Maud Earl wurde 1864 in eine Londoner Tiermalerfamilie hineingeboren. Maud entschied sich, der Tradition zu folgen und ließ sich in London an der Royal Female School of Art ausbilden. Bereits im Alter von 20 Jahren durfte sie ihre Arbeiten in der Royal Academy ausstellen. Später wurden sie auch im Pariser Salon gezeigt.

Maud Earl war eine hervorragende Hundemalerin, die im Laufe ihrer Karriere rund 50 verschiedene Hunderassen auf die Leinwand zauberte. Sie wurde zu einer gefragten Vertreterin ihres Genres, die sogar die Hundeliebhaberinnen Queen Victoria und deren Schwiegertochter Alexandra von Dänemark zu ihrem erlesenen Kundenkreis zählen durfte. Während des Ersten Weltkriegs ging sie nach New York, in dessen feiner Gesellschaft sie an ihre früheren Erfolge anknüpfen konnte.

Links: Queen Victoria mit ihrem Collie Sharp | Foto via avictorian.com Rechts: Alexandra Princess of Wales mit einem ihrer Hunde | Foto via mimimatthews.com Links: Queen Victoria mit ihrem Collie Sharp | Foto via avictorian.com Rechts: Alexandra Princess of Wales mit einem ihrer Hunde | Foto via mimimatthews.com

Maud Earls Malstil wechselte mehrfach im Laufe ihrer Karriere. Waren ihre Hundebilder zunächst realistische Tierdarstellungen, führte sie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem loseren Duktus aus. Mit dem Wechsel in die USA spielten neben Hunden auch exotische Vögel eine bedeutende Rolle in ihrem Œuvre. In den 1930er Jahren griff sie die plakativen Elemente des Art déco auf.

Das in der Auktion vorliegende Gemälde entstand 1917 in den Vereinigten Staaten und war viele Jahre Teil der Sammlung der US-amerikanischen Unternehmerin, Tierschützerin und Kunstsammlerin Doris Duke.

Neben Gemälden und Grafik umfasst die Septemberauktion viele weitere Kategorien. Ein schönes Stück Art déco wird mit dem folgenden Toilettentisch in der Möbel-Kategorie versteigert. Der Tisch mit halbrundem Spiegel wurde in den 1930er Jahren in Frankreich angefertigt.

Sehr interessant ist unter den Objekten afrikanischen Volkskunst ein Balafon der Mossi aus Burkina Faso. Die Xylophon ähnlichen Musikinstrumente sind traditionell mit Kalebassen, also ausgehalten und getrockneten Flaschenkürbissen, als Resonanzkörper ausgestattet.

Unter den Armbanduhren der Auktion sticht das automatische Modell Drive von Cartier hervor, dessen Gehäuse aus 18-karätigem Roségold gefertigt wurde. Unter dem vielen schönen Schmuckstücken der Auktion bezaubern drei Gelbgoldbroschen in Form von Schmetterlingen, die mit Rubinen, Saphiren oder Smaragden besetzt sind und unter jeweils mit einer eigenen Losnummer aufgerufen werden.

Schmetterlingsbroschen aus GG mit Diamanten und Saphiren, Rubinen oder Smaragden Schmetterlingsbroschen aus GG mit Diamanten und Saphiren, Rubinen oder Smaragden

Beenden wollen wir diesen Auktionsüberblick so wie wir ihn begonnen haben: mit einer kunstschaffenden Dame. In diesem Fall betreten wir die Welt der Fotografie. Zu den bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen weltweit zählt Annie Leibovitz, die vor allem für ihre spannenden Portraitaufnahmen von Hollywoodstars bekannt ist. Auch bei Durán Subastas ist sie mit solchen vertreten.

Es handelt sich um zwei zusammenhängende Gruppenaufnahmen, die sie 1995 für Vanity Fair geschaffen hat. Abgebildet sind die Stars der in den 1950-70er Jahren populären Westernserien, die für das Foto noch einmal in ihre Rollen schlüpften. Die Aufnahmen entstanden in einer Saloonkulisse in den Warner Bros. Studios in Burbank, Kalifornien.

Die Septemberauktion von Durán Arte y Subastas findet am 27. September ab 18 hr (Ortszeit) in Madrid statt.

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