Golden, gewebt und gemalt - Meisterwerke im Schloss Ahlden

In der großen Kunstauktion Nr. 162, die am 9., 10. und 16. Mai stattfindet, werden neben großartigen Kunstwerken von Otto Modersohn, Rudolf Epp und Claude Venard auch einzigartige feine und gut erhaltene Tapisserien sowie besonders viele vergoldete Raritäten aus dem Barock und der Renaissance angeboten. Wir haben hier für Sie unsere Favoriten zusammengestellt.

ahlden 16
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ahlden 1
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Dieser außergewöhnliche Akeleipokal aus dem Jahr 1565 trumpft mit einem fünfpassigen Schaft und Deckel auf. Der Schaft ist von Volutenkartuschen unterteilt und weist reliefplastisch äußerst naturalistisch nachempfundene Fruchtstillleben sowie weibliche, mythologische Figuren auf. Die Zwischenräume sind mit feinem Blattwerk verziert. Auf runden Medaillons am unteren Wandungsrand sind unterschiedliche Darstellungen einheimischer Tiere zu sehen.

Der Deckel hat einen breiten Rand mit Zungenfries und weist von Voluten gerahmte Darstellungen musizierender Amoretten auf. Der Deckel ist mittig mit einem naturalistisch ausgeformten Hahn bekrönt, der sich mit einem Fuß auf ein Wappenschild des Großfürsten und ungarischen Königs Johann II. Sigismund Zápolya stützt.

ahlden 2
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Eine prachtvolle Tapisserie mit der Darstellung Apolls aus Wolle und Seide in unterschiedlichen Beige-, Braun- und Blautönen sowie wenig Rot und Grün wird sicherlich auch für große Begeisterung unter Sammlern sorgen. Im Spiegel sieht man im Zentrum eine Darstellung des Apoll mit Lyra unter Spalierbogen mit Obstranken als jahreszeitliche Allegorie und vor landschaftlichem Hintergrund.

Die Tapisserie ist weiterhin mit großen, verschlungenen Arabesken, Vögeln und Zentauren verziert. Apoll wird von Festonträgerfiguren flankiert und die Vasen sind reich mit Blüten und Früchten gefüllt. Die umlaufende breite Bordüre mit einer feinen Komposition aus Blattwerk, Putten mit Füllhörnern, Draperie und musizierenden, allegorischen Figuren, harmoniert mit der zentralen Darstellung.

ahlden 14
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Diese Breslauer Rokoko-Deckelterrine verzückt mit Rocaillenfüßen, die über einen reliefplastischen Ansatz den leicht gebauchten Korpus tragen. Auf der Wandung und dem gewölbten Deckel sind sehr feine und naturalistisch getriebene Weinlaubranken zu sehen. Henkel und Knauf sind ebenfalls von Rocaillen verziert und bilden so ein harmonisches Ganzes.

ahlden 6
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Dieses feine, gewebte Meisterwerk bietet Ausblick in einen weiten Landschaftspark mit dichter Vegetation aus großen Bäumen und üppigem Strauchwerk in einer barocken Parkarchitektur mit Pavillons, Wasserfontaine und Pflanzgefäßen. Im Vordergrund trinkt ein Ziegenbock an einem Wasserlauf, in der Mitte rastet ein Hirtenpaar.

ahlden 11
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Von diesem seltenen Renaissance-Besteck aßen einst bis zu 12 Personen. Das 36-tlg., prächtige Besteck besteht aus 12 Speisemessern, 12 -gabeln und 12 -löffeln. Das Besteck ist mit reliefplastischen Darstellung eines geflügelten Puttokopfes verziert, die von graviertem, sehr detailreich ausgeführtem Rollwerk umgeben sind. Die Rückseiten der dreizinkigen Gabeln sowie der runden Löffelschalen sind mit stilisierten Blütenknospen graviert. Die Klingen wurden 1856 in Odessa/Russland ersetzt.

Mindestens vier Meister waren an der Kreation dieses Bestecks beteiligt:  Meister Hans III Petrus (Peters) (wird Meister um 1621 in Augsburg), Meister Gottfried Heintze (wird Meister 1673 in Breslau) sowie Beschaumeister Wasilij M. Lapschin und bisher unidentifizierter Meister "F.V." aus Odessa/Russland.

Claude Venard
Claude Venard
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Bei diesem Deckelpokal handelt es sich um ein historisch bedeutendes, teilvergoldetes Objekt. Der Fuß ist glockenförmig aufgewölbt und von drei reliefplastischen, antikisierenden Herrscherportraits unterteilt und mit stilisierten Fruchtbündeln verziert. Der außergewöhnliche Schaft ist vollplastisch gearbeitet und zeigt die Gestalt eines "Wilden Mannes", der in seiner rechten Hand eine Brezel hält.

Die hohe Kuppa ist am Ansatz gerundet, von einem Blattkranz gerahmt, und mit drei hochovalen Portraitmedaillons besetzt. Diese zeigen antikisierende Herrscherportraits auf fein punziertem Grund. Zwischen den Medaillons ist die Kuppa mit reichem Akanthuslaub sowie sehr fein und naturalistisch ausgeführten Fruchtgehängen geschmückt. Unterhalb des Lippenrandes ist folgende Inschrift zu lesen:

"Der Zeit Geschworne Meister Herr Georg Friedrich Foß, Johann Christoph Rug, Georg Küenlein. Anno 1702.".

Auch der Griff des Deckels ist vollplastisch gearbeitet: Die Figur trägt antikisierende Kleidung und ein Schild mit unterschiedlichem, graviertem Backwerk. Der Deckel trägt weiter die Inschrift "Gott segne und beglücke die Erbare Becken Zunfft zu Rothenburg ob der Tauber".  Im Innendeckel steht "Ao 1702 Reichs Richtere Herr. Johan Conrad Hoffman und Herr Johan Daniel Krauß als Vorgesetzt Handwercks Herrn.".

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Diese bedeutende Schatulle von Hans Bolek im Oval auf vier schmalen Kufenfüßen und mit leicht gewölbtem Schanierdeckel ist eine besondere Rarität aus dem Jahr 1910. Das Dekor aus kodierten Silberdrähten und gefassten, farbigen Cabochons (u.a. Karneole und Chrysophras) auf Wandung und Deckel ist stilisiert und teilweise durchbrochen gearbeiteter Dekor. Die Wandung ist ingesamt von vier blütenrosettenförmigen Rundmedaillons und Blattrankpartien aufgebaut.

ahlden 3
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Eine weitere Tapisserie, die uns besonders begeistert ist diese große Louis XV-Tapisserie aus Wolle mit Seide in unterschiedlichen Creme-, Beige- und Rosétönen sowie Blau und Grün. Im Spiegel sieht man zwei große, hochovale, schleifenbekrönte Medaillons mit Schäfer- und Gärtnerszenen in weiter Parklandschaft.

Die Medaillons sind von Abbildungen üppiger Blütenranken, einer blütengefüllten Vase, sowie einer Lyra und weiteren Attributen der Musik an Schleifenband umgeben. Die umlaufende, breite Bordüre mit stilisierten Arabesken und korrespondierenden, gewundenen Blütengirlanden, fässt dieses sommerliche Bildnis ein.

ahlden 10
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Bei dieser seltenen, teilvergoldeten Leipziger Schraubflasche mit großem, sechspassigen, geschweiften Korpus mit abgesetzter, gerundeter Schulter sind die gewölbten Wandungselemente flächendeckend mit äußerst detailliertem Reliefdekor in Form von Blütenstängeln dekoriert. Es handelt sich um eine meisterhafte Treib- und Gravurarbeit.

Zwischen den Blütenabbildungen sind drei humorvolle Darstellungen von Kindern als Harlekins verkleidet abgebildet, die von großen Akanthusblättern umgeben sind. Die Schulter und der gewölbte Schraubdeckel ist von breiten Blattbordüren umzogen. Der Griff aus gegenständigen Füllhörnern ist beweglich.

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Rudolf Epp (1834 Eberbach - 1910 München). Taxe  18 500 EUR.
Rudolf Epp (1834 Eberbach - 1910 München). Taxe 18 500 EUR.

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