Der deutsch-dänsiche Maler und Restaurator August Wilckens erhielt seine Ausbildung an den Kunstgewerbeschulen in München und Nürnberg sowie an der Kunstakademie Düsseldorf. Mehr als die akademische Malerei, interessierte ihn jedoch die Heimatmalerei auf der süddänischen Nordseeinsel Fanö, wo er ab 1909 ein Haus mit Atelier bewohnte und das dortige Landleben in zahlreichen Gemälden festhielt.

Was Wilckens auf Fanö malte, malte Carl Ludwig Jessen schon früher auf der anderen Seite der deutsch-dänischen Grenze: Er hielt das bäuerliche Leben in Nordfriesland fest. Diesem Umstand hatte Jessen den Beinamen "Friesenmaler" zu verdanken. Bevor Jessen an der Kunstakademie in Kopenhagen studierte, brachte er sich das Malen selber bei, indem er in den Bauernstuben die dortigen Bewohner portraitierte.

Neben diversen Ansichten des Hamburger Hafens, zeigt uns dieses Gemälde von Hermann de Bruycker, die es in Hamburg früher jenseits des Elbufers ausgesehen hat. Der Meßberg im östliche Teil der Altstadt, ist der Speicherstadt gegenübergelegen. Auf dem Gemälde von 1908 festgehalten, ist der Vierländerbrunnen, der 1887 auf dem Meßberg errichtet wurde, heute jedoch einen neuen Standort hat.

Hinaus auf die See geht es mit diesem Werk des dänisch-deutschen Marinemalers Alfred Jensen. Das Bild zeigt mehrere Segelschiffe und ein Boot vor der Küstenkulisse bei Schloss Kronborg auf Seeland, das auch als das "Hamletschloss" bekannt ist.

Noch maritimer wird es mit diesen beiden Objekten aus Malerei und Porzellankunst. Das Gemälde und die Tasse zeigen jeweils die Darstellung eines Schiffes unter vollen Segeln auf See. Zwei dekorative Objekte mit maritimem Touch, die nicht nur in einer Kapitänskajüte etwas her machen.

Die Kategorie "Porzellan" hält auch sonst wieder allerhand Bezauberndes für jeden Bieter bereit. Jeweils aus dem späten 18. Jahrhundert stammen diese beiden Lose mit Kannen im Stil des damals vorherrschenden Louis Seize.

Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt dieses interessante Schreibset aus Porzellan, das in der Manufaktur Meissen hergestellt wurde. Das Set besteht aus einem länglichen Tablett sowie zwei Gefäßen für Tinte und Streusand. Alle drei Teile weisen polychrome Malerei und eine Teilvergoldung auf.

In der Silberofferte besticht dieser großartige Samowar aus Silber, der um das Jahr 1900 im Orient angefertigt wurde. Der Wasserkessel, die Teekanne, die Unterlegplatte und das Schälchen wurden mit teilweise figürlichen Motiven verziert.

Weg von der Waterkant nach Thüringen und Süddeutschland führen uns diese beiden barocken Möbelstücke, die hier stellvertretend für das interessante Möbelangebot der Auktion vorgestellt werden sollen. Der schöne Aufsatzsekretär und die elegante Kommode mit ihrem Nussbaumfurnier und den feinen Intarsien zeugen von der handwerklichen Kunst und der Fantasie, die Möbeltischler im 18. Jahrhundert ihren Erzeugnissen zukommen ließen. Typisch für die Epoche des Barock sind die geschwungenen Formen, die Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch bereits ihrem (vorläufigen) Niedergang entgegensahen.

Die Auktion in Satow beginnt am 9. September um 11 Uhr. Neben den vorgestellten Kategorien werden auch Skulpturen, Schmuck, Uhren, Teppiche, Bücher und Grafik versteigert. Besichtigt werden können die knapp 1000 Objekte noch bis zum 8. September.

Entdecken Sie das gesamte Angebot des Auktionshauses Satow hier bei Barnebys.

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