Am Rande dieser berühmten Fotografie ist folgende Inschrift zu lesen: "Death comes suddenly to a soldier - Spanish War" ("Der Tod kommt unerwartet zu einem Soldaten - Spanischer Krieg"). Zu jener Zeit war Robert Capa für die Black Star-Agentur unterwegs. Die Fotografie wurde auf Seite 19 des LIFE Magazines vom 12. Juli 1937 veröffentlicht.

Die Fotografie Robert Papas im LIFE Magazine Die Fotografie Robert Papas im LIFE Magazine

Kaum bekannt ist jedoch, dass das Foto bereits im September 1936 in der 447. Ausgabe des französischen Wochenmagazins Vu erschienen war. Das Bild wurde massenhaft übernommen und mit den unterschiedlichsten Titeln versehen: "Loyaler Soldat", "Fallender Soldat", "Loyaler Milizsoldat" oder "Tod eines Soldaten". Die Aufnahme gilt heute als eine der wichtigsten Kriegsfotografien des 20. Jahrhunderts.

Als Robert Capa das berühmte Foto machte, kauerte er Seite an Seite mit Soldaten der republikanischen Armee in einem Schützengraben. Als er den Auslöser drückte, hielt er die Kamera über seinen Kopf und schoss so ohne hinzusehen eines der berühmtesten Fotos der Welt, das zudem zum Emblem des antifaschistischen Kampfes in Spanien wird. Es ist eine Aufnahme voller Dramatik und Dynamik, das den plötzlichen Tod des Soldaten mit all dem Schrecken einfängt, den Kriege verursachen.

Dieses Foto von Robert Capa vom 13. Juli 1943 zeigt die Ruinen der Stadt Agrigent auf Sizilien. Begleitet wird es von folgender Notiz: "Während der Kampflärm aufhört, kommen die Bewohner der besetzten Stadt Agrigent aus dem Versteck. Sie gehen durch die Trümmer der zerbombten Gebäude, die die Straße füllen, und kehren in die Stadt zurück, um ihre siegreichen Befreier willkommen zu heißen". Eine Kopie dieses Fotos ist in den Sammlungen des Manhattan International Photography Center (ICP) und in den Archiven der internationalen Fotoagentur Magnum Photo zu finden.

ROBERT CAPA (1913-1954) - Treating German soldier, Bastogne, 1945 ROBERT CAPA (1913-1954) - Treating German soldier, Bastogne, 1945

Diese Fotografie mit dem Stempel des Acme News Service wurde am 18. August 1944 aufgenommen und kurz darauf, am 4. September 1944, im LIFE-Magazin veröffentlicht. Unter den verschiedenen Anmerkungen auf der Rückseite entziffern wir: "Die Kollaborateurin wird von ihren Mitbürgern begleitet, Chartres, Frankreich. Unter dem Spott der Anwohner wurde eine Kollaborateurin aus ihrem Haus gerissen, nachdem ihr die Haare abrasiert worden waren. Die kahlgeschorene Frau trägt ein deutsches Baby." Dem feministische Blickwinkel der heutigen Zeit liefert die Aufnahme jede Menge Diskussionsbedarf.

Auch diese Aufnahme Robert Capas eines schneebedeckten Feldes wurde im Januar 1945 im LIFE-Magazin veröffentlicht. Die Beschreibung lautet: "Ein amerikanischer Soldat nähert sich vorsichtig über ein schneebedecktes Feld der Stelle, an der ein Nazi-Kämpfer liegt. Er hält seine Waffe hoch und kann sie jederzeit benutzen, bis er weiß, ob der Mann lebt oder tot ist."

"Als die Alliierte First Airborne Army auf der Ostseite des Rheins landet ... Zwei Bilder der First Allied Airborne Men, die von Segelflugzeugen auf dem Ostufer des Rheins transportiert werden, unmittelbar nach der Landung sind Segelflugzeuge mit ihren Ladungen zu sehen, mehr Truppen."

Hier ist ein Foto vom "D-Day" bzw. von der Landung in der Normandie (6. Juni 1944), aufgenommen kurz nach jener berühmten Landung, als Soldaten unter Schüssen die sandige Küste erklimmen. Das Foto wurde in der Ausgabe des britischen Fotojournalismus-Magazins Picture Post vom 14. Juni 1944 veröffentlicht. Die Rückseite ist mit roten und schwarzen Bleistiftanmerkungen neben dem internationalen Nachrichtenstempel beschriftet. Außerdem ist Presseausschnitt beigefügt, der an einen anderen Kampf in der Normandie erinnert, der erst 26 Jahre zuvor während des Ersten Weltkriegs stattfand.

Robert Capa, der 1954 selbst zum Kriegsopfer wurde, als er für eine Fotodokumentation des Ersten Indochinakrieges nach Vietnam reiste und dort von einer Landmine getötet wurde, war einer der größten Kriegsreporter, dem wir wichtige Dokumente verdanken, mit denen er die harten Bedingungen an der Front sowie den Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges für die Nachwelt festhielt.

Die Fotografien von Robert Capa werden am 27. Juni bei Be-Hold versteigert. Insgesamt kommen 119 Lose mit Aufnehmen bekannter Fotografen und Fotokünstler in der Auktion zum Aufruf.

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