Henri Chwast: Une collection à l’abri des regards, Volume 1

Am 21. November wird Sotheby’s eine einzigartige Sammlung enthüllen, die Henri Chwast in mehr als 25 Jahren aufgebaut hat und die nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Henri Chwast Image courtesy of Sotheby's Henri Chwast
Image courtesy of Sotheby's

Henri Chwast, der vor 25 Jahren verstarb, machte sein Vermögen mit Bekleidungsgeschäften in Paris. Er gehörte zu jenen, die ihre Liebe zur Kunst mit Diskretion und Fleiß betreiben, die ihre Sammlung mit Gründlichkeit und fehlerloser Leidenschaft aufbauen.

25 Jahre lang sammelte Henri Chwast Objekte, die die Epoche des Art Déco versinnbildlichen und die unter anderem von so großen Namen wie Pierre Chareau, Jean Dunand, Eileen Gray oder Clement Rousseau geschaffen worden waren.

Diese außergewöhnliche Sammlung von Luxus und Modernität zeigt, dass Henri Chwast in den 1970er Jahren einer der ersten war, die die Bedeutung der Werke der 1920er Jahre verstanden.

Die Herkunft ihrer Objekte, ihre Seltenheit und Zusammenstellung, machen diese Sammlung mythisch und einzigartig im Bereich des Art Déco.

Die Sammlung Henri Chwast wird durch einige Skulpturen und Papierarbeiten des Jugendstil und des Art Déco ergänzt. Darunter dieses Pastell auf Papier von Alphons Mucha „Le Chevalier Malheur m'a percé de sa lance“ von 1896, das auf 30.000 bis 50.000 Euro geschätzt wird.

Die Auktion beginnt am Montag, den 21. November um 19 Uhr. Die öffentliche Ausstellung findet vom 17. bis 21. November bei Sotheby’s in Paris statt. Nähere Informationen unter www.sothebys.com.

 

Emile Gallé: Un regard contemporain

Nach dem Verkauf der Sammlung Henri Chwast hat Sotheby’s die weitere Ehre, in Paris eine außergewöhnliche Reihe an Glasarbeiten von Emile Gallé anbieten zu dürfen, die hauptsächlich aus drei privaten Verkäufen stammen.

Fast alle Arbeiten wurden zu Lebzeiten Gallés ausgeführt. Es sind schöne und seltene Beispiele für seine besonders innovative Produktion zwischen 1894 und 1904.

Emile Gallé, Schale "La Nature", um 1900 Emile Gallé, Schale "La Nature", um 1900

Die letzte große Auktion, die Gallé gewidmet war, datiert ins Jahr 1991 und wurde von Sotheby’s in New York organisiert. Der Pariser Verkauf ist eine Gelegenheit, die Arbeit dieses Meisters der Glaskunst, der zudem gelernter Botaniker und Dichter war, neu zu betrachten. Gallés Arbeiten prägten die Kunstgeschichte an der Vorstufe zur Moderne mit ihrem wegweisenden und radikalen Charakter.

Emile Gallé, "La Giroflée de muraille, L’amour est plus fort que la mort", 1900 Emile Gallé, "La Giroflée de muraille, L’amour est plus fort que la mort", 1900

Inspiriert durch seine tiefe Bewunderung der Natur, sind die Werke Emile Gallés Ausdruck der Moderne und der Avantgarde.

„Gallé beschreibt in seiner Materie ein Lebensgefühl“, wie der Experte François Le Tacon im Vorwort des Katalogs erklärt. Die Auktion mit ihren 51 Objekten bietet nun eine Gelegenheit, seine Arbeiten mit völlig neuen Augen zu betrachten.

Die Auktion beginnt am Dienstag, den 22. November um 14:30 Uhr. Die öffentliche Ausstellung findet vom 17. bis 21. November bei Sotheby’s in Paris statt. Nähere Informationen unter www.sothebys.com.

 

Design

Nach der Emile Gallé-Auktion widmet sich Sotheby’s in einer dritten Sitzung dem Design. Zum Aufruf kommen Stücke aus der Zeit zwischen 1894 und 1904, die aus mehreren europäischen Privatsammlungen stammen.

Exklusiv dem Kunstgewerbe des 20. Jahrhunderts und dem Design gewidmet, bietet diese Auktion nicht weniger als 140 Lose, darunter bedeutende Stücke von Eileen Gray, den Brüdern Martel und Pierre Chareau.

Bewunderer von Alberto Giacometti und dessen Bruder Diego Giacometti werden genauso auf ihre Kosten kommen, wie auch die Fans von Jean Royère oder Serge Roche.

Bücherregal "Au Mexique" von Diego Giacometti für Marie Pierre Colle Corcuera , gefertigt um 1966 Bücherregal "Au Mexique" von Diego Giacometti für Marie Pierre Colle Corcuera , gefertigt um 1966

Jean Royère, Boule Sofa, genannt "Ours polaire", um 1947 Jean Royère, Boule Sofa, genannt "Ours polaire", um 1947

Jean Pouvé, Charlotte Perriand, Georges Jouve und Serge Mouille geben sich mit ihren Arbeiten der 1950er Jahre die Ehre.

Zudem werden nicht weniger als ein Dutzend Werke von Claude und François-Xavier Lalanne zum Verkauf angeboten, darunter eines der wichtigsten Lose der Auktion: „Caroline enceinte“, welches von den Experten von Sotheby’s auf 80.000-120.000 Euro geschätzt wurde.

Claude Lalanne, Caroline enceinte. Die Vorlage entstand 1969. Unser Exemplar wurde 1978 erschien und 1985 realisiert. Claude Lalanne, Caroline enceinte. Die Vorlage entstand 1969. Unser Exemplar wurde 1978 erschien und 1985 realisiert.

Prächtige Jugendstilarbeiten der französischen und belgischen Schule sowie der Schule von Glasgow vervollständigen schließlich die Auktion.

Die Auktion beginnt am Dienstag, den 22. November um 14:30 Uhr. Die öffentliche Ausstellung findet vom 17. bis 21. November bei Sotheby’s in Paris statt. Nähere Informationen unter www.sothebys.com.

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