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Die Seifenoper um das Meisterwerk der Renaissance geht in die nächste Runde. Neue Hinweise deuten darauf hin, dass es beinahe fünf Jahrzehnte in Louisiana verbracht haben soll. Angeblich soll sich das Gemälde einer in Baton Rouge lebenden Familie verbracht haben, die nicht wusste, dass sie es mit einem echten Leonardo da Vinci zu tun hatte.

Lesen Sie hier mehr über die kürzlich aufgekommenen Zweifel an Leonardo da Vincis Urheberschaft.

Doch auch über den Weg, der das Gemälde in den Besitz der Familie führte, ist nichts bekannt. Familienoberhaupt in Baton Rouge, Basil Clovis Hendry Sr., Leiter eines Unternehmens für Blechverarbeitung, gab an, er hätte das Gemälde nach dem Tod seiner Tante Minnie Stanfill Kuntz bekommen, die "oft Europa bereiste", wo sie und ihr Mann regelmäßig Kunst und Antiquitäten erworben hätten.

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2005 kauften die Kunsthändler und Experten für Alte Meister, Robert Simon und Alexander Parrish, das Werk bei einer Auktion in New Orleans für weniger als 10.000 USD.

Hendrys Tochter, Susan Hendry Tureau, eine pensionierte 70-jährige Technikerin, erfuhr erst im September, dass die Arbeit als ein Werk von Leonardo da Vincis Hand beurteilt worden war. Sie äußerte sich, dass ihr Vater das Werk aufgrund der zahlreichen Restaurierungen, die es im Laufe der Jahrhunderte erfahren hatte, für nichts besonderes hielt.

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Den Spuren des Ehepaares Kuntz folgend, konnte das Wall Street Journal ermitteln, dass es im Sommer 1958 von einer Europareise nach Amerika zurückkehrte, jenem Zeitraum, in dem Salvator Mundi am 25. Juni bei Sotheby's in London als eine Arbeit der da Vinci-Schule für 45 Pfund Sterling versteigert worden war. In den Archiven des Auktionshauses ist vermerkt, dass das Gemälde an die "Kuntz Private Collection USA " ging.

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Der Ursprung von Salvator Mundi fasziniert nach wie vor Enthusiasten, Forscher und Experten, weist aber noch immer viele dunkle Flecken auf.

Was über die Herkunft des Werkes bekannt ist und wie es nach 2005 weiterging, können Sie hier nachlesen. 

Einer der Käufer von 2005, Robert Simon, ist von den jüngsten Entwicklungen nicht überrascht, war ihm der Name Kuntz durchaus bekannt. Eine Klausel des Kaufvertrages verpflichtete ihn jedoch zum Stillschweigen. Hinsichtlich der noch weiter zurückliegenden Herkunftsgeschichte von Salvator Mundi erklärt Simon: "wenn wir all die Texte berücksichtigen, die über die Werke da Vincis - von denen uns die meisten seit Jahrhunderten bekannt sind - im Umlauf sind, ist es unvermeidlich, dass auch zu diesem Werk, das wir erst seit Kurzem kennen, weitere Informationen zutage kommen werden, die über die vielen Geheimnisse Salvator Mundis Auskunft geben werden."

Ein Geheimnis haben die Recherchen des Wall Street Journals jedenfalls gelöst: Wie Salvator Mundi von London nach Louisiana gelangt war.

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