Die Emil Nolde-Stiftung ist in dem Atelieraus untergebracht, welches der Maler nach eigenen Vorstellungen zwischen 1926 und 1930 hatte bauen lassen. Er bewohnte es gemeinsam mit seiner Frau Ada. Den umliegenden Garten legte das Ehepaar selbst an. Sowohl Ada (gest. 1946) als auch Emil Nolde (gest. 1956) starben in Seebüll. Ihre gemeinsame Grabstätte befindet sich ebenfalls dort. Testamentarisch hatten Emil und Ada die Nolde-Stiftung Seebüll verfügt, die seitdem die Verwaltung und den Erhalt von Noldes Werk sowie des Atelierhauses zur Aufgabe hat.

Der Expressionist Emil Nolde nutzte für seine intensiven Gemälde stets die kräftigsten Töne der Farbpalette. Auch in den Aquarellen und Gemälden seines Spätwerkes hat sich daran nichts geändert, dennoch wurde ihnen bislang kaum Beachtung geschenkt. Die Arbeiten wirken in diesem Lebensabschnitt Noldes ruhiger und harmonischer, haben aber dennoch nichts an ihrer Aussagekraft eingebüßt. Ein Genuss für die Augen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Ausstellung mit 178 Exponaten ist noch bis zum 30. November in Seebüll zu sehen.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website der Stiftung.

Und noch eine Anmerkung zum Schluss: Am 30. August versteigert das Auktionshaus Historia ein Aquarell von Emil Nolde, welches mit einer Expertise der Nolde Stiftung Seebüll ausgestattet ist.

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