Im 17. Jahrhundert fand in Europa ein Kulturwandel statt. Galt bis dato Italien mit seinem Geist der Renaissance als das Nonplusultra was Kunst betraf, übernahm nun Frankreich diese Vorreiterrolle. Mit dem Bau des Schlosses von Versailles, schuf Ludwig XIV. einen "Präzedenzfall" barocker Prachtentfaltung, der Nachahmer an allen europäischen Fürstenhöfen fand. Frankreich und alles Französische war von da an en vogue und sollte es bis ins 20. Jahrhundert hinein bleiben. Wer etwas auf sich hielt, sprach Französisch, die wichtigsten Impulse für Mode und Kunst entstanden in der französischen Hauptstadt Paris.

In Paris war es die vom Sonnenkönig 1648 gegründete Académie Royale de Peinture et de Sculpture, die bestimmte, was Kunst war. Ihr jährlich stattfindender Salon zog ein breites Publikum an. Zur Heimstatt für viele Künstler und ihre Ateliers wurde der Louvre, der damals teilweise noch kein Dach hatte. Im Zuge der Französischen Revolution wurde die Königliche Akademie geschlossen und durch die Académie des Beaux-Arts ersetzt, die es noch heute gibt.

Anders als in allen anderen Ländern Europas, wo die Monarchien trotz diverser Erschütterungen das ganze 19. Jahrhundert lang noch fest im Sattel saßen, herrschte in Frankreich und vor allem in Paris eine weitaus liberalere Stimmung, die Künstler aus vielen Ländern anzog - freiwillig oder als Exilanten. Diverse Monarchien und Republiken wechselten einander fortlaufend ab, bis sich 1871 endgültig die Republik als Staatsform in Frankreich durchsetzte.

Doch nicht nur Künstler und politisch Verfolgte kamen nach Paris. Durch die Industrielle Revolution, die sich in Paris in mehreren Weltausstellungen selbst ein Denkmal setzte, zog es viele Arbeiter in die Hauptstadt, die mit ihrem noch mittelalterlichen Straßensystem eine unübersichtliche Millionenmetropole war. Kaiser Napoleon III. ließ in den 1850/60er Jahren umfassende Umbaumaßnahmen durch den damaligen Stadtpräfekten Georges-Eugène Haussmann vornehmen. Es entstand das noch heute existierende Straßenbild mit breiten Boulevards und den mehrstöckigen eleganten Wohngebäuden des wohlhabenden Bürgertums.

Das Leben im inneren Stadtbereich von Paris wurde immer teurer. Die vielen armen Künstler konnten sich ein Leben dort schon bald nicht mehr leisten und zogen in die damaligen Randbezirke. Vor allem der Montmartre wurde zum unwiderstehlichen Anziehungspunkt der Bohème. Pierre-Auguste Renoir und Henri de Toulouse-Lautrec waren hier ebenso zuhause wie Maurice Utrillo, Georges Braque, Amedeo Modigliani oder Pablo Picasso.

Heute versammeln sich die Straßenkünstler auf dem Montmartre. Auf der Place du Tertre können sich die zahllosen Touristen in einer Karikatur verewigen lassen oder eine Stadtansicht von Paris als Andenken erwerben.

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