Am 29. Mai findet die Auktion 1050 ab 14.30 Uhr mit historischer, klassischer und zeitgenössische Photographie u.a. mit Werken von Diane Arbus, Sally Mann, Wim Wenders oder Henri Cartier-Bresson, statt.

P1050_352368 Diane Arbus, Puerto Rican Woman with a Beauty Mark, NYC. 1965
Gelatinesilberabzug auf Agfa-Papier 1969 von Neil Selkirk. 36,7 x 36,6 cm (50,3 x 40,4 cm). Rückseitig mit Nachlassstempel, darin von Doon Arbus mit Filzstift signiert, datiert, betitelt und nummeriert. Exemplar 42/75. Schätzpreis: 10 000 - 15 000 EUR.

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P1050_352313 Wim Wenders, Ohne Titel (aus der Serie: Written in the West). 1983
12 Dye Transfer-Prints 1989. Jeweils 33,5 x 42 cm (50,8 x 60,4 cm). Jeweils im unteren Bildrand rechts mit Filzstift signiert, datiert und nummeriert. Exemplar 7/15 (+ 5 A.P.) Schätzpreis: 10 000 - 12 000 EUR.

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Moderne Kunst

Um 18 Uhr beginnt dann die Auktion 1051 mit moderner Kunst, darunter ein ganz besonderes Doppel-Highlight von Alexej von Jawlensky: "Garten am Bauernhaus" aus dem Jahr 1907, sowie das auf Verso neuentdeckte "Mädchenbildnis" von 1910.

jaw Alexej von Jawlensky. Garten am Bauernhaus. Verso: Mädchenbildnis. Um 1907 bzw. um 1910. Öl auf Karton, doppelseitig bemalt, die Rückseite als Hochformat, 53,5 x 64,5 cm bzw. 64,5 x 53,5 cm, Vorderseitig unten rechts blau signiert 'A. Jawlensky', Gerahmt. Schätzpreis 450 000 - 500 000 EUR

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Weiterhin können sich Liebhaber moderner Kunst auch auf das Werk "Badende Knaben" von Max Liebermann aus dem Jahr 1899 freuen.

lieb Max Liebermann. Badende Knaben, um 1899. Öl auf Malkarton. 33 x 41 cm, Gerahmt, Unten rechts mit dem schwarzen Signaturstempel vom Nachlass versehen 'MLiebermann', Die untere linke Ecke fachmännisch angesetzt, mit kleinem schmalen Farbausbruch. Schätzpreis 110 000 - 120 000 EUR.

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Zeitgenössische Kunst

Am 30. Mai geht es dann um 11.30 Uhr mit der Auktion 1052 zu zeitgenössischer Kunst und Photographie weiter, in der Werke weltberühmter, zeitgenössischer Künstler, wie James Turrell, Nam June Paik, Fabrizio Plessi und vielen mehr, versteigert werden. Die Installationen lassen sich am besten darüber begreifen, dass man sie entweder live erlebt oder sich ein Video zur Arbeit ansieht. Per Klick auf die Bilder kommen Sie zur Webseite von Lempertz, wo Sie Videos zu den jeweiligen Arbeiten finden. Es lohnt sich!

turell still Bild: James Turrell "Paluka", 1992. Videostill aus Video von Lempertz.

Sehen Sie sich hier das Video zum Werk "Paluka" auf der Seite von Lempertz an!

James Turrell. Paluka, 1992, Perceptual Cell: Lackiertes Holz, Kuppel aus opakem Fiberglas, Neonröhren, Stroboskop, 260 x 150 x 150 cm. Schätzpreis 70 000 - 90 000 EUR

In dieser eigentümlichen Kabine kann eine Person zur Zeit das sogenannte ‚behind-the eyes-seeing' erleben. Über Regler steuert man Farbintensität, Farbmischungsgrad und Stroboskopfrequenz. Die Augen können in dieser Kuppel auf keine Begrenzung, Oberfläche oder Form fokussieren, womit man das Gefühl hat ins Leere zu blicken. Die gewohnten Regeln der Wahrnehmung werden hinterfragt und jeder Kabinennutzer hat persönliche Assoziationen mit den wahrgenommenen Farben, wodurch nicht vorherbestimmt ist, wie das Werk auf den Betrachter wirkt.

Seit 1991 arbeitete Turrell an der Werkserie „Perceptual Cells", die sich in die Untergruppen „Operating Rooms", „Telephone Booths" gliedert. Die Arbeit „Paluka" aus dem 1992 gehört zur letzteren Kategorie und ist eines seiner frühesten Werke dieser Art. In einer Vielzahl weiterer, teils interdisziplinär angelegter Arbeiten hat Turrell kontinuierlich die menschliche Wahrnehmung erforscht.

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plessi Bild: Fabrizio Plessi "La Stanza del Mare", 1990. Videostill aus Video von Lempertz.

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Fabrizio Plessi. La Stanza Del Mare, 1990. Videoskulptur: 5 Eisenschränke, 10 Monitore und Holz auf Rollen Je 260 x 160 x 60 cm (Gesamtmaß 260 x 800 x 60 cm). Mit 2 Videorecordern und 2 bespielten Kassetten. Die fünf Eisenschränke können sowohl als Gruppe als auch einzeln ersteigert werden. Schätzpreis 120 000 EUR

"La Stanza del Mare" kann mit "Meeresraum" oder "Zimmer des Meeres" übersetzt werden. Fünf Eisenschränke gleicher Art sind aneinander gereiht. In den Monitoren im oberen Bereich der Schränke sieht man Aufnahmen des Meeres und der Brandung, das eindringliche Rauschen füllt den Raum. Querlatten unterschiedlicher Farbe und Qualität, welche die Kunsthistorikerin und Galeristin Dorothea van der Koelen an Treibholz erinnern, sind dort angebracht, wo einst Schranktüren gewesen sein müssen. Die Latten verdecken die Monitore partiell.

Die unterschiedliche Beschaffenheit des Holzes fördert den impressionistischen und taktilen Charakter des Werkes: "Eben jene Hölzer sind es, die hier nun eine Barriere aufbauen, als wollten sie das Meer beschützen vor den Augen der Betrachter, vor den Besuchern der Strände, vor den Zerstörern der Schönheit der Natur. Diese Schränke - hier als Raum bezeichnet - sind zu verstehen als eine Hymne an das Meer, eine Liebeserklärung an das Wasser."

Fabrizio Plessis Videokunst wird seit 1968 vom Element Wasser bestimmt. Seine Videoskulpturen und –installationen sind von raumgreifendem Charakter und vereinen opponierende Materialien. Dadurch entstehen beeindruckende, visuell und inhaltlich reizvolle Werke. In der vorliegenden Arbeit wurden Naturmaterialien und technische Geräte in Verbindung gesetzt.

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paik still Bild: Nam June Paik "Temple Guards", 1993. Videostill aus Video von Lempertz.

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Nam June Paik, Temple Guards, 1993. 2 vergoldete Holzskulpturen auf Holzsockeln, rückseitig mit Akrylfarbe bemalt, 2 Monitore, Kamera auf Stativ, Video auf DVD, DVD-Player, Höhe der Figuren inkl. Sockel je ca. 167,5 cm. Monitore 40,5 x 51 x 43,5 cm, Beide Skulpturen rückseitig signiert 'PAIK' (eine zweifach) und datiert '93'. Schätzpreis 300 000 - 400 000 EUR

Die Skulpturen aus Burma, wohl aus dem 20. Jahrhundert, sind in ihren Merkmalen nicht strikt regional zuzuordnen, anders als wertvolle alte Exemplare. Die Arbeit soll bei Thomas Wegner entstanden sein und viele der Videobänder in Nam June Paiks Arbeiten wurden von Paul Garrin zusammengestellt.

Die Videobänder und die Installation weisen nicht in allen Arbeiten Paiks einen inhaltlichen Zusammenhang auf, da Bildmaterial teils für mehrere Arbeiten verwendet wurde. Tongebend ist einzig, dass die gezeigten Bilder nicht an der Figur aufgenommen wurden, an der sie gezeigt werden. Kamera und Abspielgeräte sind nicht immer original, was in Paiks Arbeiten aber nicht wichtig ist, da er einen konzeptionell offenen Ansatz wählt, um unterschiedliche Zugangs- und Interpretationsmöglichkeiten zu ermöglichen.

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Asiatische, afrikanische und ozeanische Kunst

Im Juni findet dann die Auktion 1053 statt, die sich im ersten Teil am 3. und 5. Juni auf asiatische Kunst konzentriert; aufgeteilt in einen Schwerpunkt auf China am 3. Juni und einen Schwerpunkt auf Japan am 5. Juni. Die Auktion ist in zwei bis drei Blöcke pro Tag gegliedert. Im 2. und letzten Teil, am 12. Juni ab 14 Uhr, liegt der Fokus dann auf afrikanischer und ozeanischer Kunst.

Hier finden Sie sämtliche Lose der kommenden Auktion bei Lempertz!

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