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In den letzten Auktionen 2018 der Uppsala Auktionskammare sind modernes Kunsthandwerk und zeitgenössische Kunst besonders stark vertreten. Die Top-Lose sind Keith Harings Absolut Vodka, Serge Poliakoffs Composition Abstraite, Andy Warhols Flowers und Nathalie Djurbergs Hamburger sowie klassische Gemälde von Anders Zorn und Ilya Yefimovich Repin.

Keith Haring, der junge Mann, der in den frühen 1980er Jahren seiner Heimatstadt in Pennsylvania Lebewohl sagte, um in das pulsierende Leben New Yorks einzutauchen, gilt heute als einer der berühmtesten Pop Art-Künstler, der auch großen Einfluss auf die Entwicklung der Street Art hatte. In den achtziger Jahren war New York für die Street Art das, was Paris im 19. Jahrhundert für den Impressionismus und im frühen 20. Jahrhundert für die Vertreter der Avantgarde gewesen war.

Keith Haring in seinem Studio Keith Haring in seinem Studio

Haring ließ sich von Cartoon-Serien und der illustrierten Werbesprache inspirieren, die ein Massenpublikum erreichte und zu einem der stärksten Elemente der Popkultur wurde.

Der schwedische Spirituosenhersteller Absolut Vodka erkannte die klaren Komponenten der popkulturellen Formensprache, die in den Straßen und den Nachtclubs New Yorks pulsierte. Als ein Kind der Werbewelt wurde Andy Warhol zu einem wahren Protagonisten der Pop Art, indem er ihre Stärke und Schönheit in der täglichen Kommunikation wahrnahm.

Absolut Vodka strebete die Zusammenarbeit mit Warhol an, die zu einer der berühmtesten und bekanntesten Werbekampagnen der Welt führen sollte.

Die Popularität der Marke explodierte und Andy Warhol empfahl seinen Auftraggebern, die ihr Produkt zu jener Zeit auf dem amerikanischen Markt platzieren wollten, die Wodkaflasche von weiteren Künstlern gestalten zu lassen. Einer von ihnen war Keith Haring.

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Zu den interessantesten Skulpturen der Auktion gehören Jean Chauvins Le vent de la vie mit seiner eleganten und reduzierten Formgebung sowie Hamburger von Nathalie Djurberg, das mit weitaus weniger Zurückhaltung begeistert.

Neben all den zeitgenössischen Arbeiten haben sich auch ältere Schätze einen Platz in der Auktion gesichert. Zu diesen gehört eine repräsentative Golddose des Goldschmieds Frantz Bergs, die sich einst im Besitz des russischen Zaren Alexander III. befand.

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Und da wir gerade von Russland sprechen: Aus dem Hause Fabergé stammt eine Stierfigur aus geschnitztem Karneol. Die Figur aus dem späten 19. Jahrhundert gehörte einst dem schwedisch-russischen Ölmagnaten Emanuel Nobel, Neffe von Alfred Nobel.

Ein weiteres gehörntes Tier kommt mit der Bronzeplastik Stehender Hirsch des Berliner Bildhauers Louis Tuaillon zum Aufruf.

Mit Alexander Otto Stichart bereichert ein weiterer deutscher Künstler in den Auktionskatalog. Stichart, der in Dresden und München studierte, wählte für seine Gemälde meist sakrale oder Märchenmotive. Für Titania griff er auf Shakespeares Ein Sommernachtstraum zurück.

Auch ein Paar Kerzenhalter aus Messing wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Deutschland angefertigt.

Ein interessantes Kartenwerk des 17. Jahrhunderts liegt mit dem Atlas contractus des niederländischen Kartographen Johannes Janssonius vor. Das Werk umfasst mehr als 100 Karten von Europa sowie weitere der Polarregionen, Afrikas, Asiens und Amerikas, eine Weltkarte und eine Karte mit den Windrichtungen.

Ein Los, das nicht so recht zu den anderen passen will, ihnen an Schönheit jedoch nicht nachsteht, ist ein Corvette Cabriolet von 1958, dessen klassische Formen das Herz von so manchem Automobilfan höher schlagen lassen dürfte.

Die vorgestellten Auktionen der Uppsala Auktionskammare finden vom 4.-7. Dezember statt.

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