Genauso umfassend wie die Einflüsse und Stile im Werk von Ludwig von Hofmann - Historismus, Jugendstil, Symbolismus und Neue Sachlichkeit - sind die Gebiete der Bildenden Kunst, in denen der Künstler tätig war. In erster Linie sind dort seine Gemälde zu nennen, in denen er sich mit dem Idealbild einer arkadischen Lebensweise auseinandersetzt. Ganz im Sinne der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sieht man junge Menschen mit schönen Körpern, ohne den Pathos, den das endende Zeitalter des Historismus in solche Werke einbrachte. Es ist ein poetisches Loblied auf die Innere Freiheit eines jeden Menschen.

LUDWIG VON HOFMANN - Idyllische Landschaft mit Badenden Abb. via artside.unialive.com LUDWIG VON HOFMANN - Idyllische Landschaft mit Badenden
Abb. via artside.unialive.com

Neben seiner Arbeit als Maler, war Hofmann als Gestalter und Illustrator tätig. Besonders hervorzuheben ist seine künstlerische Arbeit für "Pan", einer Jugendstilzeitschrift für Kunst und Kultur, die zwischen 1895 und 1900 erschien. Außerdem finden sich großflächige Wandbilder von seiner Hand u.a. im Foyer des Neuen Theaters in Weimar sowie in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig.

Titelseite der Zeitschrift Pan, gestaltet von LUDWIG VON HOFMANN. Titelseite der Zeitschrift Pan, gestaltet von LUDWIG VON HOFMANN.

Hofmann, der selbst u.a. an der Académie Julian in Paris studierte hatte, lehrte als Professor an verschiedenen Instituten: Großherzogliche Kunsthochschule in Weimar (1903-16) sowie der Kunsthochschule in Dresden (1916-31). Während seiner Weimarer Zeit gehörte er der avantgardistischen Gruppe Neues Weimar an, die sich den modernen Kunstströmungen verschrieben hatte. Zu seinen Schülern zählten Hans Arp und Ivo Hauptmann, mit dessen Vater, dem Literaturnobelpreisträger Gerhard Hauptmann, Ludwig von Hofmann eine Freundschaft verband.

Ludwig von Hofmann - Reiter am Bergsee Abb. via sothebys.com Ludwig von Hofmann - Reiter am Bergsee
Abb. via sothebys.com

Eine Sammlerin der Werke Hofmanns war Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837-98), der ein griechisches Ideal ohne viel Pomp selbst am meisten entsprach. Doch fanden Ludwig von Hofmanns Werke schon in den 1920er und 1930er Jahren kaum noch Beachtung. Während des NS-Regimes wurden einige seiner Werke als "entartet" eingestuft. Es mussten erst beinahe 100 Jahre vergehen, bis die Kunstkritik begann, sich mit dem Werk des großen Jugendstil-Malers auseinanderzusetzen.

Morton Subastas bietet am 2. März die Gelegenheit, ein Werk Ludwig von Hofmanns zu ersteigern. "Die Badenden" zeigt drei junge Damen, die sich halb- oder gänzlich unbekleidet am Ufer eines Baches befinden, der auch eine idyllische Landschaft fließt. Das Ölgemälde ist signiert und startet in der Auktion bei 700.000 MXD (ca. 36.300 EUR).

Den gesamten Katalog von Morton Subastas finden Sie hier bei Barnebys.

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