Einer der erfolgreichsten und beliebtesten Designer aller Zeiten ist Josef Frank. Dank der langen und engen Zusammenarbeit zwischen Estrid Ericsson, der Gründerin von Svenskt Tenn und dem österreichischen Designer, Professor und Architekten, sind unzählige Häuser sowohl in Schweden als auch im Ausland über mehr als drei Generationen von Josef Frank eingerichtet worden.

Als starker Befürworter der Formensprache des Funktionalismus interessierte er sich, nicht zuletzt während seiner Zeit in Wien als Architekt, und im Gegensatz zu vielen seiner zeitgenössischen Kollegen, immer mehr für Fragen der Bequemlichkeit, Muster und Farben.

Josef Frank sagte zum Beispiel einmal „das Zuhause darf nicht nur eine effektive Maschine sein. Es muss Bequemlichkeit, Entspannung und Heimgefühl bieten, was das Auge beruhigen und die Seele stimulieren kann. Es gibt keine puritanischen Prinzipien in gutem Einrichtungsdesign.

Josef Frank fing mit seiner Arbeit als Designer bei Svenskt Tenn schon 1933 an und wurde ein paar Jahre später der Chef-Designer des Unternehmens. In den 40er Jahren verließ Frank Schweden, um nicht dem gleichen Schicksal, wie viele seiner früheren Landsleute, zu begegnen. Er reiste nach New York, wo er unter anderem auch an der New School for Social Research 1942-44 unterrichtete, um 1946 dann nach Schweden zurückzukehren.

Zusammen mit der wahrhaftigen Ästhetin Estrid Ericson, entwarf Frank etwas einzigartiges. Ein vollkommen neues Einrichtungsideal, dass sowohl nackten Funktionalismus als auch die vielen farbenstarken Muster, die Schweden heute von Nord bis Süd tapezieren.

Das Archiv von Svenskt Tenn birgt heute mehr als 2000 Möbelskizzen und 160 textile Muster aus der Hand des Meisters. Über die Einrichtungsgegenstände hinaus hat Josef Frank Schwedens erste Wohnhäuser im Stil des Funktionalismus entworfen. Diese stehen in Falsterbo und sind heute genauso gefragt wie seine Möbel und Muster.