Glücklich ist der, der eine Vintage Murano-Vase hat, die er nicht mehr braucht. Denn in der Auktion "Murano 1890-1990. Ein Jahrhundert der Glaskunst" vom 16. Juni hagelte es Höchstpreise, die die zuvor vorgenommenen Schätzungen um ein Vielfaches übertrafen.

AURELIANO TOSO - Design DINO MARTENS - um 1953 Schätzpreis: 15.000-16.000 EUR Ergebnis: 231.250 EUR AURELIANO TOSO - Design DINO MARTENS - um 1953
Schätzpreis: 15.000-16.000 EUR
Ergebnis: 231.250 EUR

VENINI - Design PAOLO VENINI - um 1954 Schätzpreis: 6.000-8.000 EUR Ergebnis: 250.000 EUR VENINI - Design PAOLO VENINI - um 1954
Schätzpreis: 6.000-8.000 EUR
Ergebnis: 250.000 EUR

BAROVIER ARTISTS - Design VITTORIO ZECCHIN - um 1920 Schätzpreis: 25.000-30.000 EUR Ergebnis: 160.000 EUR BAROVIER ARTISTS - Design VITTORIO ZECCHIN - um 1920
Schätzpreis: 25.000-30.000 EUR
Ergebnis: 160.000 EUR

Einen Rekordpreis gab es am 15. November in der Auktion mit Gemälden Alter Meister für den Florentiner Maler Rossello di Jacopo Franchi. Für dessen "demütige Madonna" auf Goldgrund wurden stolze 312.500 Euro bezahlt.

ROSSELLO DI JACOPO FRANCHI (1376/77-1456 Florenz) - Madonna dell'Umiltà Schätzpreis: 150.000-200.000 EUR Ergebnis: 312.500 EUR ROSSELLO DI JACOPO FRANCHI (1376/77-1456 Florenz) - Madonna dell'Umiltà
Schätzpreis: 150.000-200.000 EUR
Ergebnis: 312.500 EUR

Ist der venezianische Künstler Giovanni Antonio Canal gen. Canaletto vor allem für Ansichten seiner Heimatstadt bekannt, war dieses Gemäldepaar mit davon abweichenden Motiven einem Bieter dennoch (oder gerade deshalb) insgesamt 556.500 Euro wert, womit der Schätzpreis weit überboten wurde.

GIOVANNI ANTONIO CANAL gen. CANALETTO (1697-1768 Venedig) - Paar Gemälde, um 1740 Schätzpreis: 350.000-400.000 EUR Ergebnis: 450.000 EUR GIOVANNI ANTONIO CANAL gen. CANALETTO (1697-1768 Venedig) - Paar Gemälde, um 1740
Schätzpreis: 350.000-400.000 EUR
Ergebnis: 556.500 EUR

Für seltene Objekte wird natürlich gerne viel bezahlt. So auch für dieses seltene Apothekergefäß, das am 17. November in der Auktion "Majolika und Porzellan des 16. bis 19. Jahrhunderts" versteigert wurde. Das Keramikgefäß wurd ein 15. Jahrhundert im syrischen Damaskus für den europäischen Markt produziert, genauer gesagt für Florenz. Darauf deutet das abgebildete Wappen hin, welches jenes der toskanischen Metropole ist. Die Endsumme lag bei 218.750 Euro.

 

Seltenes Apothekergefäß aus Damaskus, Syrien, 15. Jh. Schätzpreis: 25.000-30.000 EUR Ergebnis: 175.000 EUR Seltenes Apothekergefäß aus Damaskus, Syrien, 15. Jh.
Schätzpreis: 25.000-30.000 EUR
Ergebnis: 218.750 EUR

Ebenfalls am 17. November kamen bedeutende Möbelstücke und Kunsthandwerk unter den Hammer. Über eine beachtliche Preissteigerung konnte sich dieser qualitätsvolle französische Louis XV-Schreibtisch aus Rosenholz freuen. Statt der zuvor geschätzten 40.000-50.000 Euro wurden ganze 212.500 Euro dafür bezahlt.

Louis XV-Schreibtisch aus Rosenholz, Frankreich 18. Jh. Schätzpreis: 40.000-50.000 EUR Ergebnis: 170.000 EUR Louis XV-Schreibtisch aus Rosenholz, Frankreich 18. Jh.
Schätzpreis: 40.000-50.000 EUR
Ergebnis: 212.500 EUR

Auch im Bereich der asiatischen Kunst konnte Cambi 2016 punkten. Antike Stücke aus China waren bei Bietern aus aller Welt heiß begehrt.

Große Deckelvase aus Jadeit mit apfelgrünen Nuancen, H: 32,5 cm, China, Anfang 20. Jh. Schätzpreis: 20.000-30.000 EUR Ergebnis: 81.250 EUR Große Deckelvase aus Jadeit mit apfelgrünen Nuancen, H: 32,5 cm, China, Anfang 20. Jh.
Schätzpreis: 20.000-30.000 EUR
Ergebnis: 81.250 EUR

Bedeutende Figur des Mahakala aus Bronze mit Resten von Vergoldung, China, Qing-Dynastie, Marke der Qianlong-Periode (1736-1795) Schätzpreis: 200.000-300.000 EUR Ergebnis: 210.000 EUR Bedeutende Figur des Mahakala aus Bronze mit Resten von Vergoldung, China, Qing-Dynastie, Marke der Qianlong-Periode (1736-1795)
Schätzpreis: 200.000-300.000 EUR
Ergebnis: 262.500 EUR

Die erstaunlichste Entwicklung durchlebte aber der folgende chinesische Altar aus aus dem 19. Jahrhundert, der vor der Auktion auf moderate 5.000-8.000 Euro geschätzt worden war. Der mit feiner Schnitzerei verzierte Altar wurde aus Huanghuali-Holz gefertigt, ein sehr wertvolles Material, das während der Ming- und der Qing-Dynastie für hochwertige Möbel verwendet wurde. Dies mag der Grund sein, weshalb das Stück am Ende für fantastische 602.850 Euro seinen Besitzer wechselte. Es ist zudem der höchste Preis, der jemals in Italien für ein Möbelstück bezahlt worden ist.

Altar aus Huandhuali-Holz mit feiner Schnitzerei, China, Qing-Dynastie, 19. Jh. Schätzpreis: 5.000-8.000 EUR Ergebnis: 602.850 EUR Altar aus Huanghuali-Holz mit feiner Schnitzerei, China, Qing-Dynastie, 19. Jh.
Schätzpreis: 5.000-8.000 EUR
Ergebnis: 602.850 EUR

Cambi Casa d'Aste konnte das Jahr 2016 mit einem Umsatz von mehr als 27 Millionen Euro abschließen, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 3% bedeutete. Ebenfalls vergrößert hat sich die Auktionsteilnahme über das Internet, was einen Anstieg der ausländischen Beteiligung mit sich brachte.

Natürlich war es nicht zuletzt das großartige Angebot an qualitätsvollen und einzigartigen Objekten, welches das internationale Publikum anzog. Und auch im neuen Auktionsjahr dürfen sich kunstliebende Sammler wieder auf viele beachtenswerte Auktionen freuen. Bereits in der ersten Jahreshälfte stehen u. a. Alte Meister, Murano-Glas, Asiatika, Silber, Majolika und Design auf dem Programm. Über die nächsten Auktionen können Sie sich auf der Website des Auktionshauses informieren. Und natürlich halten auch wir von Barnebys Sie stets auf dem Laufenden.

Kommentar