27. Februar - Ölgemälde und Aquarelle des 19. Jahrhunderts

Klassisch geht es am 27. Februar zu, wenn Ölgemälde und Aquarelle des 19. Jahrhunderts im Dorotheum zum Aufruf kommen. Historien- und Landschaftsmalerei ist dann genauso vertreten, wie Genreszenen, Portraits und Veduten aus Venedig.

Aus dem Bereich der bäuerlichen Genremalerei sehen Sie unten das Gemälde Jägerlatein des Malers Emil Rau, der in München studiert hatte und dort erfolgreich tätig war. Auch für ein Werk mit demselben Namen von Josef Kinzel können Gebote abgegeben werden. Ein weiterer Genremaler ist mit Hermann Kern in der Auktion vertreten, der seine Motive aus dem bäuerlichen-bürgerlichen Umfeld häufig mit einer humorvollen Note versah.

13. März - Moderne und Zeitgenössische Kunst 

Die erste Märzhälfte hat das Dorotheum der Modernen und Zeitgenössischen Kunst sowie dem Design des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet. Nach dem Auftakt mit "Bildender Kunst" in der Prager Dependance am 10. März geht es drei Tage später im Wiener Hauptsitz weiter mit der Versteigerung von 208 Kunstwerken der jüngeren und jüngsten Vergangenheit.

Das außergewöhnlichste und mit dem höchsten Schätzwert versehene Werk der Versteigerung ist die Installation Simone de Beauvoir der Wiener Künstlerin Elke Krystufek, das die Gegensätze zwischen privater und öffentlicher Wahrnehmung, des Sich-Zurückziehens und gleichzeitigen Zurschaustellens untersucht.

Die spannende Auktion wird ergänzt durch Arbeiten von Adolf Luther, Maria Lassnig, Max Ernst, Hermann Nitsch und vielen weiteren Künstlern.

14. März - Selected by Hohenlohe 

Weiter geht es am 14. März mit der Auktion "Selected by Hohenlohe", für die der Interior Design-Spezialist Philipp Hohenlohe eine Auswahl getroffen hat. Besonders angetan haben es ihm die Entwürfe des italienischen Möbeldesigners Aldo Tura, "der Art-Déco-Ästhetik und Minimalismus experimentierfreudig mit hoher Handwerkskunst kombiniert" (Hohenlohe). Tura verwendete für seine Designs, die er ab den 1930er Jahren der Öffentlichkeit präsentierte, oft ungewöhnliche Materialien, wie Ziegenhaut, Pergament oder Eierschalen.

Hervorragend ergänzt werden die Werke Aldo Turas durch die grafischen Schwarzweiß-Arbeiten der in Wien geborenen Künstlerin Trudi Gill, die in New York u.a. bei George Grosz und Max Beckmann studiert hatte.

15. März - Design First

Einen besseren Titel als "Design First" hätte das Dorotheum für seine Auktion am 15. März nicht finden können. Herausragende Beispiele der Designgeschichte kommen in 68 Losen zum Aufruf. Mit dabei sind Unikate wie der Tisch aus Bronze und Kristallglas, den der italienische Bildhauer Giacomo Manzù 1963 für sein eigenes Wohnhaus in Bergamo entworfen hatte, oder streng limitierte Stücke, wie die Tischskulptur Bronze Sniper des Architekten David Adjaye.

Ein Klassiker ist mit dem großen Wandspiegel in der Auktion dabei, den Dagobert Peche 1922 für die Wiener Werkstätte entworfen hatte. Einen Hauch von Nestwärme kann man seiner Wohnung mit dem Sitz- bzw. Liegeobjekt von Gianni Ruffi verleihen. Das Stück ist Ruhemöbel und Aufruf für den Frieden zugleich. Als Material wurden neben Polyurethan auch Filzstreifen verwendet, die aus Soldatenuniformen stammten. The Nest widerspiegelt somit perfekt den Zeitgeist der späten 1960er Jahre. Mit vier Stücken ist auch Ron Arad in der Auktion vertreten. Ein fantastischer Entwurf ist darunter der bewegliche Stuhl Box in Four Movements", der 1994 entworfen und 2007 ausgeführt wurde.

Einen Abstecher in den Bereich des Schmuckdesigns gibt es mit einem grafischen Collier, das der "Anti-Designer" Ettore Sottsass 1967 entworfen hatte und das vom Mailänder Goldschmied Gian Carlo Montebello in nur 10 Exemplaren ausgeführt wurde.

Weitere Auktionen des Dorotheums haben in den nächsten Wochen Teppiche, Schmuck, Militaria und Malerei des 20. Jahrhunderts im Angebot. Einen Blick auf alle aktuellen Lose des Wiener Auktionshauses können Sie hier werfen.

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