Karnevalsbräuche gehen vermutlich auf antike Feste, die Verkleidungen und ausgelassene Feiern umfassten, zurück. Seit dem Mittelalter sind Fastnachtsbräuche in der Zeit vor der Fastenzeit belegt. Im heute noch als Karnevalshochburg bekannten Köln wurden die Feiern wegen zu häufiger Exzesse des öfteren verboten, was sich jedoch nie lange durchsetzen konnte.

Zum Synonym des Karnevals wurde im 18. Jahrhundert die Lagunenstadt Venedig. Gefühlt wurde hier das ganze Jahr über ein Kostüm, das meistens aus einer Maske oder Halbmaske, Umhang und Dreispitz bestand, getragen. Diese Art sich zu verkleiden wurden an den Adelshöfen in ganz Europa zur Faschingszeit übernommen.

Giovanni Domenico Tiepolo - Karnevalsszene oder Das Menuett, 1754-55 Abb. via. venicethefuture.com Giovanni Domenico Tiepolo - Karnevalsszene oder Das Menuett, 1754-55
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Antoine Watteau - Der galante Harlekin, um 1716 Abb. via zeno.org Antoine Watteau - Der galante Harlekin, um 1716
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Der Karneval, auch bekannt als die Fünfte Jahreszeit, versetzt durch seine - oftmals weinselige - Anonymität in absolute Party- und Flirtlaune. Dass dies auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts nicht anders war, zeigt uns Antoine Watteau mit seinem Galanten Harlekin. 

Paul Cézanne - Pierrot & Harlequin, 1888 Abb. via zeno.org Paul Cézanne - Pierrot & Harlequin, 1888
Abb. via zeno.org

Karneval wird vor allem in traditionell katholischen Gegenden gefeiert, wo die Fastenzeit noch ein fester Teil des christlichen Kalenders ist. Durch die Reformation gingen viele Fastenbräuche in den protestantischen Gebieten verloren. Ausnahmen finden sich in der Schweiz. Dort ist Basel eine bekannte Karnevalshochburg. Hier beginnt der Karneval übrigens erst am Aschermittwoch.

Pieter Bruegel d. Ä. - Der Kampf zwischen Karneval und Fasten, 1559 Abb. via wikipedia.org Pieter Bruegel d. Ä. - Der Kampf zwischen Karneval und Fasten, 1559
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Für die anderen Narren heißt es am Aschermittwoch jedoch Abschied nehmen von der lustigsten Zeit des Jahres. Wehmütig werden die letzten Kopfschmerztabletten eingeworfen und die Wecker auf den 11.11. um 11.11 Uhr gestellt.

Carl Spitzweg - Aschermittwoch, 1855-60 Abb. via malerei-meisterwerke.de Carl Spitzweg - Aschermittwoch, 1855-60
Abb. via malerei-meisterwerke.de

Soweit wollen wir aber heute noch gar nicht denken! Stattdessen noch ein Hinweis in eigener Sache:

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