1837 eröffnete der gelernte Sattler Thierry Hermès (1801 Krefeld - 1878 Neuilly) ein Geschäft für hochwertiges Pferdegeschirr und Zaumzeug in Paris. Die qualitätsvolle Arbeit von Hermès wurde 1867 mit einer Auszeichnung auf der Pariser Weltausstellung gewürdigt, hatte aber natürlich auch ihren Preis, sodass sich die Klientel des Unternehmens aus Mitgliedern der Oberschicht zusammensetzte.

1878 wurde das Unternehmen vom Sohn des Firmengründers übernommen. Unter Charles-Émile Hermès (1835–1919) wurden in den 1890er Jahren Koffer und Ledertaschen in das Sortiment aufgenommen. Zuvor war das Ladenlokal 1880 in die elegante Rue du Faubourg Saint-Honoré Nr. 24 umgezogen, wo sich noch heute der Stammsitz des Unternehmens befindet.

Ab den 1920er Jahren wurden von Hermès auch hochwertige Handtaschen hergestellt, von denen es zwei Modelle zu absolutem Kultstatus gebracht haben, mit deren Prestige es keine andere Handtasche aufnehmen kann. Zunächst wäre da ein Modell zu nennen, das 1935 unter dem Namen Petit Sac Haut à Courroies auf den Markt kam. Ein echter Erfolg wollte sich damit erst nicht so recht einstellen. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als in den 1950er Jahren Grace Kelly bzw. Fürstin Gracia von Monaco damit mehrfach fotografiert wurde. Seitdem wird die Tasche Kelly Bag genannt und gehört zu den exklusivsten Produkten von Hermès.

Ein nicht minder prestigeträchtiges Handtaschenmodell von Hermès ist die Birkin Bag, benannt nach der Schauspielerin Jane Birkin. Diese hatte 1986 den damaligen Chairman von Hermès Jean-Louis Dumas, ein weiteres Familienmitglied des Hermès-Clans, auf die Idee zu einer Weekender-Tasche aus Leder gebracht, die gleichzeitig praktisch und elegant sein sollte.

Ein weiteres Statussymbol aus dem Hause Hermès, das wie die Kelly Bag in sorgfältiger Handarbeit hergestellt wird, war geboren. Diverse Fernsehauftritte sorgten dafür, dass die Birkin Bag zum absoluten Must-have unter den Taschen wurde. So gibt es in der Serie Sex and the City eine lustige (und gleichzeitig unangenehme) Episode, in die eine Birkin Bag, Hauptfigur Samantha Jones und Schauspielerin Lucy Liu involviert sind. Und in Gilmore Girls erblasst sogar die sonst selbst so verwöhnte Emily Gilmore vor Neid, als ihre Enkelin Rory ein pinkes Exemplar von ihrem schwerreichen Freund geschenkt bekommt.

Weitere Dauerbrenner aus dem Hause Hermès sind die "Carrés", die quadratischen Seidentücher, deren mittlerweile 1.000 Motive oft die Ursprünge des Hauses in der Pferdegeschirr- und Zaumzeugherstellung wiederspiegeln. Auch das Firmenlogo mit einer Pferdekutsche greift die Traditionen auf. Und genauso wie die Blue Box für Tiffany's steht und das Etui aus rotem Maroquinleder für Cartier, haben die Verpackungen des Hauses Hermès in der Farbe Orange ihren eigenen Wiedererkennungswert.

Die Auktion endet am Samstag, den 26. November um 20 Uhr. Um sofort auf ihr Lieblingsmodell mitbieten zu können, klicken Sie auf die Abbildungen oder entdecken Sie noch weitere exklusive Exemplare auf der Website von Catawiki.

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