Am 15. und 16. Februar ist es wieder soweit und das in Pforzheim beheimatete Auktionshaus Kiefer lädt zur Auktion. Wie immer erwartet den geneigten Bieter eine umfangreiche Auswahl an Kunst, Grafik, antiquarischen Büchern zu diversen Themengebieten, Handschriften, Antiquitäten und Fotografie. Insgesamt kommen fast 8000 Lose zum Aufruf.

Entdecken Sie im Folgenden einige Highlights der Kategorie Grafik, die eine interessante Auswahl internationaler Spitzenkünstler beinhaltet.

Spanien

Ein interessantes Werk kommt mit Makemono des katalanischen Künstlers Joan Miró zum Aufruf. Dabei handelt es sich um eine Farblithografie, die Miró auf Shandong Seide ausführte. Die Seidenbahn misst beeindruckende 41 x 970 cm und ist, gleich einer chinesischen Schriftrolle, auf zwei Holzstöcken aufgerollt. Zur Aufbewahrung der bedruckten Seidenrolle dient eine bemalte Schachtel aus Eichenholz. Das grafische Werk von ca. 1956 erschien in einer limitierten Auflage von nur 50 Exemplaren.

In einer Auflage von 90 Exemplaren erschien 1980 eine Suite mit 10 Originalfarblithografien von Antoni Tàpies, der wie Joan Miró in Barcelona geboren wurde. Sämtliche Blätter der Suite sind vom Künstler signiert sowie mit einer Nummerierung und einem Prägestempel versehen.

Mit Salvador Dalí ist ein weiterer katalanischer Künstler in der Auktion vertreten. Hier dürfen sich Sammler auf ein einzigartiges Luxus-Exemplar mit zwei Original-Kupferplatten der Dix recettes d'immortalité von 1973 freuen. Die 11 Blätter von Dalís erstem livre-objet sind sämtlich signiert und nummeriert. Verwahrt werden sie in einem Plexiglaskoffer mit bronzenen Beschlägen in Form von Spiegeleiern und einem Griff in Gestalt eines Telefonhörers.

Frankreich

Auch vom großen Marc Chagall hat es eine ganz besondere Farblithografie in die Auktion geschafft: die Arbeit Moses und die zehn Gebote diente als Komposition zur Ausstellung Chagall et la Bible, die im Sommer 1962 im Musée Rath in Genf stattgefunden hatte. Genauer gesagt handelt es sich um eines der wenigen Exemplare, die nicht beschriftet wurden. Lediglich eine Bleistiftsignatur des Künstlers ist in der unteren rechten Ecke zu finden.

Italien

Zwei absolute Highlights für jeden Opernfan stammen von Alessandro Sanquirico, dem bedeutendsten Bühnendekorateur der Mailänder Scala in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zum einen kommen acht Aquatintatafeln mit den Bühnenbildern, die Sanquirico für die Inszenierung von L'ultimo giorno di Pompei ("Der letzte Tag von Pompeji") von 1827 entworfen hatte, zum Aufruf. Nur wenige Exemplare dieser Sammlung erschienen im Handel. Noch seltener, nämlich einzigartig ist eine weitere Sammlung mit 62 Aquatintatafeln von 1827. Dargestellt sind hier die Bühnenbilder zu verschiedenen Opern, die meist an exotischen Orten wie Ägypten oder Griechenland angesiedelt waren. Durch Alessandro Sanquiricos Arbeit waren die Bühnenbilder in der Scala die besten ihrer Zeit.

Deutschland

Zu den frühesten Meistern der Grafik zählte eindeutig Albrecht Dürer. Nachdem er sich 1497 als selbstständiger Künstler in seiner Heimatstadt Nürnberg niedergelassen hatte, entstand ein Jahr später mit Die heimlich offenbarung iohannis sein erstes bedeutendes grafisches Werk. Aus der ersten lateinischen Ausgabe kommt im Auktionshaus Kiefer Die Eröffnung des fünften und sechsten Siegels. IV. Figur der "Apokalypse" zum Aufruf. Auch Dürers Zeitgenosse und Malerkollege Lucas Cranach d. Ä. betätigte sich als Druckgrafiker. Eine frühe Arbeit von seiner Hand liegt mit dem Holzschnitt Der heilige Christophorus vor.

Niederlande

Vom niederländischen Barockmeister Rembrandt, dessen Todestag sich 2019 zum 350. Mal jährt, sind rund 300 Radierungen überliefert, 80 der dazugehörenden Kupfertafeln haben die Zeiten überdauert. Im Auktionshaus Kiefer kommt ein zeitgenössischer Abzug der Arbeit Jesus unter den Schriftgelehrten zum Aufruf, der früher Teil der Sammlung des Nationalmuseums Stockholm gewesen ist.

Die Versteigerungen der kommenden Auktion bei Kiefer beginnen am 15. und 16. Februar jeweils um 11 Uhr. Die Ausstellung zur Auktion ist vom 11.-14. Februar jeweils von 11-18 Uhr geöffnet. Veranstaltungsort ist das Auktionshaus in der Steubenstraße 36 in Pforzheim.

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