Zu Beginn des Ersten Weltkrieges versorgte Nevinson französische Soldaten, als er in der Friends’ Ambulance Unit, einer freiwilligen medizinischen Ambulanz, diente. Seine Erfahrungen mit den Verwundeten bewirkte bei ihm einen produktiven Effekt, da er sie zum Thema seiner Arbeiten machte, die er im Stil des Futurismus und Kubismus ausführte.

1917 wurde Nevinson offiziell zu einem Künstler des Krieges ernannt, eine Position, die er trotz mancher Kontroverse behalten sollte. Zu jener Zeit veränderte sich sein moderner Stil zu einem realistischeren.

CHRISTOPHER RICHARD WYNNE NEVINSON - Paths of Glory, 1917 CHRISTOPHER RICHARD WYNNE NEVINSON - Paths of Glory, 1917

Sein Werk Paths of Glory (Pfade des Ruhms) zeigt zwei gefallene britische Soldaten auf realistische und schockierende Weise. Sie liegen in einem Feld voller Schlamm und sind mit Stacheldraht bedeckt. Nevinson wurde mitgeteilt, dass dieses Werk nicht bei der Kriegsausstellung, für die er ein Gemälde anfertigen sollte, gezeigt werden würde. In dem Versuch, seiner Heimatnation zu zeigen, was mit Soldaten in ganz Europa geschah, zeigte Nevinson das Bild mit einer darüber angebrachten Hinweistafel, auf der „Zensiert“ geschrieben stand.

Später in jenem Jahr begann Nevinson, trotz einiger Streitigkeiten, im Auftrag des British War Memorials Committee, an der Hall of Remembrance zu arbeiten. Als ein weiterer Rückschlag für sein Oeuvre wurde dieses großformatige Kunstwerk nie errichtet.

CHRISTOPHER RICHARD WYNNE NEVINSON - The Road from Arras to Bapaume, 1918 Schätzpreis: 50.000-70.000 GBP (ca. 58.340-81.676 EUR) CHRISTOPHER RICHARD WYNNE NEVINSON - The Road from Arras to Bapaume, 1918
Schätzpreis: 50.000-70.000 GBP (ca. 58.340-81.676 EUR)

In dem selben turbulenten Jahr, schuf Nevinson The Road from Arras to Bapaume, eine gespenstische Darstellung jener nordfranzösischen Straße. Das Werk wurde erstmals im März 1918 in den Leicester Galleries in London ausgestellt.

Die sanften Hügel erwecken den Eindruck einer friedlichen britischen Landschaft, wogegen die einzelne Straße, die vom Aussichtspunkt des Lagers in Arras gezeigt wird, direkt an die Front führt und so an die Schrecken des Krieges erinnert. Die Baumstümpfe und der Stacheldraht sind Zeugen der Verwüstung die der Krieg hinterlässt.

Das Werk wird am 5. Dezember im Zuge der Fine Editions and Works on Paper-Auktion von Forum Auctions versteigert. Dort sind ebenfalls Arbeiten folgender Künstler vertreten: Pablo Picasso, Joan Miró, Marc Chagall, René Magritte, Georges Braque, Keith Haring, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat, Patrick Caulfield, Richard Hamilton, Damien Hirst und Bridget Riley.

Die Ausstellung zur Auktion kann ab dem 1. Dezember im Westbury Hotel besucht werden.

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