Hitler-Aquarell für 130000 Euro versteigert

Ein ausländischer Käufer aus dem nahen Osten kaufte am Samstagnachmittag im Nürnberger Auktionshaus Weidler ein Hitler Aquarell. Es wurden schon andere Aquarelle von Hitler versteigert. Während Forscher den Verkauf von Hitlers Bildern lieber untersagen würden, erzielen diese regelmäßig international hohe Preise. Dieses Mal zeigte sich auch das Auktionshaus trotz der vorliegenden Originalquittung zum Werk über die Kaufsumme überrascht.

hitler aquarell
hitler aquarell
hitler aquarell
hitler aquarell

Auf dem Aquarell kann man in hellen und dunklen Brauntönen das Standesamt München erkennen. Der Käufer blieb jedoch unerkannt, wurde direkt abgeschirmt und hatte schnell den Saal verlassen. Das Fernsehen hatte keinen Zugang zur Auktion. Ob das Bild im Besitz des Käufers bleibt oder weiterverkauft wird ist ungewiss.

Frühere Bilder wurden für Summen zwischen 4500 und ca. 21 000 Euro pro Bild verkauft. Hitler soll sich in Wien und München mit dem Kopieren einer großen Menge an Postkartenmotiven seinen Lebensunterhalt verdient haben, indem er als eine Art Straßenkünstler an Touristen und frisch verheiratete vor dem Standesamt verkaufte.

Im Vorfeld der Auktion waren Zweifel an der Echtheit des Aquarells laut geworden, da mindestens genauso viele Plagiate wie Originale in Umlauf zu sein scheinen.

Der Verkauf der Bilder kann auch darauf zurück zu führen sein, dass Menschen sich von diesem schwierigen Erbe entlasten wollen und spenden den Erlös ggf. für den guten Zweck. Fraglicher ist die bestimmte Käuferschicht in Russland und den USA.