Molly Longlegs, Whistlejacket, Pumpkin und Gimcrack - bei George Stubbs standen sie alle Modell: Die Stars der Rennbahn im England des 18. Jahrhunderts.

Pferderennen haben in England eine lange Tradition. Das Rennen in Newmarket ist seit dem Mittelalter belegt. Am Ende des 17. Jahrhundert entwickelte sich das Galopprennen in England zum "Sport der Könige". Der wohlhabende Adel begann Rennpferde zu züchten und professionelle Jockeys einzustellen, die mit den Pferden an den Start gingen.

Von besonderer Bedeutung für den Rennsport in England war die Entwicklung des Englischen Vollblutes. Um erstklassige Pferde zu züchten, wurden einheimische Stuten mit importierten arabischen Hengsten gekreuzt. Als die Stammväter des heutigen Englischen Vollblutes gelten Byerly Turk (um 1680-1706), Darley Arabian (* um 1700) und vor allem Godolphin Arabian (um 1724-1753), auch Godolphin Barb genannt.

Die stolzen Rennpferdezüchter ließen ihre erfolgreichen Pferde in Farbe verewigen. Der bekannteste Pferdeportraitist war und ist noch immer George Stubbs, der unzählige Gemälde dieser Art, manchmal direkt an der Rennbahn, schuf. Stubbs malte jedoch nicht nur Pferde und Tiere im Allgemeinen. Er war auch ein hervorragender Anatom, sowohl des menschlichen Körpers als auch des Equus ferus caballus. 1766 erschien sein Werk The Anatomy of the Horse. Da er keinen Kupferstecher fand, der seine Zeichnungen für das Buch umsetzen wollte, brachte er sich die Technik kurzerhand selbst bei, wie er auch sein übriges Können und Wissen autodidaktisch erlernt hatte.

GEORGE STUBBS - Self Portrait on a Grey Hunter, 1782 Abb.: wikimedia.org GEORGE STUBBS - Self Portrait on a Grey Hunter, 1782
Abb.: wikimedia.org

In der Auktion bei Hampel kommt George Stubbs Portrait eines Herren zu Pferd von 1781 zum Aufruf. Da das Werk in weiten Teilen mit dem ein Jahr später entstandenen Selbstbildnis George Stubbs' übereinstimmt, wird vermutet, dass es sich auch hierbei um ein Selbstportrait handelt.

George Stubbs Werk kommt bei Hampel am 7. Dezember in der Auktion mit Gemälden des 15.-18. Jahrhunderts zum Aufruf. Weitere Auktionen an diesem Tag widmen sich der Malerei vom 19. Jahrhundert bis heute, Möbeln, Skulpturen, Kunsthandwerk und Juwelen. In der letzten Auktion des Tages werden Fossilien, Meteoriten, Saurier und Kuriositäten versteigert.

Am zweiten Auktionstag heißt es dann "Stadtmaus und Feldmaus". Zum einen kommen Objekte aus der Auflösung eines Landsitzes zum Aufruf, zum anderen das Empire-Interieur einer Münchner Stadtwohnung. Den Abschluss der Auktionen bildet wie immer die Kategorie Hampel Living mit allerhand Dekorativem zu moderaten Preisen.

Die Ausstellung zu den Auktionen kann vom 2. bis 6. Dezember im Auktionshaus in München besucht werden.

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