15. Jahrhundert - Archaische Majolika

Unser erstes Beispiel wurde nur mit einem schlichten Kreuz verziert. Jüngste Forschungen haben ergeben, dass es sich um ein Symbol des sagenumwobenen Ordens der Tempelritter handeln, der (angeblich) 1312 unter erheblicher Gewaltanwendung seitens der französischen Regierung aufgelöst worden war. Der Becher gehörte ursprünglich zur Ausstattung der Templerkirche San Michelino in Rimini.

Diesen Teller ziert ein Portrait des italienischen Dichters und Humanisten Angelo Poliziano, der in Diensten Lorenzos des Prächtigen von Medici stand.

16. Jahrhundert - Die Majolika der Renaissance

Die in schlichtem Weiß gehaltene Majolika-Skulptur des Andrea Contucci gen. Sansovino zeigt den Heiligen Bernhard von Clairvaux während ihm die Heilige Jungfrau und zwei Engel erschienen. Ihr Erschaffer arbeitet als Bildhauer hauptsächlich mit Marmor. Das Talent Sansovinos führten ihn bis an den portugiesischen Königshof sowie in den Vatikan.

Diese bemalte Vase erschuf der venezianische Meister Domenico Betti gemeinsam mit einem Schüler oder Mitarbeiter seiner Werkstatt. Während das Blumendekor und die Darstellung eines knienden Heiligen vom Meister selbst stammen, dürfte das Herrenportrait von anderer Hand hinzugefügt worden sein.

17. Jahrhundert - Keramik zwischen Manierismus und Barock

18. Jahrhundert - Die europäische Keramik

Dieser Mosaikboden aus polychrom bemalten und weißen Fliesen wurde in oder bei Neapel in der Mitte des 18. Jahrhunderts geschaffen. Das von Bernardino Gentili gemalte zentrale Bild zeigt die Heilige Susanna mit den beiden Alten. Der Mosaikboden war zur Zierde eines Brunnens geschaffen worden, wie es sie häufig in der Region gegeben hatte.

Zum Schluss haben wir hier einen Teller aus der 1744 gegründeten Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg. Als zentrales Motiv sehen wir ein mit der kaiserlichen Krone Russlands geschmücktes "A". Dieses dürfte auf Zar Alexander I. hindeuten, der Russland im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts regierte.

Die Versteigerung beginnt am 11. Mai um 18 Uhr an der Piazza Lovatelli in Rom. Dort kann auch die Ausstellung zur Auktion vom 5.-10. Mai besucht werden.

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