Die Vorbesichtigungen zu den Auktionen der Auktionswoche beginnen am 8. Oktober und enden am jeweiligen Auktionstag. Die Kategorie "Juwelen" darf bereits seit dem 1. Oktober bewundert werden.

Sehen Sie nun im Folgenden einige unserer Highlights aus den Versteigerungen im Oktober, vor allem aus der Auktionswoche. Nähere Informationen zu den Objekten erhalten Sie durch das Anklicken der Abbildungen oder der Links in den Bildunterschriften.

18. Oktober, 17 Uhr - Alte Meister

Tintoretto hat auf diesem Gemälde den biblischen Kampf zwischen den Philistern und den Israeliten dargestellt. Die bekanntesten Teilnehmer dieser Schlacht befinden sich am rechten Bildrand: Der junge David und der bereits bewusstlose Riese Goliath. Die übrigen Kämpfer werden als Jäger und Gejagte gezeigt. Im Hintergrund sind Dromedare und Elefanten zu erkennen, die auf den orientalischen Schauplatz des dramatischen Geschehens verweisen sollen.

JACOPO TINTORETTO (Venedig 1519–1594) - Die Schlacht zwischen Philistern und Israeliten, Öl/Leinwand, 146 x 230,7 cm, gerahmt Schätzpreis: 300.000-400.000 EUR JACOPO TINTORETTO (Venedig 1519–1594) - Die Schlacht zwischen Philistern und Israeliten, Öl/Leinwand, 146 x 230,7 cm, gerahmt
Schätzwert: 300.000-400.000 EUR

Jan Brueghel d. Ä. malte diese Hafenszene während seines Italienaufenthaltes um 1590. Die Kupfertafel, auf die das Gemälde so meisterhaft aufgebracht wurde, ließ sich der Maler aus Antwerpen liefern. Dies ist durch die Handmarke der Stadt auf der Rückseite belegt, die aussagt, dass die notwendige Ausfuhrsteuer bezahlt worden ist.

JAN BRUEGHEL I (Brüssel 1568–1625 Antwerpen) - Belebte Hafenszene auf der Schelde vor Antwerpen, Öl/Kupfer, 38 x 52 cm, gerahmt Schätzpreis: 250.000-350.000 EUR JAN BRUEGHEL I (Brüssel 1568–1625 Antwerpen) - Belebte Hafenszene auf der Schelde vor Antwerpen, Öl/Kupfer, 38 x 52 cm, gerahmt
Schätzwert: 250.000-350.000 EUR

Selbst ein großer Meister wie Peter Paul Rubens kann ein Bewunderer der Arbeiten anderen großer Künstler sein. In dem vorliegenden Werk kopierte er Tizians Grablegung Christi, die er während eines Italienaufenthaltes ab 1600 mit eigenen Augen gesehen hat. Ausgeführt hat er das Gemälde wohl erst nach seiner Rückkehr nach Antwerpen 1608, da die Eichenholztafel, die ihm als Bildträger diente, nicht vor 1606 gefällt sein worden kann, wie eine dendrochronologische Untersuchung ergeben hat.

PETER PAUL RUBENS (Siegen 1577–1640 Antwerpen) - Grablegung Christi, Öl/Holz, 74,5 x 106 cm, gerahmt Schätzpreis: 200.000-300.000 EUR PETER PAUL RUBENS (Siegen 1577–1640 Antwerpen) - Grablegung Christi, Öl/Holz, 74,5 x 106 cm, gerahmt
Schätzwert: 200.000-300.000 EUR

Isaac Soreau wurde gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Peter von seinem Vater, dem Stilllebenmaler Daniel Soreau, in der Malerei unterrichtet. Dieses bislang unpublizierte Werk Soreaus ist eine von drei Fassungen des gleichen Motivs. Ein auf allen drei Versionen wiederkehrendes Motiv ist die blaue Porzellankumme, die sich am linken Bildrand befindet, zu finden. Sie dürfte ein wertvolles Objekt aus dem Besitz des Künstlers gewesen sein. Da Soreaus Werke meist unsigniert sind, sind solche Details sehr wichtig für die Zuordnung der Gemälde zu ihrem Schöpfer.

ISAAC SOREAU ((tätig in Hanau zwischen 1620 und 1638) - Früchte- und Blumenstillleben mit Weintrauben in einem Weidenkorb und Brombeeren in einer Porzellankumme, rechts Tulpen in einer Glasvase, Öl/Holz, 60 x 83 cm, gerahmt Schätzwert: 200.000-300.000 EUR ISAAC SOREAU ((tätig in Hanau zwischen 1620 und 1638) - Früchte- und Blumenstillleben mit Weintrauben in einem Weidenkorb und Brombeeren in einer Porzellankumme, rechts Tulpen in einer Glasvase, Öl/Holz, 60 x 83 cm, gerahmt
Schätzwert: 200.000-300.000 EUR

19. Oktober, 14 Uhr - Antiquitäten 

Die Antiquitäten-Auktion umfasst Möbel, Skulpturen, Glas und Porzellan von oft musealer Qualität. Das folgende Objekt verfügt in jedem Fall darüber. Das prachtvolle Deckelvasen-Paar wurde im 19. Jahrhundert in der Porzellanmanufaktur Meißen angefertigt. Als Vorlage diente ein Modell J. J. Kändlers von ca. 1760, welches für das vorliegende Los weiterentwickelt worden war. Die äußerst filigrane Ausführung verfügt über feinste Schneeballblüten sowie eine durchbrochen gearbeitete Struktur in der unteren Mitte, in der sich jeweils ein Vogel befindet. Solche "Vogelbauervasen" wurden in Meißen ab 1727 hergestellt. Das Schneeballblütendekor wurde erstmals 1739 verwendet. Vasen dieser Art waren äußerst kostspielig und lediglich an den Fürstenhöfen Europas zu finden.

MEISSEN - Paar Pracht-Deckelvasen mit Vogelkäfig und Schneeballblüten, H: 80 cm, 2. Hälfte 19. Jh., Modell von Johann Joachim Kändler um 1760 Schätzpreis: 240.000-300.000 EUR MEISSEN - Paar Pracht-Deckelvasen mit Vogelkäfig und Schneeballblüten, H: 80 cm, 2. Hälfte 19. Jh., Modell von Johann Joachim Kändler um 1760
Schätzwert: 240.000-300.000 EUR

20. Oktober, 14 Uhr - Juwelen

In der Juwelen-Auktion funkeln die einzelnen Lose um die Wette. Bieten Sie mit auf über 200 prachtvolle Pretiosen, die mit den unterschiedlichsten Steinen besetzt sind...

Links: Diamant im Birnenschliff (5,44 ct) mit Kette und Anhängerfassung aus Weißgold Schätzwert: 130.000-200.000 EUR Rechts: BULGARI - Platinring mit Diamant im Navetteschliff in Fancy Intense Yellowish Orange Natural (2,79 ct) sowie weitere weiße Diamanten im Trapez- und Brillantschliff (zus. ca. 2,20 ct) Schätzwert: 70.000-100.000 EUR Links: Diamant im Birnenschliff (5,44 ct) mit Kette und Anhängerfassung aus Weißgold
Schätzwert: 130.000-200.000 EUR
Rechts: BULGARI - Platinring mit Diamant im Navetteschliff in Fancy Intense Yellowish Orange Natural (2,79 ct) sowie weitere weiße Diamanten im Trapez- und Brillantschliff (zus. ca. 2,20 ct)
Schätzwert: 70.000-100.000 EUR

...oder stellen Sie sich ein ganzes Schmuckensemble zusammen, wie dieses Set aus Brillanten und Rubinen, das in vier Einzellosen versteigert wird.

Weißgold-Schmuck mit Brillanten und Rubinen Collier: Brillanten zus. ca. 22 ct, Rubine zus. ca.45 ct Schätzwert: 45.000-65.000 EUR Armband: Brillanten zus. ca. 15 ct, Rubine zus. ca.57 ct Schätzwert: 55.000-75.000 EUR Ohrclipsgehänge: Brillanten zus. ca. 10,40 ct, Rubine zus. ca. 20 ct Schätzwert: 28.000-38.000 EUR Ring: Brillanten zus. ca. 2 ct, Rubine zus. ca. 4,45 ct Schätzwert: 6.000-8.000 EUR Weißgold-Schmuck mit Brillanten und Rubinen
Collier: Brillanten zus. ca. 22 ct, Rubine zus. ca.45 ct
Schätzwert: 45.000-65.000 EUR
Armband: Brillanten zus. ca. 15 ct, Rubine zus. ca.57 ct
Schätzwert: 55.000-75.000 EUR
Ohrclipsgehänge: Brillanten zus. ca. 10,40 ct, Rubine zus. ca. 20 ct
Schätzwert: 28.000-38.000 EUR
Ring: Brillanten zus. ca. 2 ct, Rubine zus. ca. 4,45 ct
Schätzwert: 6.000-8.000 EUR

20. Oktober, 17 Uhr - Gemälde des 19. Jahrhunderts

Nachdem die Nibelungen-Sage im 18. Jahrhundert wiederentdeckt worden war, erhielt der preußische König Friedrich II. eine überarbeitete Fassung. Der vollkommen dem Geist der Aufklärung verschriebene, rational denkende Monarch hielt das Ganze jedoch für ausgemachten Blödsinn und nicht wert, in seine persönliche Bibliothek aufgenommen zu werden. Das 19. Jahrhundert mit seinem nationalstaatlichen Denken sowie romantischen und historisierenden Tendenzen hatte da eine gänzlich andere Auffassung, welche ihren musikalischen Höhepunkt in Richard Wagners Opernzyklus über die Nibelungen fand. Der Maler Hans Makart, der Wagners Musik bewunderte, hatte die unten abgebildete "Versenkung des Nibelungenhortes" wohl als Deckengemälde konzipiert.

HANS MAKART (Salzburg 1840–1884 Wien) - Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein, Öl/Lwd., 129 x 235,5 cm, um 1882/84 Schätzwert: 80.000-100.000 EUR HANS MAKART (Salzburg 1840–1884 Wien) - Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein, Öl/Lwd., 129 x 235,5 cm, um 1882/84
Schätzwert: 80.000-100.000 EUR

Der im damals russischen Vitebsk geborene Maler Leon Schulman Gaspard lebte und studierte von 1900 bis 1916 in Paris. 1908 heiratete er die amerikanische Balletttänzerin Evelyn Adell. Ihre Hochzeitsreise verbrachte das frischgepackene Ehepaar auf dem Pferderücken. Zwei Jahre reisten sie so durch Sibirien. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges, in dessen Verlauf Gaspard verwundet worden war, zogen er und seine Frau nach New York und dann nach Taos in New Mexico, wo sie ihre endgültige Heimat fanden. Dennoch unternahmen sie auch weiterhin Reisen: 1921 ging es gemeinsam nach Japan. Von dort aus startete Gaspard alleine in ein mehrjähriges Abenteuer, das ihn - wieder auf dem Pferderücken - durch die Mongolei führte. All diese Reisen sowie seine alte und seine neue Heimat inspirierten Gaspard für seine Werke. Er stellte bevorzugt die einfache Landbevölkerung dar, meist in großen Ansammlungen. Das Gemälde in der Auktion gehört zu der Gruppe von Gaspards "Kirmes-Bildern", die zwischen 1911 und 1915 entstanden waren.

LEON SCHULMAN GASPARD (Vitebsk 1882–1964 Taos ) - “La Fin de la Kermesse” (Am Ende der Kirmes), Öl/Lwd./Karton, 28 x 46,5 cm, gerahmt, bezeichnet, 1911 Schätzwert: 45.000-60.000 EUR LEON SCHULMAN GASPARD (Vitebsk 1882–1964 Taos ) - “La Fin de la Kermesse” (Am Ende der Kirmes), Öl/Lwd./Karton, 28 x 46,5 cm, gerahmt, bezeichnet, 1911
Schätzwert: 45.000-60.000 EUR

Wer sich jetzt fragen mag, wie er standesgemäß zu einer solch hochkarätigen Auktionswoche gelangen könnte, dem sei die Versteigerung von Klassischen Fahrzeugen, die das Dorotheum am 15. Oktober um 16 Uhr im Rahmen der Classic Expo Salzburg veranstaltet besonders ans Herz gelegt. 49 elegante oder sportliche Classic Cars kommen unter den Hammer. Selbstverständlich können Sie diese auch vor der Auktion in Augenschein nehmen: Am 14. Oktober von 10 bis 18 Uhr sowie am 15. Oktober von 9 bis 16 Uhr. Den Stand des Dorotheas finden Sie in Halle 9 auf dem Messegelände.

MERCEDES BENZ - 300 SL Roadster - 1958 Schätzwert: 950.000-1.250.000 EUR MERCEDES BENZ - 300 SL Roadster - 1958
Schätzwert: 950.000-1.250.000 EUR

MERCEDES BENZ - 300 S Cabriolet - 1953 Schätzwert: 550.000-700.000 EUR MERCEDES BENZ - 300 S Cabriolet - 1953
Schätzwert: 550.000-700.000 EUR

In der Auktion The Fragile Power of Glass, die das Dorotheum am 20. Oktober im Restaurant Soho in Prag abhält, wird uns vor Augen geführt, wie vielseitig das Material Glas ist. 62 Skulpturen zeitgenössischer Glaskünstler aus der Tschechischen Republik und weiterer osteuropäischer Staaten werden ab 19 Uhr versteigert. Besichtigt werden können die Objekte vom 8. bis 20. Oktober.

RYBÁK JAROMÍR (Pilsen 1952) - Topasglas, in Form gegossen, 51 x 90 x 18.5 cm, signiert und datiert, 2003 Schätzwert: 22.500 EUR RYBÁK JAROMÍR (Pilsen 1952) - Topasglas, in Form gegossen, 51 x 90 x 18.5 cm, signiert und datiert, 2003
Schätzwert: 22.500 EUR

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