Die Auktion im Hause Schuler teilt sich wie immer in zwei Events auf. Am 18. Juni wird ein Teil der Offerte in der Blauen Auktion Online versteigert. Der Verkauf der übrigen Objekte erfolgt vom 20.-22. Juni als Saalauktion. Beginn der Versteigerungen ist an allen Tagen um 9 Uhr.

Zu den Objekten des 20. Juni gehören neben Silber, Kunsthandwerk, Teppichen, Ikonen und Glas auch Nippsachen und Design, das gemeinsam mit Objekten des Jugendstil und des Art déco zum Aufruf kommt. Zu den Highlights gehören hier Keramikarbeiten von Schweizer Künstlern, darunter der 2016 verstorbene Edouard Chapallaz, dessen weißglasierte Vase von 1985/86 skulpturale Züge aufweist.

In der Kategorie "Miniaturen & Nippsachen" ist eine besonders schöne Tabatière zu nennen, die um 1800 in Frankreich angefertigt wurde. Als Material dienten Rot-, Gelb- und Weißgold, die in filigranem Blüten- und Rankendekor die Außenseite der Dose ziert. Mittig auf dem Deckel befindet sich die von Diamanten umgebene Miniatur mit dem Portrait zweier Schwestern.

Auf Armbanduhren, Schmuck, Accessoires und Asiatika darf man sich am zweiten Auktionstag freuen. Mit mehreren Stücken ist dabei der Zürcher Goldschmied Pierre Baltensperger vertreten. Aus dessen Herstellung ist vor allem eine Gelbgoldkette zu nennen, deren Anhänger Perlen und Farbsteincabochons zieren sowie eine byzantinische Münze des Kaisers Constantinos IX Monomachos (1042-1055).

Dass es auf die Größe nicht ankommt, beweist ein Produkt des französischen Luxuslabels Hermès. Mit ihren Maßen von nur 15 x 11,5 x 5 cm ist die goldfarbene "Micro Kelly" aus der Kollektion von 1992 zwar tatsächlich nur winzig klein, kann es mit ihrer zeitlos-eleganten Erscheinung aber jederzeit mit "den Großen" aufnehmen.

Ein schönes Beispiel der Möbelherstellung aus der späten Qing-Dynastie bzw. frühen chinesischen Republik (um 1911/12) kommt in der Kategorie "Asiatika" mit einem Ensemble aus Armlehnstuhl (Fushouyi) und Beistelltisch zum Aufruf. Sowohl Tisch als auch Rückenlehne zieren Porzellanplatten mit polychromem Lotosblumenrankendekor auf türkisem Grund.

Der letzte Auktionstag präsentiert ein breites Angebot von Kunst und Kunsthandwerk von internationalen und Schweizer Künstlern. Neben Gemälden und Grafik kommen auch Möbel, Leuchter und Spiegel sowie Großuhren und Waffen zum Aufruf.

Ein interessantes Stück aus Stahlrohr, Palisander und Leder ist das 1957 entworfene Bettsofa des Basler Innenarchitekten Dieter Waeckerlin, der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Reihe schöner Möbel mit reduziertem Design und klaren Linien kreierte.

Weitaus opulenter kommt hingegen ein Lacksekretär daher, der im 19. Jahrhundert erschaffen wurde. Das Schreibmöbel imitiert in seinem reichen Dekor die Chinoiserien, die vor allem um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Mode waren, greift aber in seiner klassischen Form eher den späteren Louis XVI-Stil auf.

Unter den alten Gemälden der Auktion treffen wir die Venezianerin Elisabetta Marchioni, die um 1700 eine hervorragende Stilllebenmalerin der Blumen- und Früchtemotiven war. Tatsächlich gilt sie heute sogar als eine Hauptvertreterin dieses Sujets in ihrer Heimatregion. Unter einem gemeinsamen Los kommen von Marchioni zwei Gegenstücke mit Blumenarrangements zum Aufruf.

Das schöne ovale Werk Der Tanz des in Bern geborenen Ferdinand Hodler entstand eigentlich aus der Not heraus. 1878 nahm Hodler einige Auftragsarbeiten an, um eine geplante Reise nach Spanien überhaupt finanzieren zu können. Ein Auftrag bestand in der Anfertigung von 10 Medaillon-Bildern für das Café de la Bourse in Genf, für die sich Hodler von Werken des französischen Rokoko inspirieren ließ.

Der Fantasie von Max Ernst entsprang 1964 die Vorlage zu Chéri Bibi, die zunächst in einer Gipsform festgehalten wurde. In den 1970er Jahren folgte schließlich die Ausformung in einer Auflage von 175 Exemplaren. In der Auktion kommt die Nummer 35 zum Aufruf.

Die Gouache Terrasse aux Arcades à Vallauris gehört zu jenen Arbeiten, mit denen Raoul Dufy in den 1920er Jahren mit außerordentlicher Leichtigkeit das Leben und die Landschaft an der Côte d'Azur einfing. Das vorliegende Werk entstand seinem Titel nach in dem für seine Töpfereien bekannten Ort Vallauris, wo Picasso später seine Liebe zur Keramik entdecken sollte.

Die Ausstellung zur Auktion ist vom 9.-15. Juni jeweils von 11-18 Uhr im Auktionshaus in der Zürcher Seestraße für interessierte Besucher zugänglich.

Entdecken Sie alle Lose der aktuellen Auktion von Schuler hier bei Barnebys.

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