzeuge verwenden dürfen. Dieses Kennzeichen erspart ihnen den oftmals nervenaufreibenden Weg zum TÜV.

Für das Alter eines Youngtimers gibt es keine gesetzlichen Regelungen, es sollte aber zwischen 15 und 20 Jahren liegen. Daher gibt es für sie auch keine besonderen Kennzeichen. Wer sein Schmuckstück nicht dauerhaft fahren möchte, der stattet es am besten mit einem Saisonkennzeichen aus.

Youngtimer sind in der Regel nur noch selten gefahrene oder in geringer Stückzahl produzierte Modelle renommierter Hersteller, die auch optisch etwas hermachen. Übrigens ist der Begriff "Youngtimer" eine deutsche Erfindung. Im englischen Sprachraum werden diese Autos als Modern Classic bezeichnet.

Der "Weltkugeltaunus"

"Weltkugeltaunus" ist der Spitzname des Ford Taunus M12, der zwischen 1952 und 1959 von den Ford-Werken in Köln produziert wurde. Der Name entstand durch die Kühlerfigur. Diese zeigt den Ausschnitt der Weltkugel mit Europa und Nordamerika, dem Heimatkontinent von Ford.

Der Spitzname des Nachfolgermodells war übrigens "Seitenstreifentaunus". Dieser leitet sich von den breiten weißen Streifen an beiden Seiten des Fahrzeugs ab und nicht durch eventuell häufiges Liegenbleiben auf dem Seitensteifen...

Das Michelin-Männchen

Die Werbefigur des französischen Reifenherstellers Michelin ist mit seinem Alter von über 120 Jahren ebenfalls ganz klar ein Oldtimer. Die Idee dazu kam vom Firmengründer Édouard Michelin selbst, als ihm bei der Weltausstellung 1894 in Lyon ein mit weißen Stoffbahnen verhüllter Reifenstapel ins Auge fiel, der für ihn durchaus menschliche Züge hatte.

Der eigentliche Name des Michelin-Männchens leitet sich vom lateinischen Trinkspruch "Nunc est bibendum" ("Jetzt lasst uns trinken") ab, was auf den ersten Blick nicht unbedingt sinnvoll erscheint für einen Reifenhersteller für Kraftfahrzeuge. Gemeint war jedoch Folgendes, das auf den frühen Werbeplakaten zu lesen war: „Nunc est bibendum! Das bedeutet: Auf Ihr Wohl! Der Michelin-Reifen schluckt das Hindernis!".

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