Rund 2500 Lose versteigert das Schweizer Auktionshaus Zofingen vom 22.-24. November. Die drei Tage dauernde Auktion umfasst ein breitgefächertes Angebot mit Kunst, Uhren, Schmuck, Asiatika und Kunstgewerbe. Mit Preisen zwischen 100 und 50.000 CHF dürfe dabei jeder Kunstfreund und Sammler schöner Dinge fündig werden.

Das Top-Los der Auktion ist eine Landschaft des Schweizer Malers Robert Zünd, die, in ein warmes, goldenes Licht getaucht, beinahe ein namibisches Flair ausstrahlt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine hervorragende Wiedergabe einer Landschaft bei Luzern mit weidenden Kühen und schemenhaften Bergen im Hintergrund. Zünd hatte sich lange Zeit eingehend mit den europäischen Landschaftsmalern des Barock beschäftigt, um schließlich zu seinem eigenen, oftmals fast fotorealistischen Stil zu finden, mit dem er die Umgebung seines Wohnortes Luzern festhielt.

Mit einem Paar Reiterstudien ist auch der spanische Maler Francisco Goya in der Auktion vertreten. Die beiden Gegenstücke sind unsigniert und nicht datiert, dürften aber vermutlich aus einer frühen Schaffensphase des Künstlers stammen, betrachtet man die noch recht Barock anmutende Kleidung der beiden Kavaliere.

Barock ist auch das Stichwort, das uns zu dem niederländischen Maler Godfried Schalcken führt. Schalcken war von 1662-65 in der Leidener Werkstatt von Gerrit Dou tätig, wo er die damals beliebte Feinmalerei erlernte. Auch übernahm er einen bevorzugten Bildausschnitt seines Meisters, das sogenannte "Nischen-Gemälde", das Schalcken in dem vorliegenden Werk von 1689 ebenfalls wählte.

Der Schweizer Künstler Matias Spescha besuchte 1954 Kurse an der Académie de la Grande Chaumière in Paris, was eine Art Wende in seinem Schaffen bedeutete. Hatte er sich davor mit Landschaften und figürlichen Motiven im Stil der Klassischen Moderne beschäftigt, wechselte er nun zu Abstraktem Expressionismus und Informel und schließlich zur Minimal Art, die sein Werk ab den 1970er Jahren prägte.

Das Werk Salvador Dalís ist eindeutig vom Surrealismus geprägt, den er wiederum nachhaltig prägte, wie kaum ein anderer Künstler dieser Bewegung. Nachdem er sich 50 Jahre mit dem Surrealismus beschäftigt hatte, fasste Dalí diese Periode in einem Mappenwerk mit zwölf Kaltnadelradierungen auf Rives-Bütten zusammen.

Vom Architekten und Designer Le Corbusier liegt in der Auktion eine Zeichnung vor, die zu den Entwürfen zu Chandigarh gehört. Chandighar ist eine Planstadt im nordindischen Punjab, für deren Gestaltung Le Corbusier ab 1951 verantwortlich war. Die Zeichnung zeigt auch das berühmte Open Hand Monument Le Corbusiers, das das Wahrzeichen der Stadt ist.

Le Corbusiers "Open-Hand-Monument" in Chandigarh | Foto via chandigarhx.com Le Corbusiers "Open-Hand-Monument" in Chandigarh | Foto via chandigarhx.com

Die rund 300 Lose der Schmuckofferte umfassen Ringe, Ketten, Armbänder, Broschen und Ohrringe unterschiedlicher Epochen. Aus dem Hause Cartier stammt eine interessante Vintage-Brosche von 1989, die die Form eines Blumenkorbes hat. Zusammengefügt wurde sie aus Gelbgold, Onyx, Spahircabochons, Diamanten und geschnitztem Chalcedon.

Ebenfalls über grünes Schnitzwerk verfügt ein Weißgoldanhänger mit Diamanten und Onyx im Stil des Art déco. Der grüne Eyecatcher besteht in diesem Fall jedoch aus Jade, in dessen Oberfläche die Gestalt eines Äffchens geschnitten wurde.

Der fernöstlich anmutende Jadeanhänger leitete zur Kategorie "Asiatika" über. Hier ist besonders eine Vase aus grauem Steinzeug hervorzuheben, deren Lotus-Dekor ganz dem Stil ihrer Herkunft, den Brennöfen von Cizhou entspricht. Cizhou war das Zentrum der chinesischen Keramikherstellung während der Song-Dynastie (960-1279). Laut eines Gutachtens stammt die vorliegende Vase aus dem 13. Jahrhundert.

Weitaus jünger, nämlich aus dem frühen 20. Jahrhundert, ist eine japanische Tischlampe aus Bronze und Messing in Gestalt eines Oni. Die Oni galten im japanischen Buddhismus ursprünglich als Bewahrer vor dem Bösen, wurden aber schließlich als Verursacher desselbigen betrachtet.

Zurück in Europa möchten wir Ihnen schließlich noch ein Kaffee- und Teeservice im Stil des Art déco der belgischen Firma Wolfers Frères vorstellen. Das silberne Ensemble ist teilvergoldete und verfügt über Griffe und Deckelknäufe aus Edelholz.

Die Versteigerung findet vom 22.-24. November im Auktionshaus in der Klösterligasse 4 in Zofingen statt. Beginn ist am ersten Auktionstag um 17 Uhr, an den beiden folgenden jeweils um 9 Uhr. Die Ausstellung zur Auktion ist am selben Ort vom 10.-18. November geöffnet.

Entdecken Sie den aktuellen Katalog des Auktionshauses Zofingen hier bei Barnebys.

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