sworders 1 Sir William Orpen – Portrait von Getrude, Countess von Dudley

Sir William Orpens Portrait von Gertrude, der Countess von Dudley liegt bei einem Schätzpreis von 30 000 – 40 000 GBP, umgerechnet ca. 41 000 – 55 000 EUR. Es ist nicht nur ein aufregendes Objekt, das Gemälde hat zudem auch eine Geschichte, die erzählt werden will.
Kurz vor dem ersten Weltkrieg, war Gertrude, dank einiger Possen nahe an der Bloßstellung der feinsten britischen Gesellschaft und es wurde sogar vermutet, dass King George V und Queen Mary eingreifen mussten um einen Skandal zu verhindern.

Gertie Millar, 1879 in Bradford geboten, find ihre Karriere mit nur 13 Jahren auf der Bühne des St. James Theaters in Manchester an. Sie zog nach London und wurde 1897 eine beliebte Festbesetzung der Bühne. Gertie heiratete 1902 den verehrten Musikkomödienkomponisten Lionel Monckton, der auch viele von Gertrudes Hits schrieb. Das Gerücht ging um, dass Gertie eine Affäre mit dem Duke of Westminster hatte, was beide Seiten dazu angetrieben hatte über die Scheidung ihrer jeweiligen Partner nachzudenken. Monckton ließ sich nicht von Millar scheiden und George V und Queen Mary griefen ein, um den Skandal zu verhindern, den die Scheidung des Duke of Westminster von seiner Frau bedeutet hätte.

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1924, heirated Millar den Earl of Dudley, William Humble Ward (1867 – 1932), der 1885 in den Grafenstand erhoben worden war und dessen Familie ein Vermögen an Gruben und Eisenwerken besaß. Das verheiratete Paar lebte in Le Touquet, ihr Nachbar und Freund dort war P.G. Wodehouse.

Gertie Millar war eine der meistgeliebten und meistfotografierten weiblichen Stars der Edwardischen Ära, die aus ihren einfachen Verhältnissen in Yorkshire zur Lady Dudley avanciert war. Die Countess of Dudley starb in ihrem Zuhause in Chiddingford im Jahr 1952 im Alter von 73 Jahren und hinterließ Eigentum im Vermögen von 52 324 Pfund.

Im Jahr 2012 lief in der National Portrait Gallery eine Ausstellung mit dem Titel: „Gertie Millar, Countess of Dudley: From Stage to Society" (Gertie Millar, Countess von Dudley: Von Bühne zu Gesellschaft). Das Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung an Fotografien von ihr.

Sworders MD Guy Schooling kommentiert: " Es handelt sich um ein fesselndes Bild und um einer der faszinierendsten und meistfotografierten Frauen der Zeit, ein gelungenes Portrait von einem der talentiertesten irischen Künstler aller Zeiten und es handelt sich um eine außergewöhnliche Möglichkeit eine solche Arbeit zu erstehen."

Als wäre der königliche Skandal nicht genug gewesen, hier nun Barnebys Lose der Auktion:

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Der französische Künstler Henri Jean Guillaume Martin ist ein Hauptpunkt des Sales. Sein Werk „Saint-Cirq-Lapopie" wird auf 80 000 – 100 000 GBP oder 110 000 – 137 500 EUR geschätzt. Es verfügt über eine beeindruckende Provenienz und es wurde am 12. November 1988 bei Sothebys New York für $137,500 versteigert.

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Thomas Hudsons „Portrait of Mary", Tochter von Sir William Browne, zweite Frau von William Folkes, dreiviertel sitzend, silberes, spitzenverziertes Kleid und weiße Haube. Das Werk wird für einen Schätzpreis von 8 000 – 12 000 GBP ( 11 000 – 16 500 EUR) angeboten. Das Werk ist sowohl signiert als auch nachträglich mit der Beschreibung „Mary Dr & heiress of Sir Wm Browne, 2d. Wife of W Folkes Esq ob.1773 aet.52' u.r." versehen worden.

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Ein herausragendes Schwarzwälder Präsentiertischen aus Walnusholz geschnitzt wird für den Schätzpreis von 3 000 – 5 000 GBP ( 4000 – 7000 EUR) angeboten und ist eines von vier Schwarzwälder Schnitzerein, die in dieser Auktion geboten werden. Es handelt sich hierbei um ein Objekt aus dem späten 19. Jh, signiert, wohl mit M. Eugiane, die runde Oberfläche in flachem Relief geschnitzt mit zentral platzierter Gams und reichhaltiger Weinranken- und Vogeldekoration. Im Fries sind Büsten in hohem Relief geschnitzt, der dreibeinige Fuß ist stark aus einem Baumstumpf geschnitzt und zeigt Waldtiere und Figuren.

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