Die Versteigerungen der 166. Auktion auf Schloss Ahlden beginnen am 3. September um 11 Uhr. Auf dem Programm stehen Silber und Glas, Porzellan und Keramik sowie verschiedene Kategorien zum Thema Jugendstil und Arbeiten der Moderne. Der zweite Auktionstag - Beginn ebenfalls um 11 Uhr - folgt mit Schmuck und Uhren, Möbeln und Skulpturen sowie Gemälden und Vitrinenobjekten aller Art. Der dritte und letzte Auktionstag findet am 10. September statt. Hier kommt nochmals eine sehr abwechslungsreiche Offerte unter den Hammer, die auch Asiatika, alte Grafiken, Ikonen und eine Sammlung mit Pfeifen und Pfeifenköpfen beinhaltet.

Wer die Objekte vorab in Augenschein nehmen möchte, der hat noch bis zum 1. September täglich von 14 bis 18 Uhr Gelegenheit dazu. Sehen Sie nun einige unserer Highlights aus der an Highlights nicht armen Auktion. Nähere Informationen erhalten Sie durch das Anklicken der Bilder.

Die hessische Familie Tischbein hat im 18. und 19. Jahrhundert viele begabte und bekannte Maler und Kunstschreiner hervorgebracht. Der berühmteste unter ihnen ist wohl der "Goethe-Tischbein" Johann Heinrich Wilhelm (1751-1808), der Johann Wolfgang von Goethe während dessen Italien-Reise 1787 in Campagna portraitierte. Der nicht weniger begabte Johann Heinrich Tischbein d. Ä. war sein Onkel. Er wird auf Grund seiner Wirkungsstätte auch "Kassler Tischbein" genannt. Das vorliegende Portrait zeigt Ludwig Ernst von Braunschweig-Wolffenbüttel, der ein entfernter Verwandter von Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg war, die, "Prinzessin von Ahlden" genannt, wegen Ehebruchs mehr als 30 Jahre im heutigen Auktionshaus lebte.

Carl Spitzweg, der berühmt ist für seine biedermeierlichen Szenen, zeigt in diesem herbstlichen Werk, dass er auch zu den Künstlern gehörte, die sich mit einer frühen Form der impressionistischen Malweise beschäftigten. Dazu war Spitzweg 1851 durch eine Paris-Reise inspiriert worden, auf der er mit der Schule von Barbizon in Berührung kam.

Der expressionistische Maler Hermann Max Pechstein hielt sich zwischen 1921 und 1945 mehrfach im Ostseebad Leba auf und ließ sich von der dortigen Landschaft und deren Einwohnern zu seinen Werken inspirieren.

Die zweiteilige Farboffsetlithografie wurde im Auftrag der Tate Gallery, London nach dem Gemälde-Diptycon von Lichtenstein angefertigt, welches die Gallery 1963 erworben hatte.

"Die Flehende" ist ein frühes Werk des expressionistischen Künstlers Arno Breker, der von 1927-32 in Paris lebte. Dort wurde er von den Arbeiten Aristide Maillols, Charles Despiaus und Auguste Rodins beeinflusst.

Mit 309 Losen ist die Kategorie "Silber" in der Auktion gut vertreten. Ein herausragendes Objekt ist diese Silberkanne von musealer Qualität. Derartige Prunkobjekte wurden als Weinkannen verwendet.

Die Kategorie "Schmuck" hat unter seinen fast 200 Losen wieder so manchen Hochkaräter zu bieten. Einzigartige Steine wurden in aufwändiger Juwelierarbeit zu prachtvollen und exquisiten Ringen, Colliers, Armreifen und Broschen verarbeitet, die ihres gleichen suchen.

1896 brachten Nikolaus II. und Alexandra Fjodorowna einige Gallé-Vasen aus Frankreich mit nach Sankt Petersburg. Die dortige Glasmanufaktur begann daraufhin ebenfalls mit der Produktion solcher Glasobjekte. Diese wurden als Unikate für den Zarenhof geschaffen und sind daher - wie das folgende Los - äußerst selten.

Ein höchstinteressantes Stück unter den Möbeln der Auktion ist dieser barocke Schrank, der aus dem Besitz der freiherrlichen Familie von Dachsdorf stammt. Auf der Frontseite ist das Allianzwappen der Familie zu sehen sowie Einlegearbeiten, die die Tugenden der Ehe symbolisieren. Ein weiteres Highlights dieses Stückes sind zwei Geheimfächer an den Seiten.

Nur drei Classic Cars sind unter den Losnummern des 10. Septembers zu finden. Wer ein Herz für solche automobilen Schätze hat, sollte also nicht zögern und fleißig mitbieten!

Entdecken Sie den gesamten Katalog des Kunstauktionshauses Schloss Ahnden hier bei Barnebys.