Die Landschaften der Nord- und Ostseeküste haben im Laufe der Zeit so manchen Maler zu stimmungsvollen Arbeiten inspiriert. Ein Romantiker der Holländischen Schule fing mit weichem Pinselstrich eine Flusslandschaft nebst reetgedeckter Bauernhäuser ein. Ein ähnliches Motiv wählte später Paul Müller-Kaempff an der Ostsee, genauer gesagt in Ahrenshoop, wo er Ende des 19. Jahrhunderts zusammen mit weiteren Malern eine Künstlerkolonie gründete. In jener Zeit zählte Müller-Kaempf zu den bedeutendsten und fortschrittlichsten Landschaftsmalern überhaupt, was das vorliegende Werk verdeutlicht.

Mit seinem "Jungenbildnis mit Hermelinkragen" greift dieser Vertreter der Venezianischen Schule auf Vorbilder aus der Renaissance zurück. Dafür spricht die Kleidung des Jünglings, der, wie der Bogen in seiner Hand verrät, ein Jäger ist. Das "Bad der Venus" stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert und ebenso sind bei ihm die Wurzeln in der Renaissance zu suchen, als Venusdarstellungen ein Revival erlebten und vor allem dazu dienten, den entblößten oder halbentblößten Frauenkörper darstellen zu können, ohne den Argwohn der Kirche auf sich zu ziehen.

Für blumige Zeiten sorgen dieses biedermeierliche Salonensemble sowie das Blumenstillleben von Hannah Höch. Höch war eine der bedeutendsten Vertreterinnen des Dadaismus, einer Kunstbewegung der Malerei und Literatur, die 1916 von Künstlern wie Hans Arp, Emmy Hennings oder Marcel Janco in Zürich gegründet wurde, und die sich gegen bürgerliche Konventionen allgemein sowie in der Kunst richtete. Hannah Höch richtete ihr Oeuvre, welches einige bedeutende Collagen beinhaltete, jedoch nicht auf eine Stilrichtung alleine aus, sodass auch ein Blumenstillleben wie das vorliegende entstehen konnte. „Ich habe alles gemacht und mich um Handschrift und Merkmal nie gekümmert", sagte Hannah Höch einmal über sich selbst.

Die Möbel der Auktion führen uns vor Augen, was Vielfalt bedeutet. Der Louis Seize-Dielenschrank wirkt beeindruckend und seriös. Er hob für einen neuen Besucher des Hauses sogleich die Bedeutung und den Wohlstand seines Besitzers hervor. Dagegen ist der rechts abgebildete zweitürige Schrank im fantasievollen spätbarocken Stil ein Möbelstück, das die Fantasie anregt. Und so erinnert es uns, momentan wieder ganz aktuell, an die fröhliche "Madame Kommode" aus Disneys "Die Schöne und das Biest".

Aus Asien stammen diese beiden Herren, vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Links sehen wir den Kriegsgott Wei-To, der in China und Japan gleichermaßen verehrt wird. Überlicherweise wird er in der Gewandung eines chinesischen Generals dargestellt, der den Glauben verteidigt. Was ein Tempelwächter verteidigt, erklärt sich im Grunde von selbst. Tempelwächter sind in der buddhistischen Kultur stark verbreitet. Meist finden zwei Wächterstatuen vor jedem Tempeleingang.

In der reichen Schmuckofferte der Versteigerung bestechen uns diese beiden Paar Ohrstecker, die bunte Steine mit weißen Brillanten auf gelungene Weise kombinieren. Aber auch auf eine bezaubernde Vielfalt an Colliers, Ringen, Armbänder und Broschen kann mitgeboten werden.

Die Auktion findet bereits am 25. März um 11 Uhr im Auktionshaus in Satow statt. Die Ausstellung kann noch bis zum Vortag der Auktion besucht werden. Oder Sie entdecken alle Lose hier bei Barnebys und geben die Gebote auf Ihre Lieblingsstücke im Onlinekatalog des Auktionshauses ab.

Kommentar