962 Lose verteilen sich am 20. Oktober im Auktionshaus Satow auf 10 Kategorien, darunter Gemälde, Porzellan, Möbel, Schmuck und Teppiche.

Die Gemälde-Offerte ist erneut mit Werken von Künstlern gespickt, die die Landschaft an der Ostseeküste ihre Heimat nannten oder diese zumindest als Quelle der Inspiration nutzten.

Einer von ihnen war der in Breslau geborene Otto Manigk, der ab 1930 als freischaffender Künstler in Berlin und auf Usedom arbeitete. Das in der Auktion vorliegende Werk „Rote Kiefernstämme“ ist nicht datiert, muss aber nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sein, da Manigks bis dahin entstandenes Œuvre vollständig während eines Bombenangriffs auf die Hauptstadt vernichtet worden war.

Hans Jüchser, der in Dresden u.a. bei Ludwig von Hofmann studierte, ließ sich während einer Studienreise im Jahr 1927 von der Ostseeküste Südschwedens und Bornholms inspirieren. Das Aquarell „Personen am Strand“ entstand 1938, ein Jahr nachdem Jüchsers Werk aus öffentlichen Ausstellungen entfernt worden war.

Auch den Landschaftsmaler Franz Pflugradt führten mehrere Studienreisen nach Skandinavien. Ansonsten blieb er, von seiner Studienzeit und den ersten Jahren als freischaffender Künstler in Berlin abgesehen, seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern treu, die ihm als Motiv für seine impressionistisch angehauchten Landschaften und Stadtansichten diente.

Bewegen wir uns nun von der Küste weg und wenden wir uns dem ebenfalls impressionistischen Landschaften Fritz von Willes zu, der der Düsseldorfer Malerschule angehörte. Seine Hinwendung zum weitläufigen Landschaftspanorama wird durch das vorliegende Werk „Ginsterblüte“ hervorragend repräsentiert.

Auch das Ölgemälde „Unterm Regenbogen“, dessen Titel für die Überschrift dieser Auktionsvorschau Pate stand, ist wie das Werk von Willes in einer gebirgigen Landschaft angesiedelt. Geschaffen wurde es 1976 vom in Stuttgart lebenden Maler und Grafiker Simon Dittrich. Dargestellt sind ein Bauernhof und ein überdimensionierter Baum, der die Hauptebene des Bildes mit einem darüber gespannten Regenbogen verbindet. Neben seinen durch einzelne Farbflächen strukturierten Gemälden, hat Dittrich seit den 1970er Jahren auch mehrere Mappenwerke zu Fabeln und historischen Personen veröffentlicht.

Nicht nur zweidimensionale Kunst steht in der Oktoberauktion in Satow auf dem Programm, auch auf Dreidimensionales darf mitgeboten werden.

Hier ist vor allem das bronzene „Unikat-Gefäßobjekt“ des „Phantastischen Realisten“ Ernst Fuchs zu nennen, das wie viele Arbeiten des Künstlers Motive mit religiös-mythologischen Hintergrund aufweist.

Ebenfalls aus Bronze gefertigt ist eine figürliche Tischlampe des Jugendstils, das in der für die Epoche typischen Manier der floralen Elemente angefertigt wurde. Diese kommen vor allem in dem aus zweifarbigem Glas gestaltete Lampenschirm zum Ausdruck - eine Technik, die durch die Lampen von Louis Comfort Tiffany populär wurde.

Entdecken Sie zum Schluss noch zwei besonders schöne Schränke aus der Möbelofferte der Auktion. Ein besonders außergewöhnliches Stück stellt der grün gefasste Art déco-Schrank dar, dessen 3-türige Front mit vergoldeten Stilelementen verziert ist.

Exotisch wird es mit einem japanischen Lack-Kabinett der Meji-Zeit (1868-1912), das nicht nur im geschlossenen Zustand ein echter Hingucker ist.

Die Versteigerung im Auktionshaus Satow findet am 20. Oktober um 11 Uhr in der Sonnenstraße 8 in Satow statt. Dort können alle Objekte der Auktion 13.-19. Oktober täglich persönlich in Augenschein genommen werden.

Entdecken können Sie sie aber auch gleich hier.

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