Aus der Sammlung eines Uhrmacher-Meisters 

Die Auktion am 16. Mai um 15 Uhr umfasst Stücke der bedeutenden Sammlung eines Uhrmacher-Meisters. Ein herausragendes Exemplar ist hier eine astronomische Uhr von Breguet et Cie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Gehäuse besteht aus Eichenholz und ist mit vergoldeten Bronzeapplikationen verziert. Das Zifferblatt aus weißer Emaille zeigt sowohl römische Zahlen als auch arabische Ziffern. Das Planetarium aus eboniesiertem Holz zeigt neben einem Jahreskalender mit Monaten und Tagen u.a. auch die Tierkreiszeichen, die Mondphasen und das Planetensystem.

Zeichnungen Alter Meister

Am 17. Mai gehen die Versteigerungen ab 10 Uhr weiter. Zunächst stehen mehr als zweihundert Zeichnungen Alter Meister auf dem Programm. Hervorzuheben ist die ausdrucksstarke Arbeit des in Genua geborenen Malers Alessandro Magnasco, die einen büßenden Heiligen Zeigt. Magnasco, der hauptsächlich in Mailand tätig war, malte mit Vorliebe religiöse Szenen oder stellte Personen eines klerikalen Umfeldes dar. Alessandro Magnasco ist sowohl bei den Zeichnungen als auch bei den Gemälden Alter Meister vertreten.

Gemälde Alter Meister

Die Versteigerung mit Gemälden Alter Meister findet ebenfalls am 17. Mai (15 Uhr) statt. Hier sehen wir mit dem Selbstmord der Lucrezia Romana ein Werk des italienischen Barockmalers Guido Reni. Die Szene ist Teil des Gründungsmythos der Römischen Republik im 6. Jahrhundert v. Chr.: Die ehrbare Römerin Lucrezia wird vergewaltigt und begeht daraufhin Selbstmord. Der Täter war ein Mitglied des damals in Rom noch herrschenden etruskischen Herrschergeschlechts der Tarquinier. Die Tat führte zum Aufstand der Römer und der Gründung der Republik. Das Schicksal der Lucrezia wurde in vielen Malern und Literaten aufgegriffen, u.a. von Tizian und Dante Alighieri.

Silber für Sammler

Der dritte Auktionstag (18. Mai) erfreut uns schließlich mit Silber (15 Uhr) und Majolika (10 Uhr). Die Silberauktion beinhaltet großartige Stücke italienischer und europäischer Meister. Eine exzellente Kaffeekanne, deren Ausguss die Form eines Greifenkopfes aufweist, schuf der römische Silberschmied Guiseppe Spagna Ende des 18. Jahrhunderts im Stil des Klassizismus. Aus der Epoche des Jugendstils stammt ein bezaubernder Silberteller, der im Zentrum eine mystisch-maritime Szene mit einem Putto auf einem Fisch reitend zeigt. Das Bild ist teilweise vergoldet und mit Emaille verziert.

Majolika vom 15.-19. Jahrhundert 

Zu guter Letzt macht Cambi Casa d'Aste mit uns einen Ausflug zum traditionellen italienischen Kunsthandwerk der Majolika. Die Zeitspanne reicht hierbei von den Anfängen der italienischen Majolika, ein glasiertes Steinzeug arabischen Ursprungs, das über Spanien auf die Apenninhalbinsel gelangte, bis zur "Wiederentdeckung" im 19. Jahrhundert, nachdem die Majolika im Laufe des 18. Jahrhunderts starke Konkurrenz durch das Porzellan hinnehmen musste. In dieser Zeit wurde Majolika vor allem in der Region rund um Neapel gefertigt. Wie auch beim Porzellan wurden Blumendekore bevorzugt.

Insgesamt werden an den drei Auktionstagen mehr als 1000 herausragende Kunstobjekte versteigert, die vom 12. bis 15. Mai in der Ausstellung zur Auktion im Castello Mackenzie begutachtet werden können.

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