Martel Schwichtenberg 

Die in Hannover geborene Malerin und Grafikerin Justine Adele Martha Schwichtenberg (den Vornamen Martel gab sie sich später selbst), hatte durch einen Festvertrag mit Bahlsen die Freiheit, einen Großteil ihres künstlerischen Daseins selbst bestimmen zu können. Für den Keksproduzenten entwarf sie Plakate und Verpackungen - auch noch, als sie 1933 nach Südafrika auswanderte. Davor hatte die vom Expressionismus beeinflusste Martel Schwichtenberg bereits internationale Erfolge feiern können. Ihre Werke wurde u.a. in New York gezeigt.

MARTEL SCHWICHTENBERG (1896 Hannover-1945 Salzburg) Links: Vor dem Katen, aquarellierte Lithographie, um 1923 Rechts: Fischmarkt, aquarellierte Lithographie, um 1923 MARTEL SCHWICHTENBERG (1896 Hannover-1945 Sulzburg)
Links: Vor dem Katen, aquarellierte Lithographie, um 1923
Rechts: Fischmarkt, aquarellierte Lithographie, um 1923

Walter Wellenstein

Clowns, Artisten und Faune, Masken, Mörder und Puppen sind die Leitmotive in den Arbeiten Walter Wellensteins. Seine karikaturenhaften bis grotesken Werke sind als Kritik an der Zeit gedacht, in der Wellenstein lebte, mit all ihren doppelten Böden und Krisen. Später lässt er sich zudem von der Welt des Theaters inspirieren, wodurch seinen Gemälden etwas Kulissenhaftes innewohnt. Seine fantasievolle Arbeitsweise machte Wellenstein zum perfekten Illustrator ebensolcher Literatur, u.a. von Märchen- und Kinderbüchern.

Erich "Fritz" Reuter

Erich Karl Reuter, "Fritz" genannt, kam in Berlin-Charlottenburg zur Welt. Reuter begann 1926 eine Steinmetzlehre, anschließend folgte ein Studium an der Kunstgewerbeschule Berlin-Charlottenburg sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs führte er seine Künstlerlaufbahn fort. Einen großen Teil davon nahm seine Lehrtätigkeit ein. Er unterrichtete als Professor für Plastisches Gestalten an den Technischen Universitäten in Berlin und Istanbul.

Helmut Thoma

Die Ausstellung "Entartete Kunst" von 1939 hatte auf den Maler Helmut Thoma nicht die Wirkung, die sich ihre nationalsozialistischen Initiatoren überlegt hatten. Thoma war tief beeindruckt von den dort gezeigten Werken, die ihn dazu brachten, seine bisherige Malweise zu überdenken. Nach der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg konnte Thoma seine Eindrücke umsetzen. Er beschäftigte sich mit den Werken von Picasso, Braque, Ernst und Klee und begann, sich nicht mehr auf das Offensichtliche zu beschränken, sondern seine Motive zu zerlegen und in neuem Bezug zueinander wiederzugeben.

Hans Laabs

Über die Werke des in Ostpommern geborenen Hans Laabs kann man Vieles sagen, aber nicht, dass man sie einem bestimmten Stil zuordnen lassen, höchstens seinem eigenen. Hans Laabs ließ sich u.a. von Paul Klee inspirieren, aber niemals von künstlerischen Zeitströmungen leiten. Einen bedeutenden Teil seines Oeuvres nehmen Seestücke ein. Die Motive dafür fand er auf Sylt, in Ahrenshoop und auf Ibiza, wo er dreißig Jahre lang die Sommer verbracht hatte.

Neben moderner und zeitgenössischer Kunst kommen auch ältere Werke, Antiquitäten und Schmuck am 30. Dezember zum Aufruf. Die Versteigerung findet im Auktionshaus in Kühlungsborn statt. Dort kann auch vom 27. bis 29. Dezember die Ausstellung zur Auktion besucht werden.

Den vollständigen Katalog des Kühlungsborner Auktionshauses finden Sie hier.

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