Fritz Overbeck war einer jener Maler, die dem Ruf Otto Modersohns folgten und sich in der Künstlerkolonie Worpswede niederließen. Dort heiratete er 1897 seine Schülerin Hermine Rothe und bekam mit ihr zwei Kinder. Acht Jahre später zog es Overbeck jedoch zurück in Richtung seiner Heimatstadt Bremen und er ließ sich mit seiner Familie nördlich davon in Vegesack an der Weser nieder, wo er 1909 auch starb.

Das in der Auktion vorliegende Gemälde Ovebecks einer Dünenlandschaft ist nicht datiert, dürfte jedoch aus dieser letzten künstlerischen Phase stammen, da sich Overbeck in Vegesack auf Strand- und Dünenlandschaften konzentrierte.

Maler Friedrich Schaper, der seit seinem 5. Lebensjahr in der Hansestadt Hamburg lebte, blieb dieser, ausgenommen ein kleiner Abstecher nach Berlin während des Kunststudiums, sein ganzes Leben lang treu und mit der dortigen Kunstszene eng verbunden.

Der Ersteigerer des vorliegenden Werks Schapers darf sich über gleich zwei Arbeiten des vielseitigen Malers freuen, da die Rückseite des querrechteckigen Norddeutsche Landschaft mit Pferden und Kühen, das Portrait Junge im Lehnstuhl zeigt, das Schaper dort im Jahr 1909 verewigte.

Als kunstschaffendes Ehepaar sind mit jeweils einem Los Erich-Theodor Holtz und Hedwig Holtz-Sommer in der Auktion vertreten. Das Paar, das 1934 geheiratet hatte, gehörte der "verschollenen Generation" an, also jenen deutschen Künstlern, die in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bereits Erfolge hatten feiern können, während der NS-Zeit jedoch massiv in ihrem Schaffen gestört wurden.

Das Ehepaar Holtz ließ sich in Wustrow auf Fischland nieder und wurde später Mitglied im Künsterkollketiv (davor Künstlerkolonie) im benachbarten Ahrenshoop.

Eine weitere mit Ahrenshoop verbundene Malerin war die Expressionistin Dora Koch-Stetter, die u.a. bei Lovis Corinth lernte. Als Dora Stetter 1917 den Zeichner Fritz Koch-Gotha heiratete und eine Tochter bekam, gab sie ihre Malerei vorübergehend auf. Erst durch Aufenthalte in Ahrenshoop und dem späteren Umzug dorthin, brachten Dora Koch-Stetter dazu, ihre künstlerische Tätigkeit wieder aufzunehmen. Anregung dazu erhielt sie auch vom dort ansässigen Maler Franz Triebsch.

Einen Abstecher von der Küste ins lettische Mitau (Jelgava), Berlin und Dresden unternehmen wir mit dem Maler Johann Walter-Kurau, der als Begründer der modernen Malerei in Lettland betrachtet wird. Walter-Kurau studierte an der Kunstakademie Sankt Petersburg, ging 1905 jedoch nach Deutschland.

Seine Landschaften, Portraits und Genreszenen malte er zunächst im Stil des Realismus, ging mit der Zeit und durch seinen Kontakt mit dem deutschen Expressionismus in Berlin und Dresden zu diesem Stil über. Das Vorliegende Werk Flusslandschaft dürfte aus der Übergangsphase seines Schaffens entstammen.

Die Schmuckauswahl des Kataloges begeistert mit vielen schönen Pretiosen, darunter Ringe für jeden Geschmack und jedes Budget. Sie möchten mehr als 1000 Euro investieren oder lieber weniger als 500 Euro? Hier werden Sie bestimmt Ihren persönlichen Liebling finden.

In der Möbelsparte der Auktion sind viele schöne Antiquitäten aus Holz vertreten. Ein interessantes Stück ist ein sogenannter "Davenport Desk". Dabei handelt es sich um einen kleinen Schreibtisch mit ausziehbarer schräger Platte und viel Stauraum für Papier und Schreibwerkzeug.

Seinen Namen verdankt das praktische Möbelstück einem englischen Kapitän namens Davenport, der Ende des 18. Jahrhunderts den ersten Schreibtisch dieser Art in Auftrag gab.

Noch mehr Kunst, Möbel und Schmuck sowie Silber, Porzellan, Teppiche und Uhren gibt es im Katalog der Auktion am 5. Mai zu entdecken. Der Beginn der Versteigerung ist um 11 Uhr im Auktionshaus in Satow. Dort kann noch bis zum 4. Mai täglich von 10-18 Uhr die Ausstellung zur Auktion besucht werden.

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