Gewichtige Konkurrenz: Die Wahl der "Miss Steinzeit"

Die 1908 in der österreichischen Wachau gefundene "Venus von Willendorf" ist das bekannteste Ausstellungsstück im Naturhistorischen Museum in Wien. Mit ihren anbetungswürdigen Formen wurde sie während der jüngeren Altsteinzeit als Idol der Fruchtbarkeit verehrt.

Gewichtige Konkurrenz: Die Wahl der "Miss Steinzeit"

Das Alter der aus Kalkstein gefertigten, etwa 11 cm hohen Venus von Willendorf wird auf 29.500 Jahre angesetzt. Damit gehört sie zu den ältesten Plastiken dieser Art, die im eurasischen Raum gefunden wurden. Die üppigen Formen dieser Figurinen lassen auf eine Funktion als Mutter- oder Fruchtbarkeitsgöttinnen schließen.

Dass eine hohe Fruchtbarkeit auch 25.000 Jahre später nichts an ihrer Bedeutung verloren hat, zeigt ein Objekt, das bei Durán Subastas versteigert wird.

Weibliches Idol aus Marmor, Neolithikum (ca. 4.000-3.000 v. Chr.)
Weibliches Idol aus Marmor, Neolithikum (ca. 4.000-3.000 v. Chr.)

Dabei handelt es sich um eine ebenfalls nackt dargestellte Frau als neolithisches Idol (Alter ca. 4.000-3.000 v. Chr.), welches vor 1930 im südosteuropäischen Mittelmeerraum entdeckt wurde. Mit ihrer Höhe von 9,5 cm hat sie ähnliche Maße wie ihre Vorgängerin aus Österreich, als Material wurde jedoch Marmor verwendet. Die Figurine stammt aus der Jungsteinzeit, also der Zeit, in der aus Jägern und Sammlern Ackerbauern und Viehzüchter wurden und Fruchtbarkeit wichtiger war denn je.

Die Figurine wird am 23. Februar mit mehr als 3.000 weiteren spannenden Objekten aus den Bereichen Kunst, Schmuck, Antiquitäten und afrikanische Volkskunst bei Durán Subastas versteigert.

Den gesamten aktuellen Katalog finden Sie hier bei Barnebys.

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