Das am höchsten geschätzte Werk der Auktion ist Katarinahissen III von Gösta Adrian-Nilsson. Das großartige Gemälde von 1917 wurde auf 511.770 - 614.124 Euro geschätzt. Gösta Adrian-Nilsson, in seiner Heimat auch unter der Abkürzung GAN bekannt, schuf das Stück nach seiner Zeit in Deutschland, wo er die Werke der europäischen Moderne, der Expressionisten, Futuristen und Fauvisten, entdeckte.

GAN ist zweifelsohne einer der größten schwedischen Maler überhaupt und einer der wenigen schwedischen Künstler, deren Werke von zeitgenössischen Künstlern wie Georges Braque und Umberto Boccioni als sehr gut betrachtet wurden. So wundert es nicht, dass GANs Werke nach wie vor das Publikum begeistern.

Seinem Tagebuch vertraute GAN an: "Es ist Katarinahissen III. Das schwarze Winkelmuster - eine große gelb-rote Sonne, Gelb und Rot in den Gesichtern, blaue Körper in weißem Schnee, Zinnoberbögen und Eis. Wellen grüner Kälte, Flecken von indischem Gelb. Ein Streifen violetter Muscheln. Wie geht das alles nur weiter -! Ich weiß es selbst nicht. Einer ist aus dem anderen geboren, der Zweite aus dem Dritten usw." (Tagebuch 15.1.1917)

Am 16. Januar arbeitete er den ganzen Tag an seinem Gemälde, zwei Tage später untersuchte er es kritisch in seinem Tagebuch und entschied: "Der Kopf am Rande ist am besten." (Tagebuch 18.1.1917)

Isaac Günewalds Gosse (Iván) med flagga aus dem gleichen Jahr war Teil der bedeutenden "Expressionistischen Ausstellung", die 1918 in der Liljevalch Kunsthalle stattfand. Die Ausstellung war entscheidend für die schwedische Moderne. Die Ausstellung erregte große Aufmerksamkeit und die Kritiker äußerten sich positiv über die Arbeit Grünewalds.

Olle Bærling, Hauptvertreter der geometrischen Kunst in Schweden, arbeitete in seinen ersten Gemälden im nichtfigurativen Malstil in den frühen 1950er Jahren. Gemälde wie Denyki, bei denen er die Eckenspitze außerhalb der Leinwand platzierte, schaffen eine Sicht, in der die Ereignisse außerhalb unseres Blickfelds stattfinden und eine geometrische Form bilden, die das Auge über das tatsächlich Gemalte hinaus trägt und eine optische Illusion erzeugt.

Ein großer Eichenschrank von Alfred Grenander, der 1909 in Deutschland hergestellt wurde, ist ebenfalls in der Auktion vertreten. Alfred Grenander wurde in Schweden geboren und arbeitete als Architekt und Designer in Deutschland, wo seine Arbeiten in den U-Bahn-Stationen Berlins zu sehen waren.

Die Mutter schwedischer Teppiche,Märta Måås-Fjätterström, werden ebenso angeboten wie Entwürfe von Barbro Nilsson und Marianne Richter für AB Märta Måås-Fjetterström. Ein einzigartiger, gelb gefärbter Teppich von Marin Hemmingsson aus dem Jahr 1992 ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Måås-Fjätterströms Handwerk und ihre Bilder die kreativen Köpfe Schwedens inspiriert haben. Der Teppich wurde im Gedenken an die Familie Janson entworfen, die den Buchverlag Good Books gründete.

Neben Kunst, Möbeln und Teppichen bietet die MODERN ART + DESIGN-Auktion am 21. November auch Glas, Keramik, Skulpturen, Silber und Schmuck von vielen schwedischen Designern an, die einen großen Beitrag zur modernen Designgeschichte geleistet haben.

Den gesamten Katalog zur Auktion finden Sie hier.

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