BERTHE MORISOT - Femme et enfant au balcon, 1872 Abb.: Christie's BERTHE MORISOT - Femme et enfant au balcon, 1872
Abb.: Christie's

Die Unternehmerin und Philanthropin Barbara Lambrecht engagiert sich seit vielen Jahren als Förderin der Kunst und hat in dieser Zeit eine beeindruckende Privatsammlung mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts zusammengetragen. Nun lässt sie vom Auktionshaus Christie's 43 Werke versteigern, darunter Gemälde von Berthe Morisot, Auguste Renoir, Claude Monet und Pablo Picasso. Der Erlös aus der Auktion soll der Rubens Preis-Sammlung des Siegener Museums für Gegenwartskunst zugute kommen, welche Lambrecht unterstützt und finanziert.

Am 28. Februar kamen die ersten 13 Werke unter den Hammer. Spitzenreiter war das Gemälde Femme et enfant au balcon der französischen Impressionistin Berthe Morisot (1841-1895), das für 4.085.000 GBP versteigert wurde. Das Bild, das in typischer Morisot-Manier eine Mutter mit ihrem Kind darstellt sowie einen Blick über Paris gewährt, war zuvor auf 1.500.000-2.000.000 GBP geschätzt worden.

BERTHE MORISOT - Femme en noir, 1875 Abb.: Christie's BERTHE MORISOT - Femme en noir, 1875
Abb.: Christie's

Eine weitere Arbeit Morisots, Femme en noir, wechselte für 2.045.000 GBP den Besitzer. Der Schätzpreis hierfür lag bei 600.000-800.000 GBP. Ebenso erfreulich waren die Ergebnisse für Claude Monets (1840-1926) Les Bords de la Seine au Petit-Gennevilliers (Ergebnis: 3.525.000 GBP, Schätzpreis: 2.000.000-3.000.000 GBP) sowie Les deux anges des niederländischen Fauvisten Kees van Dongen (1877-1968), das seinen Preis nach einer Schätzung von 400.000-600.000 GBP auf 989.000 GBP steigerte.

CLAUDE MONET - Les Bords de la Seine au Petit-Gennevilliers, 1874 Abb. Christie's CLAUDE MONET - Les Bords de la Seine au Petit-Gennevilliers, 1874
Abb. Christie's

KEES VAN DONGEN - Les deux anges, 1907-09 Abb.: Christie's KEES VAN DONGEN - Les deux anges, 1907-09
Abb.: Christie's

Insgesamt brachten es die 13 Werke aus der Lambrecht-Sammlung auf fast 16 Millionen Britische Pfund. Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Rubenspreis-Sammlung.

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