Hollywoods weibliche Sexsymbole

Der Begriff „Sexsymbol“ ist so alt wie die Traumfabrik Hollywood selbst. Und immer wieder hat sie weibliche Ikonen wie Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor oder Sophia Loren hervorgebracht, die ihn mit ihrer eigenen Zeitlosigkeit unnachahmlich verkörpern.

Hollywoods weibliche Sexsymbole

Anfang Februar versammelten sich in Catawikis Erschwingliche Pressfotos Auktion einige der größten weiblichen Sexsymbiole, die die Filmindustrie im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat.

Obwohl es ihn mit Schauspielrinnen wie Marlene Dietrich oder Greta Garbo, die auch gerne als "Vamp" bezeichnet wurden, schon vorher gab, kam der Begriff „Sexsymbol“ Mitte der 1950er Jahre so richtig in Fahrt. Und er war eng verknüpft mit dem jünger gewordenen Publikum der Nachkriegszeit, das nicht an vergangenes Elend und Entbehrungen denken wollte, sondern im Kino aufregende Geschichten präsentiert bekommen wollte, deren Hauptfiguren von Menschen mit schönen Gesichtern und Körpern dargestellt werden sollten.

Morena Fortini (*1983), La chatte, 2014 | Abb.: Catawiki
Morena Fortini (*1983), La chatte, 2014 | Abb.: Catawiki

Hollywood erschuf zu diesem Zweck eben jene als Sexsymbol gefeierte Stars, sowohl weibliche als auch männliche, die die Menschen mit Schönheit, Charisma und Sexappeal zu betören verstanden. Für die betroffenen Schauspieler erwies sich dieser Titel als Fluch und Segen gleichermaßen, denn dem Reichtum und Ruhm, den er mit sich brachte, standen nicht selten ein unstetes Privatleben, Angst vor dem Alter und psychische Erkrankungen gegenüber.

Marilyn Monroe (1926 - 1962)

Marilyn Monroe ist bis heute der Inbegriff des Sexsymbols schlechthin. Ihre erotische Ausstrahlung, die sie mit einer Aura kindlicher Unschuld zu verknüpfen verstand, ließen die Kassen der Filmindustrie klingeln. Mit Vorliebe wurde sie in leichten Filmen eingesetzt, in denen sie das blonde Dummchen verkörperte. 

Marilyn Monroe auf einem Produktionsfoto für "Manche mögen's heiß" (1959) | Abb.: Catawiki
Marilyn Monroe auf einem Produktionsfoto für "Manche mögen's heiß" (1959) | Abb.: Catawiki

Doch Marilyn wollte mehr. Privat war sie eine begeisterte Leserin und hätte gern die Rolle der Gruschenka in der Dostojewski-Verfilmung Die Brüder Karamasow gespielt. Als dies bei einer Pressekonferenz bekannt gab, wurde sie lediglich gefragt, ob sie den Namen denn auch buchstabieren könne.

Das ständige Nicht-Ernstgenommen-Werden erschütterte Marilyns ohnehin schon geringes Selbstbewusstsein nachhaltig. Sie suchte Trost in der Psychoanalyse und in Ehen, die jedoch alle scheiterten, sowie in einer Verhängnisvollen Beziehung zur Kennedy-Familie. Am viel zu frühen Ende war es nicht nur ihre einzigartige Ausstrahlung, sondern auch ihr mysteriöser Tod mit nur 36 Jahren, der Marilyns Mythos unsterblich machte.

Brigitte Bardot (*1934)

1956 schlug die 22-jährige Brigitte Bardot als Protagonistin in dem Film …und ewig lockt das Weib ein wie eine Bombe. Ihr Erfolg war sofort greifbar und Brigitte etablierte sich nachhaltig als Sexsymbol einer ganzen Generation. Verheiratet war sie damals mit Roger Vadim, einem Regisseur, der ihr Image als die ultimative Frau pflegte und zu entsprechenden Rollen verhalf. 

Sam Levin (1904-1992), Brigitte Bardot, 1967 | Abb.: Catawiki
Sam Levin (1904-1992), Brigitte Bardot, 1967 | Abb.: Catawiki

Auf diese Weise wurde der Mythos der faulen, sexy, leicht zugänglichen und mädchenhaften Frau geschaffen. Nach ihrer Scheidung von Vadim 1957 - der eine vier Jahre währende Ehe mit dem Schauspieler Jacques Charrier folgte - erhielt BB, wie Brigitte nur noch genannt wurde, auch ernsthaftere Rollen, die ihr viel Anerkennung einbrachten und ihr sexy Image durch eine selbstbestimmte Weiblichkeit ergänzten.

Legendär wurde BBs dritte Ehe mit dem als Playboy bekannten Industriellensohn Gunter Sachs, mit dem sie in den 1960er Jahren an der Côte d’Azur ein glamouröses Jetset-Leben führte. Der französischen Riviera ist BB treu geblieben. Nachdem sie sich in den 1970er Jahren aus dem Filmgeschäft zurückzog, lebt sie auch heute noch dort, ist zum vierten Mal verheiratet und macht vor allem als Tierschützerin auf sich aufmerksam.

Elizabeth Taylor (1932 - 2011)

Elizabeth Taylor kam 1932 als Tochter US-amerikanischer Eltern in London zur Welt. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zog die Familie um nach Los Angeles. Hier wurde das Mädchen mit den schwarzen Haaren und den veilchenblauen Augen schon bald ein gefragter Kinderstar. Als junge Erwachsene schaffte sie dank ihres guten Aussehens und ihres großen Talents den Sprung vom Kinderstar zur ernsthaften Schauspielerin, was bei weitem nicht jedem gelang. Mit den Jahren avancierte sie zum bestbezahlten weiblichen Hollywoodstar - für die Hauptrolle in Cleopatra strich sie 1963 die damals unglaubliche Summe von 1 Millionen USD ein. Ihre Sinnlichkeit bewies sie in Die Katze auf dem heißen Blechdach (1958).

Elizabeth Taylor und Marlon Brando in "Spiegelbild im goldenen Auge" (1967) | Abb.: Catawiki
Elizabeth Taylor und Marlon Brando in "Spiegelbild im goldenen Auge" (1967) | Abb.: Catawiki

Allgemein wurde Elizabeth Taylor jedoch weniger als Sexsymbol, denn als glamouröse Diva betrachtet, die vor allem mit ihrem stürmischen Privatleben - und einer beinahe schon sprichwörtlichen Liebe für luxuriösen Schmuck - von sich reden machte. Geradezu legendär sind ihre beiden Ehen mit Schaupielerkollege Richard Burton, die auf ein großes mediales Interesse stießen. Es war eine Art Hassliebe, die für beide Parteien in die Alkoholsucht trieb.

Doch Elizabeth Taylor wäre nicht Elizabeth Taylor gewesen, hätte sie sich aus all dem nicht zu befreien versucht. Mit der ihr eigenen Kraft bot sie jedem Schicksalsschlag, der ihr in ihren acht Ehen begegnete, die Stirn. Und mit genauso viel Power engagierte sie sich ab den 1980er Jahren im Bereich der AIDS-Aufklärung, nachdem ihr guter Freund und Kollege Rock Hudson der Krankheit erlegen war.

Sophia Loren (*1934)

Seit er ihr in den 1950er Jahren verliehen wurde, wandelt die italienische Schauspielerin mit dem Titel „Sexsymbol“ über den Planeten. Nach eigener Aussage, soll sie ihren an den richtigen Stellen gepolsterten Traumkörper dem Genuss von jeder Menge Spaghetti zu verdanken haben.

Sophia Loren im Jahr 1960 | Abb.: Catawiki
Sophia Loren im Jahr 1960 | Abb.: Catawiki

Sofia Villani Scicolone, wie sie mit bürgerlichen Namen hieß, wuchs in ärmlichen Verhältnissen in der Nähe von Neapel auf. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, nahm Sophia schon früh erfolgreich an Schönheitswettbewerben teil. Bei einem lernte sie ihren späteren Ehemann, den Regisseur Carlo Ponti kennen, der aus ihr einen gefragten Filmstar und Sofia Loren machte.

1957 begann Sophia auch in Hollywood Karriere zu machen und spielte an der Seite der berühmtesten Hollywood-Schauspieler, wie Cary Grant, Clark Gable und John Wayne. Ihr wichtigster Filmpartner war jedoch ihr Landsmann Marcello Mastroianni. „Aus den eigenen Reihen“ kam dann auch die größte Konkurrentin der Loren: Sophia Lollobrigida, die, ebenfalls kurvenreich, als Schauspielerin international Karriere machte. Das Image als Sexsymbol kann jedoch nur Sophia Loren bis heute halten. 2007 posierte die damals 72-jährige in freizügigen Posen für den Pirelli-Kalender.

Audrey Hepburn (1929 - 1993)

Interessanterweise erschuf Hollywood beinahe zeitgleich mit seinen größten Sexsymbolen auch den passenden Gegenpart. Audrey Hepburn, die eigentlich Balletttänzerin hatte werden wollen, war nicht kurvenreich und wirkte nicht leicht zu haben, sondern auf charmante Weise intellektuell und elegant - und brachte es damit ebenfalls zu Weltruhm.

Audrey Hepburn in dem Thriller "Warte, bis es dunkel ist" (1967) | Abb.: Catawiki
Audrey Hepburn in dem Thriller "Warte, bis es dunkel ist" (1967) | Abb.: Catawiki

Einmal konkurrierten Audrey und ihr genaues Gegenteil Marilyn Monroe einmal um die gleiche Rolle. Trueman Capote wollte unbedingt Marilyn als Holly Golightly in der Verfilmung seines Romans Frühstück bei Tiffany sehen. Letztendlich riet Marilyns Berater Lee Strasberg ihr davon ab, die Rolle einer Prostituierten zu spielen. So bekam schließlich Audrey Hepburn die Rolle und wurde durch sie endgültig zum Weltstar und zu einer zeitlosen Modeikone.

Wie auch Elizabeth Taylor nutzte Audrey in späteren Jahren ihren Ruhm, um sich für den guten Zweck zu engagieren. Als Sonderbotschafterin reiste sie für die UNICEF um den Globus und unterstützte die Projekte der Organisation. 

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