Ein Sprecher des Innenministeriums kommentiert das so: „Die Innenministerin war nicht konsultiert worden, hinsichtlich der Entscheidung, Mr. Ai ein Visum für einen Monat zu bewilligen. Nach einer erneuten Betrachtung des Falles hat sie die Vertreter des Innenministeriums angewiesen, ein volles Sechs-Monat-Visum auszustellen. Wir haben uns bei Herrn Ai schriftlich für diese Unannehmlichkeiten entschuldigt."

Berichten zufolge kam es zu der Ablehnung, da Weiwei in seinem Visumsantrag nicht angegeben hatte, dass er einmal strafrechtlich verurteilt worden war. 2011 war Weiwei festgenommen worden und saß auf Anordnung der chinesischen Regierung 81 Tage im Gefängnis – jedoch ohne jemals verurteilt worden zu sein.

Der Künstler wird im September nach Großbritannien reisen, um seine Einzelausstellung an der Royal Academy zu eröffnen.