In den 1970er Jahren konzentrierte sich Abramovićs Arbeit auf die Objektivierung des weibliche Körper. Für Rhythm 0, eine sechsstündige Performance, die 1974 in Neapel stattfand, begab sich Abramović auf einen Tisch - zusammen mit 72 Objekten. Vom Lippenstift über eine Rose bis hin zu mit Gewalt assoziierten Dingen, wie einem Messer oder sogar einer Pistole und einer Patrone. Abramović erlaubte den Zuschauern, mit den Objekten auf ihrem Körper zu tun, wonach ihnen der Sinn stand.

Marina Abramović, Rhythm 0, 1974 Marina Abramović, Rhythm 0, 1974

An einen Moment, an dem ein Mann sie erschreckte, der Vorstellung erinnerte sich Abramović. Marina beschrieb, wie er die Patrone in die Pistole steckte und die Pistole in ihre rechte Hand legte. Er bewegte die Pistole zu ihrem Hals und drückte den Abzug.

Nachdem sie bereits 10 Jahre Erfolge als Performancekünstlerin feiern konnte, schuf Abramović 1975 das Stück Role Exchange. Marina reiste in Amsterdams Rotlichtviertel, wo sie sich mit einer Prostituierten traf, die seit 10 Jahren in der Gegend arbeitete. Abramović tauschte buchstäblich die Plätze mit der Prostituierten und nahm das Geschäft am Fenster auf, während die andere Frau in einer Galerie fotografiert wurde.

Marina Abramović, Role Exchange, 1975 Marina Abramović, Role Exchange, 1975

In Golden Mask von 2009 untersuchte Marina die Rolle der Frau in der Kunstgeschichte. Für das Stück kleidete sich Abramović ganz in Schwarz vor schwarzem Hintergrund, nur ihr Kopf war sichtbar. Ihr Gesicht war mit Blattgold überzogen und für 30 Minuten starrte Abramović ohne zu blinzeln in die Kamera. Das Video evoziert die eingefrorenen Bilder klassischer Frauenportraits. Es gab etwas Altes und Heiliges an der Arbeit, gleichzeitig aber auch ein Gefühl von Zurückhaltung und Schönheit.

Marina Abramović - Golden Mask, 2009|Aspire Art Auctions Marina Abramović - Golden Mask, 2009|Aspire Art Auctions

Der chromogene Druck Golden Mask von Marina Abramović wird ein Juli bei Aspire Art Auctions in Johannesburg, Südafrika für 1.477.840 ZAR (ca. 100.000 EUR) versteigert.

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