Der buchstäbliche Fokus der Ausstellung ist auf das Thema "Blicke" gerichtet. Denn Édouard Manet schuf in den 1860er eine völlig neue Betrachtungsweise seiner Werke: Die abgebildete Person blickt den Betrachter direkt an und das auf eine sehr intime Art, die dem Zuschauer das Gefühl vermittelt, selbst Teil der abgebildeten Szene zu sein. Die Faszination dieser neuen Perspektive, die - wie könnte es anders sein - in ihrer Entstehungszeit einige Empörung auslöste, ist bis heute ungebrochen und hat es verdient, Thema einer Manet-Ausstellung zu sein.

Manet1 ÉDOUARD MANET - Nana, 1877 © bpk/Hamburger Kunsthalle Foto: Elke Walford

Diese Intimität zwischen Motiv und Betrachter wird vor allem bei dem Bild Nana deutlich, was nicht zuletzt auch am Motiv liegen mag. Das Gemälde befindet sich seit 1924 im Besitz der Hamburger Kunsthalle.

Leihgaben der Ausstellung stammen unter anderem aus dem Musée d'Orsay, Paris, der Neuen Pinakothek, München, dem Museum Folkwang, Essen oder dem Art Institute of Chicago.

Manet2 ÉDOUARD MANET - Le balcon/Der Balkon, um 1868/69 © bpk/RMN – Grand Palais Foto: Hervé Lewandowski

Manet3 ÉDOUARD MANET - Le déjeuner/Das Mittagessen, 1868 © bpk/Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Manet4 ÉDOUARD MANET - Portrait de M. Faure, dans le rôle d‘Hamlet / Porträt von Jean-Baptiste Faure in der Rolle des Hamlet, 1877 © Museum Folkwang, Essen – ARTOTHEK

Alle Informationen zur Ausstellung finden Sie hier auf der Website der Hamburger Kunsthalle.

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