Private Sammler bleiben häufig einer Kunstrichtung oder sogar einem einzelnen Künstler treu, sodass sich in ihrer Sammlung eine eindeutige und klare Linie bildet. Ganz anders verhält es sich mit jener Privatsammlung, der die Fondation de l'Hermitage in diesem Jahr ihre große Sommerauktion widmet. Nachkriegskunst, Informelle Kunst und Neoexpressionismus treffen auf Minimalismus, Konzeptkunst und abstrakten Expressionismus. Dazu kommen Werke der Klassischen Moderne und des Impressionismus sowie Büsten des 18. und 19. Jahrhunderts.

Das klingt zunächst nach "konzeptlosem Drauflossammeln". Doch weit gefehlt! Auch hier ist eine Linie erkennbar, nämlich jene, die durch erlesenen Geschmack und sicheres Gespür für Qualität zu einer einzigartigen Sammlung geführt hat, bei der großartige Werke der verschiedenen Epochen und Stilrichtungen zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Und so wächst die Neugier, wer es denn wohl war, der diese einzigartige Sammlung, die noch nie zuvor in einer Ausstellung zu sehen war, zusammengetragen hat. Der Eigentümer, der in den 1950er Jahren mit dem Kauf von Kunst begonnen hat, sehnt sich jedoch nicht nach öffentlichem Prestige und möchte anonym bleiben.

In der Ausstellung sind Werke vieler namhafter Künstler zu bewundern: Jean Dubuffet, Asger Jorn, Miquel Barceló, Jean-Michel Basquiat, Anselm Kiefer, Giuseppe Penone, Bertrand Lavier, Pierre Soulages, Niele Toroni, Carl Andre, Louise Bourgeois, Chris Burden, Sol LeWitt, Agnes Martin, Sean Scully, Mark Toben, Cy Twombly, Auguste Renoir, André Derain, Chaïm Soutine, Antonin Artaud, Jean-Antoine Houdon und Jean-Baptiste Carpeaux.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober zu sehen. Alle Informationen dazu finden Sie auf der Website der Fondation de l'Hermitage.