Die Versteigerungen der Auktionssaison 2017 begannen im Hause Wannenes am 7. und 8. März mit Keramik, Möbeln, Skulpturen und Kunsthandwerk sowie den Gemälden Alter Meister und des 19. Jahrhunderts. Der Prozentsatz der verkauften Lose lag bei 74,1%, die geschätzten Preise wurden mit 159% des Wertes eindeutig übertroffen. Insgesamt brachten die beiden Auktionstage 1.976.664 Euro ein. Im Folgenden haben wir für Sie die Highlights einmal zusammengefasst. Die Bilder dazu finden Sie oben in der Galerie.

Los ging es am 7. März mit Porzellan und Majolika. Besonders hervorzuheben ist dabei eine weibliche Statuette aus Biskuitporzellan, die Ende des 18. Jahrhunderts in Neapel angefertigt worden war (Los 10). Als Modell für die Figur dürften die antiken Fresken aus den vom Vesuv 79 n. Chr. zerstörten römischen Städten gedient haben. Geschätzt wurde die Statuette auf 1.400-1.600 Euro, erzielt hat sie schließlich 2.480 Euro. Auch ein Apothekergefäß aus Caltagirone wurden sehr erfolgreich versteigert (Los 233). Das Majolika-Objekt war vor der Auktion auf 300-600 Euro geschätzt worden, am Ende wechselte es für 1.860 Euro den Besitzer. Schöne Ergebnisse brachten auch zwei Erzeugnisse aus Glas von Gallé. Zum einen eine Lampe mit Vogelmotiv (Los 223, Schätzpreis: 1.200-1.400 Euro), die 1.736 Euro einbrachte sowie eine Vase (Los 23, Schätzpreis: 1.000-1.200 Euro), die einem Bieter 1.364 Euro wert war.

Weitere Highlights fanden sich auch in der Kategorie Möbel und Innenausstattung. So waren zwei Kaminverkleidungen aus weißem Marmor zuvor auf jeweils 3.000-4.000 Euro geschätzt worden. Ihr Endergebnis lag dann aber bei erstaunlichen 55.800 Euro (Los 117) und 80.600 Euro (Los 118). Eine Tischplatte mit dreidimensionalem Muster (Los 126), die mit 10.000-15.000 Euro an den Start gegangen war, erreichte ihr Ziel bei 27.280 Euro. Genauso erfolgreich verlief die Auktion für ein bezauberndes Bureau aus Veilchenholz des 18. Jahrhunderts (Los 159), das auf 20.000-30.000 Euro geschätzt worden war und nun für 24.800 Euro seinen neuen Besitzer erfreut.

Das absolute Highlight der Gemäldeauktion am 8. März war die Auffindung des Mose von Valerio Castello aus dem 17. Jahrhundert (Los 749). Geschätzt auf 200.000-300.000 Euro, erzielte es stolze 322.400 Euro. Einen großen Preisanstieg erlebte die Auferstehung Christi von Federico Zuccari (Los 719), das mit 3.000-5.000 Euro eher moderat eingestuft worden war. Einem Bieter war es dann aber doch 47.120 Euro wert. Das Werk San Giovanni Battista e donatrice eines lombardischen Künstlers des 15. Jahrhundert (Los 553, Schätzpreis: 20.000-30.000 Euro) erreichte mit 29.760 Euro beinahe seinen oberen Schätzwert. Ins 19. Jahrhundert begeben wir uns schließlich mit einem Olivenhain des sizilianischen Malers Francesco Lojacono (Los 792, Schätzpreis: 4.000-6.000 Euro), das 13.640 Euro einbrachte sowie einer Barke mit Personen in Chioggia von Mosè Bianchi (Los 779, Schätzpreis: 3.500-4.500 Euro), welches ein Endergebnis von 9.300 Euro erzielte.

Auf welche Auktionen Sie sich bei Wannenes demnächst freuen können, sehen Sie hier. Natürlich halten wir Sie bei Barnebys auf dem Laufenden!

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