Am 23. März heißt es im Auktionshaus Satow wieder: mitbieten auf eine schöne Offerte mit Kunst, Schmuck und Antiquitäten, die sich auf knapp 950 Lose verteilen. Obwohl jede Kategorie viele Highlights beherbergt, konzentrieren wir uns an dieser Stelle einmal auf mit Farbe auf Leinwand oder Papier gebrachte Arbeiten.

Vom Spätimpressionisten Otto Pippel kommt die Ansicht eines Bergsees zum Aufruf. Landschaften gehörten zu den wiederholten Motiven des Künstlers und bilden in dessen Œuvre einen schönen Kontrast zu den ebenfalls präferieren Portraits des mondänen Lebens in München.

Aus Bayern fort zog es 1916 den Maler Albert Schiestl-Arding. Gemeinsam mit seiner Familie ließ er sich in der Künstlerkolonie Worpswede nieder, wo er seine Arbeit im Stil des expressionistischen Realismus ausführte. Viele seiner frühen Werke gingen beim Brand seines Ateliers im Jahr 1923 verloren.

Der Maler und Sozialreformer Karl Wilhelm Diefenbach war um 1900 ein Vorreiter auf dem Gebiet der alternativen Lebensführung im Einklang mit der Natur. Einer seiner Schüler war Hugo Höppner (von Diefenbach "Fidus" genannt), der 1889 das vorliegende Bild von Diefenbachs Kindern Stella und Helios malte.

Mit Emil Orlik und Hermann Lismann sind zwei Künstler in der Auktion vertreten, die während ihrer Studienzeit die private Malschule von Heinrich Knirr besucht hatten, die dieser ab 1888 in München leitete. Orlik kehrte anschließend in seine Heimatstadt Prag zurück, bevor er sich als Künstler in Wien und Berlin etablierte.

Hermann Lismann schloss sich nach seinem Studium eine zeitlang den Fauvisten in Paris an und erforschte die post-impressionistische Avantgarde. Sein "Spezialgebiet" waren Portraits und Gruppenbildnisse, so wie jenes, das er von seiner Familie malte und das nun im Auktionshaus Satow versteigert wird.

Ein bedeutender Maler des deutschen Expressionismus ist mit Willy Jaeckel in der Auktion vertreten. In seinem ausdrucksstarken Stil führte Jaeckel Akte, Landschaften, Stillleben und Portraits aus und verhalf zudem religiösen Themen zu einem Platz in der expressionistischen Bewegung.

Dem an der Berliner Kunstakademie ausgebildeten Maler Franz Pflugradt lag Zeit seines Lebens die Landschaft seiner vorpommerschen Heimat besonders am Herzen und portraitierte sie unzählige Male. Die Familie Franz Pflugradts, der als Sohn eines Landwirts zur Welt kam, hat noch weitere Maler zu bieten: Sein Onkel war Gustav Pflugradt, ein Ur-Großonkel der berühmte Caspar David Friedrich.

1924 studierte Hans Kinder ein Jahr lang am Weimarer Bauhaus. Anschließend kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er zu einem bedeutenden Künstler des Dresdner Spätkubismus wurde. Ab den 1950er Jahren hatte der Pantomime Marcel Marceau großen Einfluss auf Kinders Werk, das die abstrahierten Bewegungen des stillen Clowns aufnahm.

Ab den späten 1960er Jahren beschäftigte sich Künstler Ralf Winkler, der sich etwa zur gleichen Zeit in A. R. Penck umbenannte, mit Symbolen, Höhlenmalerei und japansicher Kalligrafie zu beschäftigen und kreierte daraus seinen unverkennbaren Stil. Dieser kam natürlich auch zum Einsatz, als Penck 1991 das BMW Art Car gestalten durfte.

Die Auktion findet am 23. März um 11 Uhr in der Sonnenstraße 8 in Satow statt. Dort kann vom 16.-22. März die Ausstellung zur Auktion besucht werden.

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