Die Auktion umfasst insgesamt über 1.100 Objekte. Zum Aufruf kommen u. a. Gemälde, moderne Grafik, Skulpturen, Armband- und Taschenuhren, Schmuck, Porzellan und Asiatika. Die 162. Kunstauktion im Hause Kastern beginnt am 26. November um 11 Uhr in der Baringstraße 8 in Hannover. Dort finden auch vom 14. bis 25. November die Vorbesichtigungen statt. Einige Highlights möchten wir Ihnen aber schon jetzt zeigen. Klicken Sie für nähere Informationen bitte auf die Bilder.

Beginnen wir nun mit dem bereits erwähnten Gemälde des Schweizer Landschafts- und Genremalers Raphael Ritz. Die bäuerliche Szene war der Forschung bis 2016 nur aus Briefen des Künstlers an seine Eltern bekannt. Anhand dieser Briefe ließ sich das Werk als das dort beschriebene "Landleben" identifizieren. Das Gemälde ist vom Künstler signiert und datiert worden: 1857. Im Jahr davor hatte Ritz sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie beendet und war seitdem im Atelier des Genremalers Rudolf Jordan tätig, der ihn an diese folkloristische Thematik heranführte.

Ein weiteres Werk des 19. Jahrhunderts ist diese Winterlandschaft des hannoverschen Künstlers Edmund Koken. Im Hintergrund erkennt man die Silhouette der Heimatstadt Kokens. Von Edmund Kokens Sohn Paul, der ebenfalls Maler war, wird auch ein Gemälde im Zuge dieser Auktion versteigert. Mit einem Gemälde und einer Gouache ist außerdem Edmund Kokens Neffe Gustav vertreten.

Die Gemäldeauktion umfasst auch einige Werke osteuropäischer Künstler, die aus einer Privatsammlung stammen. Ein Gemälde davon ist das folgende von Henri Epstein. Epstein war ein polnischer Maler jüdischer Herkunft, der seit 1912 in Frankreich lebte und arbeitete. Zu seinem Oeuvre gehörten Stillleben, Akte, Genrebilder und Landschaften, außerdem Buchgestaltung und Plakatmalerei.

Heitmüllers Portrait einer eleganten Dame im roten Kleid ist dem Stil der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen. Diese künstlerische Epoche wird in Deutschland mit der Zeit der Weimarer Republik gleichgesetzt. Heitmüller war zudem 1917 einer der Mitbegründer der Hannoverschen Sezession.

Ein Jahr nach Gründung der Hannoverschen Sezession schloss sich der Expressionist Otto Gleichmann der Künstlergruppe an. Die vorliegende Arbeit gehört jedoch seinem Spätwerk an.

Auch zeitgenössische Werke sind in der Auktion vertreten. Darunter das Triptychon des Künstlers Petrus Wandrey. Die Wurzeln von Wandreys Stil sind in der Pop Art und im Surrealismus zu finden. Seit den 1970er Jahren entwickelte er eine eigene Kunstform: Den Digitalismus. Die Arbeiten weisen nun das pixelhafte Aussehen eines Computerbildschirms auf, was bei dem vorliegenden Werk deutlich zum Ausdruck kommt.

Die Kunst der Auktion ist nicht nur auf Leinwand oder Papier gebannt. Eine schöne Bronzeplastik von Joseph Hammerschmidt sehen Sie als nächstes Objekt. Der "Musizierende Faun" ist eine weitere Fassung der Figur, die Hammerschmidt für das Haus Duisberg in Leverkusen geschaffen hatte und die sich heute im dortigen Carl-Duisberg-Park befindet. Die Bronzearbeit kann auch als Brunnenfigur genutzt werden.

Im Bereich Porzellan ist vor allem diese Vogelvase aus Meißen zu nennen, die mit der "AR"-Marke gekennzeichnet wurde. "AR" bedeutet "Augustus Rex" und bezieht sich auf den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August den Starken, für den die so markierten Porzellanarbeiten ausschließlich angefertigt wurden.

Mit Régence ist in Frankreich die politische Periode gemeint, in der Philippe von Orléans für den noch unmündigen Ludwig XV. die Regierungsgeschäfte führte (1715-23). Die Kunstgeschichte führt diesen Begriff jedoch noch etwas weiter bis in die 1730er Jahre. Hier wurde der Régence-Stil vom voll erblühenden Rokoko des Louis XV abgelöst.

Für Sammler exklusiver Armbanduhren sind die nächsten beiden Objekte sehr interessant. Beide stammen aus dem renommierten Hause Rolex. Die goldene Oyster Perpetual Day-Date zeigt Stunden, Minuten und Sekunden sowie das Datum und den Wochentag an.

Das zweite Modell ist eine Explorer II, die ihren Zusatznamen dem Schauspieler Steve McQueen verdankt, der ein solches Exemplar getragen haben soll.

Zum Abschluss führt uns die Schmuckauktion mit dieser feinen Goldschmiedearbeit in die Übergangszeit vom Jugendstil zum Art Déco. Der bezaubernde Anhänger ist mit einer diamantbesetzten Schließe mit Sicherheitsbügel an der Kette aus kleinen Saatperlen befestigt.

Nehmen Sie persönlich, telefonisch oder live im Internet an der Auktion teil. Über den Onlinekatalog können Sie zudem Vorgebote abgeben. Dies ist selbstverständlich auch in schriftlicher Form möglich.

Entdecken Sie nun den gesamten Katalog der aktuellen Auktion bei Barnebys.