Die kleine Auktion umfasst lediglich sechs Lose. Diese geringe Anzahl der Objekte wird durch deren Ausmaße und Gewicht allerdings mehr als Wett gemacht.

Ganz rechts im Bild, eine Positionierung, über die er sich sicherlich geärgert hätte, sehen wir den kommunistischen Diktator par excellence Josef Stalin. Ein kleines Paradoxon ist das gewählte Material der zwischen 1950 und 1952 geschaffenen Statue, denn Sandstein zählt zu den Weichgesteinen, während Stalin für sich einen Namen wählte, der Härte ausdrücken sollte (Stalin = "der Stählerne").

Aus Bronze wurden gleich zwei Statuen in der Auktion angefertigt. Klement Gottwald und Antonin Zapotocky regierten aufeinanderfolgend (1948-53 bzw. 1953-57) als kommunistische Diktatoren die Tschechoslowakei.

Mit zwei Portraits ist Ernst Thälmann vertreten. Thälmann war zwischen 1925 und 1933 Vorsitzender der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands), für die er auch im Reichstag saß. 1933 wurde er verhaftet und verbrachte die folgenden elf Jahre in Einzelhaft in Gefängnissen und Zuchthäusern, bis er 1944 ins Konzentrationslager Buchenwald überführt wurde. Dort wurde er, möglicherweise auf direkten Befehl Hitlers, erschossen.

 

Mit 12 Metern Höhe und einem Gewicht von 80 Tonnen, ist die rote Granit-Statue Lenins das Schwergewicht der Auktion. Die kolossale Statue zierte von 1974 bis 1992 den Wiener Platz (früher Lenin Platz) vor dem Dresdner Hauptbahnhof und wurde im Volksmund "Der rote Bahnhofsvorsteher" genannt.

Geschaffen wurde das monumentale Werk vom Bildhauer Grigori Danilowitsch Jastrebenezki (*1923 in Baku), um dessen bekanntestes Werk es sich handelt. Jastrebenezki schuf außerdem ein Denkmal für russische Opfer im KZ Neuengamme sowie ein Mahnmal für die Sowjetische Kriegsgräberstätte Hamburg-Bergedorf.

Die Auktion wird von Auktionspunkt am 17. Juni in der Peterswörther Straße 9 in 89423 Gundelfingen abgehalten. Es handelt sich um eine Präsenzauktion mit Live WebCast.

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