Die Auktionswoche umfasst vier großartige Auktionen: Alte Meister (25. April, 17 Uhr), Antiquitäten (26. April, 14 Uhr), Juwelen (27. April, 14 Uhr) sowie Gemälde des 19. Jahrhunderts (27. April, 17 Uhr).

Angeführt wird die Kunstparade von einem Gemälde der Kaiserin Elisabeth von Österreich, die zum Zeitpunkt des Entstehens des Bildes allerdings noch Herzogin in Bayern war. Hoch zu Ross sieht man die 15-jährige Prinzessin vor der Kulisse des Schlosses Possenhofen am Starnberger See, den man im Hintergrund nebst einem Gebirgszug erkennen kann.

Der österreichische Kaiser Franz Joseph I. erhielt das Portrait von seiner schüchternen Verlobten zu Weihnachten 1853 geschenkt. Im August desselben Jahres hatten er und Elisabeth "Sisi" sich in Bad Ischl, wo sie sich anlässlich Franz Josephs Geburtstag eingefunden hatten, verlobt.

Das Gemälde befand sich bis zum Tod Franz Josephs 1916 in dessen Besitz. Danach ging es an seine Erben aus dem Hause Habsburg über, die es nun im Zuge der Auktionswoche im Dorotheum versteigern lassen. Weitere interessante Informationen zu diesem einzigartigen Los enthält das folgende Video.

Wie auch seine beiden Geschwister Carl Franz und Katharina widmete der österreichische Maler Franz Xaver Gruber sein künstlerisches Talent dem Genre der Blumenmalerei. Sein Großes Distelstillleben mit Mohnblumen und Schmetterlingen wurde zu einem großen Erfolg bei der Pariser Weltausstellung von 1855, brachte ihm aber auch den Beinamen Distelgruber ein.

Maarten de Vos greift mit seinem Wettstreit zwischen den Musen und den Pieriden eine Episode der griechischen Mythologie auf, die der römische Dichter Ovid in seinen Metamorphosen beschrieb. Die dargestellten Musikinstrumente weisen daraufhin, dass es sich um einen Wettstreit im Gesang handelt. Diesen konnten die göttlichen Musen letztendlich für sich entscheiden.

Apollonio di Giovannis monumentales Werk zeigt die Schlacht zwischen Gaus Julius Caesar und Gnaeus Pompeius Magnus während des Römischen Bürgerkrieges (49-45 v. Chr.), den Caesar für sich entscheiden konnte und sich zum Diktator auf Lebenszeit ernennen ließ, wovon er bekanntermaßen nicht lange etwas hatte.

Der Bildträger der Schlachtenszene war ursprünglich Teil einer Cassone gewesen, einer Mitgifttruhe, die im Italien der Renaissance ein Statussymbol darstellte.

Sowohl bei den Altern Meistern als auch bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts finden sich in der Auktionswoche zahlreiche Ansichten Venedigs. Vom italienischen Meister des 18. Jahrhunderts Francesco Guardi, der selbst ein Sohn der Lagunenstadt war, stammt der folgende Blick auf den Markusplatz, den er mit seiner typischen freien Pinselführung festhielt.

Einer anderen Kirche Venedigs widmet sich der Düsseldorfer Landschaftsmaler Oswald Achenbach 100 Jahre später: Santa Maria della Salute an der Einfahrt zum Canal Grande. Die barocke Kirche war im 17. Jahrhundert als Dank für die Erlösung von der Pest, bei der ein Drittel der Bevölkerung Venedigs gestorben war, errichtet worden und diente nach ihrer Fertigstellung viele Male als Motiv für manchen Vedutenmaler.

Einen interessanten Blickwinkel wählte Carlo Canelli für seine Ansicht des Markusplatzes. Maler und Betrachter gleichermaßen können das Geschehen auf dem Platz von einer Position unter den Kolonnaden des Dogenpalastes aus beobachten. Diese Art der Darstellung ist in der Vedutenmalerei Venedigs absolut einzigartig und machen das Gemälde zum Hauptwerk Canellis.

In der Kategorie "Antiquitäten" freuen wir uns neben Möbeln, Skulpturen und Glas besonders über die Erzeugnisse der Porzellanmanufaktur Meissen. Unter diesen kommen auch die beiden folgenden prachtvollen Deckelvasen zum Aufruf. Beide wurden im 19. Jahrhundert angefertigt, gehen aber auf Modelle zurück, die der Meißner Meister Johann Joachim Kändler um 1740 bzw. 1760 entworfen hatte.

Abgerundet wird das Angebot der Auktionswoche durch eine im wahrsten Sinne des Wortes reiche Schmuckofferte. Einen kleinen Einblick in die dargebotene Pracht mit Colliers, Armreifen, Ohrringen und Broschen geben die drei nachfolgend abgebildeten Ringe. Jeder von ihnen ist mit exzellenten Steinen besetzt und mit hoher Qualität gefertigt worden.

Die Vorbesichtiungen finden bis zum jeweiligen Auktionstag im Palais Dorotheum statt.

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