Vom 15.-17. November stehen die Auktionen im Kölner Haus Lempertz ganz im Zeichen alter Kunst und Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Los geht der Auktionsreigen jedoch am 15. Jahrhundert mit einer 375 Lose umfassenden Schmuckofferte, die antike, Belle Epoque- und Vintage-Stücke präsentiert.

Fortgesetzt werden die Auktionen am 16. November mit drei Katalogen, die historisches Kunstgewerbe umfassen. Zum Aufruf kommen dabei Silber, Porzellan, Keramik, Teppiche und Möbel.

Ein besonderes Highlight stellt die Versteigerung einer niedersächsischen Privatsammlung dar, die museale Objekte aus Silber, Porzellan und Elfenbein beinhaltet. Die erlesenen Stücke wurden in den 1970er und 1980er Jahren auf Auktionen in London und Genf zusammengetragen und zeugen einzeln aber auch in ihrer Gesamtheit von einer Qualität, wie sie nur selten anzutreffen ist.

Mit einer Elfenbeinschnitzerei, die den griechischen Heros Herkules im Kampf mit der Hydra darstellt, kommt ein bedeutendes Stück Handwerkskunst zum Aufruf, das im 17. Jahrhundert in Süddeutschland oder Österreich ausgeführt wurde. Weitere interessante Elfenbeinarbeiten eine Auswahl an Deckelhumpen dar, die antike oder jagdliche Motive präsentieren.

Auch das Silberangebot umfasst eine Reihe hochinteressanter Arbeiten, darunter ein Trinkgefäß aus vergoldetem Silber in Gestalt eines steigenden Pferdes, das im 17. Jahrhundert in Süddeutschland ausgeführt wurde. Ein französischer Importstempel von 1893 gibt einen Einblick in den weiteren Verbleib des Gefäßes.

Wenn bedeutendes Silber zum Aufruf kommt, dürfen Stücke aus englischer Herstellung natürlich nicht fehlen. Bedeutsam sind darunter eine Tazza sowie ein Wandleuchter aus der Zeit Charles II., von denen sich letzterer einst im Besitz des Königshauses befand. Ein weiteres Stück mit königlicher Provenienz stellt der Ascot-Pokal für den Sieger des Queen's Vase-Rennens vom Mai 1883 dar, den Königin Victoria gestiftet hat.

Das Porzellanangebot der niedersächsischen Sammlung wird im Frühjahr 2019 in der Berliner Dependance von Lempertz zum Aufruf kommen.

Ebenfalls am 16. November steht der 78 Lose umfassende Katalog mit ausgewählten Objekten des Kunstgewerbes auf dem Programm. Neben einem seltenen großen Tafelleuchter aus dem Meissner Schwanenservice und einem Lesetisch des Meister-Ebenisten Jean-François Oeben kommen zwei Lose mit bedeutenden Renaissance-Kirchenfenstern aus Belgien zum Aufruf.

Auch der Katalog mit Gemälden und Zeichnungen Alter Meister, der am 17. November zum Aufruf kommt, enthält eine Vielzahl bedeutender Kunstwerke aus dem sakralen Bereich. Angeführt wird diese Offerte von einer Darstellung von sechs Aposteln auf Goldgrund, die um 1400 im Umkreis des Meisters des Siefersheimer Altars entstand.

Ein weiteres sakrales Meisterwerk ist die ikonengleiche Darstellung der Madonna mit Kind und Engeln des Florentiner Meisters Neri de Bicci aus dem 15. Jahrhundert. Bicci schuf es in dem für ihn typischen Stil der Frührenaissance, in den er noch viele, der Gotik entnommene Merkmale einfließen ließ.

Ebenfalls zum Aufruf kommt ein Altarbild von Jan van Dornicke, gen. Meister von 1518, der ein Meister des Antwerpener Manierismus war. Das Triptychon zeigt zentral die Anbetung der Könige, die von der Anbetung der Hirten sowie der Rast auf der Reise nach Ägypten flankiert wird.

Neben sakraler Kunst kommen auch Portraits, Landschaften, Stillleben und Genreszenen von Meistern wie Jan Brueghel d. J.Agostino VerrocchiFloris van Schooten oder Pieter Aertsen zum Aufruf.

Den Abschluss der Auktionen bildet der 88 Lose umfassende Katalog mit Gemälden des 19. Jahrhunderts. An der Spitze des Kataloges steht ein eine römische Ansicht von "Italien-Fan" Leo von Klenze. Klenze, der sowohl Maler als auch Architekt war, eignete sich bei wiederholten Aufenthalten in Italien den dortigen Stil an, den er nicht nur in seine Gemälde sondern auch in seine Bauwerke einfließen ließ, die noch heute das Stadtbild von München prägen, darunter die Ruhmeshalle, die Glyptothek und die Propyläen am Königsplatz.

Auch Carl Morgenstern und Oswald Achenbach entführen uns mit stimmungsvollen Landschaften auf die italienische Halbinsel. Weitere Arbeiten des Katalogs stammen von Carl Spitzweg, Max Clarenbach, Adolph von Menzel, Franz von Lenbach und Andreas Achenbach.

Die Auktionstermine im Überblick:

  • 15. November, 16 Uhr - Schmuck
  • 16. November, 10:30 Uhr - Kunstgewerbe
  • 16. November, 15 Uhr - Schätze aus einer niedersächsischen Sammlung
  • 16. November, 16:30 Uhr - Ausgewählte Objekte
  • 17. November, 11 Uhr - Gemälde und Zeichnungen Alter Meister/Skulptur
  • 17. November, 14 Uhr - Kunst des 19. Jahrhunderts

Entdecken Sie das aktuelle Angebot von Lempertz hier bei Barnebys.

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