25. Juni, 14 Uhr - Fashion & Vintage

"Best of the 90's" könnte das Motto der Fashion & Vintage-Auktion lauten, bei der hauptsächlich Mode und Accessoires jenes Jahrzehnts von Versace, Hermès, Chanel und Co. unter den Hammer kommen. Zum Aufruf kommen auch tolle Einzelstücke, wie dieses Bustier aus der Frühlingskollektion 1991 von Atelier Versace. Das mit Pailletten handbestickte Bustier ist von Gustav Klimts Potrait der Adele Bloch-Bauer inspiriert - ein wunderschönes Beispiel, wie Kunst und Haute Couture zusammen funktionieren.

Den Rock aus goldfarbener Spitze kreierte Gianni Versace ein Jahr später. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde er im Hotel Ritz, wo Supermodel Linda Evangelista in ihm den Laufsteg entlang schritt.

Am 27. Juni stehen Schmuck (13:30 Uhr) sowie Armband- und Taschenuhren (17 Uhr) in Kollers Auktionskalender. Während wir uns in der einen Auktion von schönen Stücken mit Diamanten und Farbsteinen verzaubern lassen, bestechen in der anderen seltene Zeitanzeiger, wie eine Kalender-Mondphasen Automatikuhr mit Two tone-Zifferblatt, die um 1950 von Rolex hergestellt wurde.

28. Juni, 10 Uhr - Design

Die Designauktion glänzt mit den großen Namen des 20. Jahrhunderts, wie Ettore Sottsass, Alvar Aalto, Pierre Jeanneret, Ray & Charles Eames und vielen anderen, die mit ihren einzigartigen Entwürfen Möbel, Keramik, Teppiche und Lampen vertreten sind. Auch auf vielfältige Glaskreationen aus Murano darf fleißig mitgeboten werden.

Nur eines von vielen interessanten Stücken der Auktion ist das Organic Brass Cabinet des niederländischen Designers Werner Neumann. Der Autodidakt Neumann begann 2007 mit der Kreation von Möbelstücken, die auf Birkenrinde basieren. Durch die Verformung des Materials während des Produktionsprozesses ist der Designer in der Lage, außergewöhnliche Stücke mit organischem Aussehen zu schaffen.

28. Juni, 14 Uhr - Photographie

Ein interessantes Los für Sammler historischer Aufnahmen kommt in der Fotografie-Auktion zum Aufruf: Eine Daguerreotypie von 1850, die von einem Pionier dieses Verfahrens, Jean-Gabriel Eynard stammt. Eynard, von Beruf eigentlich Politiker und Finanzier, beschäftigte sich Mitte des 19. Jahrhunderts eingehend mit der Daguerreotypie. Die vorliegende Aufnahme ist das Dokument eines Zusammentreffens von Eynard und seiner Frau mit der Bankiersfamilie Delessert am 19. Juli 1850. Von Eynard sind etwa 200 Daguerreotypien erhalten.

29. Juni, 10 Uhr - Art Déco & Art Nouveau

Feinstes Kunsthandwerk, das mit ausgesuchten Materialien und innovativen Dekorationen besticht, ist in der Auktion mit Objekten des Jugendstils und des Art déco der Auktion zu finden. Zu dem Highlights gehören die Glasarbeiten der berühmten Manufakturen von Émile Gallé, René Lalique oder den Brüdern Daum in Nancy.

Letzte schufen um 1900 eine überaus bezaubernde Stilvase aus hellblauem geätzten Glas, das eine Landschaft in Schwarzlotmalerei sowie Herbstlaub in Rostrot und Gold ziert. Ein nahezu realistisches Erlebnis erzeugen drei am Flaschenhals applizierte Wassertropfen aus Glas.

29. Juni, 14 Uhr - Schweizer Kunst

Bei einem so bedeutenden Auktionsreigen verzichtet ein Schweizer Auktionshaus natürlich nicht auf eine eigene Auktion für Schweizer Kunst, in der die Creme de la creme vertreten ist. Zum Aufruf kommen Landschaften, Portraits und Genreszenen von Albert Anker, Ernst Biéler, Ferdinand Hodler, Varlin, Hans Erni, Cuno Amiet, Robert Zünd, Clara Porges oder den Cousins Augusto und Giovanni Giacometti.

GIOVANNI GIACOMETTI (1868 Stampa - 1933 Glion) - La lettrice (Die Leserin), Öl/Lwd., monogrammiert, signiert und datiert, 1912

GIOVANNI GIACOMETTI (1868 Stampa - 1933 Glion) - La lettrice (Die Leserin), Öl/Lwd., monogrammiert, signiert und datiert, 1912

Vom letzterem stammt La lettrice (Die Lesende), von der der Künstler insgesamt drei Varianten geschaffen hat. Während der Verbleib der ersten Version unbekannt ist und die dritte vor zwei Jahren ebenfalls bei Koller erfolgreich versteigert wurde, kommt nun die zwei Version zum Aufruf. Giovanni Giacometti nähert sich in diesem Bild stark den französischen Fauvisten an, wie im Folgenden zu erkennen ist.

29. Juni, 16 Uhr - Impressionismus & Klassische Moderne

KEES VAN DONGEN (1877 Delfshaven b. Rotterdam - 1968 Monte Carlo) Links: Portrait de femme, Öl/Lwd., um 1913 Rechts: Rouge et Jaune (L’Egyptienne), Öl/Lwd., betitelt und signiert, 1910/11 KEES VAN DONGEN (1877 Delfshaven b. Rotterdam - 1968 Monte Carlo)
Links: Portrait de femme, Öl/Lwd., um 1913 Rechts: Rouge et Jaune (L’Egyptienne), Öl/Lwd., betitelt und signiert, 1910/11

In kräftigen Farben, die er großzügig platzierte, hielt der großartige Kees van Dongen die Damen der Pariser Welt und Halbwelt (Danseuse, o. Abb.) in seinen Werken fest. Dongen lebte seit 1899 in Paris, wo er sich den Fauvisten und deren unerschrockener Malweise anschloss. Ebenso unerschrocken halten van Dongens Frauenportraits jedem Blick mit ihren großen mandelförmigen Augen stand. So auch L'Egyptienne, die er während einer Orientreise 1910/20 malte und vor einem für ihn typischen intensivroten Hintergrund mit gelbem Schleier in Szene setzte.

In zurückhaltenden Farben, hat Kees van Dongen zwei Bilder aus seiner niederländischen Heimat ausgeführt. In seinem Heimatort Delfshaven zogen ihn 1907 die Frachtkähne im Hafen in ihren Bann. Fünf Jahre später hielt er vermutlich seine Tochter Dolly während eines Urlaubsaufenthaltes im Strandort Scheveningen auf einem Esel reitend fest.

Neben den fünf Werken Kees van Dongens in der Impressionismus & Klassische Moderne-Auktion, die alle aus einer Privatsammlung in der Westschweiz stammen, kommt die Lithografie Le carrousel et le fiacre von 1950 einen Tag später in der Auktion "Grafik & Multiples" zum Aufruf.

Weitere große Namen des Impressionismus und der Moderne, die bei Koller versteigert werden, sind Pierre-Auguste Renoir, Wilhelm Lembruck, Pierre Bonnard, Fernand Lager und Ernst Ludwig Kirchner, der u.a. mit einer hochinteressanten Obstschale vertreten ist.

30. Juni, 10:30 Uhr - Grafik & Multiples

Die meist portraitierte Frau in Pablo Picassos an Frauenportraits nicht mangelndem Œuvre ist Jacqueline Roque, seine zweite Ehefrau und letzte große Muse. Insgesamt hat der große Künstler des 20. Jahrhunderts mehr als 400 Portraits von Jaqueline geschaffen: Als Gemälde, Druckgrafik oder auf seinen Keramikarbeiten. Die vorliegende Lithografie Femme au corsage à fleurs von 1957/58 gehört zu den bedeutendsten Jacqueline-Portraits Picassos. Zur selben Zeit entstand Jacqueline de profil (Buste de femme au corsage blanc), das ebenfalls bei Koller versteigert wird.

Den Abschluss der Auktionen bildet am 30. Juni um 14 Uhr der Post War & Contemporary-Verkauf, der Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern wie Tony Cragg, Theodoros Stamos, H.R. Giger, Niki de Saint Phalle, Mark Tobey, Georg Baselitz, Mario Schifano und John Chamberlain zum Aufruf kommen.

Die Ausstellung zu den 10 Auktionen kann vom 16.-24. Juni täglich im Zürcher Auktionshaus Koller besucht werden.

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