Die Bedeutung von Karl Schmidt-Rottluffs druckgrafischen Werk für die Entwicklung des Expressionismus in Deutschland, kommt vor allen in seinen Holzschnitten zum Ausdruck, von denen er die meisten in den Jahren zwischen 1905 und 1930 schuf.

1905 war ein wichtiges Jahr im künstlerischen Leben Schmidt-Rottluffs. Zusammen mit Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Fritz Bleyl, mit denen er Architektur an der Technischen Hochschule in Dresden studiert hatte, am 7. Juni die Künstlergruppe Brücke, die sich als wichtiger Wegbereiter für den Expressionismus in Deutschland hervortuen sollte. Bereits im November des Jahres kam es zur ersten Ausstellung mit Werken der Brücke-Künstler in Leipzig.

Ein großer Fan der Brücke und vor allem von Karl Schmidt-Rottluff war die Hamburger Kunsthistorikerin und Mäzenin Rosa Schapire (1874-1954). Sie wurde passives Mitglied der Vereinigung und mehrfach von Schmidt-Rottluff portraitiert.

Die Brücke löste sich bereits 1913 wieder auf. Schmidt-Rottluff schloss sich nun der Neuen Secession in Berlin an und arbeitete auch weiterhin mit Rosa Schapire zusammen. 1924 veröffentlichte Schapire einen Katalog mit den von Schmidt-Rottluff bis 1923 geschaffenen Drucken.

Die vier abgebildeten Holzschnitte Karl Schmidt-Rottluffs kommen am 22. Juni in der Auktion mit Moderner und Zeitgenössischer Kunst und Fotografie im Berliner Auktionshaus Jeschke Van Vliet zum Aufruf. Ebenfalls dabei sind Arbeiten von Otto Piene, Gerhard Richter, Andy Warhol, Bert Stern, Joseph Beuys, Antoni Tàpies und vielen anderen. Auch Schmidt-Rottluffs Brücke-Kollegen Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner sind mit von der Partie.

Beginn der Auktion ist um 15 Uhr in der Lehrter Straße 57 in Berlin. Dort können 650 Lose am 16. sowie vom 18.-21. Juni besichtigt werden.

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