Portrait von Charles Ede, Aussteller 426 Portrait von Charles Ede, Aussteller 426

In der Abteilung für klassische Antiquitäten finden wir den Händler Charles Ede, dessen imponierende Sammlung antiker Gegenstände auch dieses Portrait beinhaltet. Es ist großer Wahrscheinlichkeit nach das älteste der Messe. Das Portrait wurde auf ein dünnes Holz gemalt und zeigt eine junge Frau aus der römischen Periode im ägyptischen Reich, ca. 200 n. Chr. Das besondere mit diesem Portrait ist, wie es in deutlicher Manier die griechischen und ägyptischen Traditionen miteinander vereint, während es auch von den Kleidern und Schmuckstücken der zeigt zeugt.
Zu Lebzeiten hing das Portrait an ihrer Wand und nach ihrem Ableben und der darauffolgenden Mumifizierung ihrer Leiche wurde das Portrait auf ihr verhülltes Gesicht gelegt.

Skulptur bei The Merrin Gallery, Aussteller 432 Skulptur bei The Merrin Gallery, Aussteller 432

Nicht weit von Charles Ede finden wir The Merrin Gallery, die sich mit dieser eindrucksvollen Skulptur brüsten. Die Skulptur hat zudem eine aufsehenerregende Geschichte: Sie erzählt von der Meso-amerikanischen Kultur, in der Anbetung ihres Gottes Xipe Totec ließen Sie einen Menschen häuten, dessen Haut sodann auf den Priester des Dorfes genäht wurde. Diese Skulptur ist aus Terracotta und die Menschenhaus, die sie bedeckt, wird auf ein Alter von 2500 – 3 200 Jahren geschätzt.

 Le Moulin d'Alphonse Daudet à Fontvieille (1888) von Van Gogh bei Dickinson, Aussteller 402
Le Moulin d'Alphonse Daudet à Fontvieille (1888) von Van Gogh bei Dickinson, Aussteller 402

Wir verlassen den antiken Teil der Messe und bewegen uns zur Kunstabteilung, wo wir diese Zeichnung von Vincent Van Gogh bei Dickinson finden. Dieses Werk mit dem Titel „Les Moulins", wird nun zum ersten mal seit mehr als 100 Jahren ausgestellt und zeigt die Landschaft bei Arles im Süden Frankreichs wo sich Van Gogh 1888 aufhielt. Seit 1910 hat es diversen Privatsammlern in Europa gehört und nun gibt es die Chance es wieder zu sehen.

Andy Warhol bei Van de Weghe, Aussteller 502 Andy Warhol bei Van de Weghe, Aussteller 502

 

Marc Chagall „The bridegrooms in the sky of Paris", 1980/81 bei Galerie Boulakia Marc Chagall „The bridegrooms in the sky of Paris", 1980/81 bei Galerie Boulakia

Wie so oft bei Messen gibt es den ein oder anderen Namen, oder mehrere, auf die man immer wieder trifft bei unterschiedlichen ausstellenden Händlern. In diesem Jahr konnte man vor allem Werke von Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat und Marc Chagall bewundern. Dieses Selbstportrait von Warhol von 1986 finden wir bei der New Yorker Galerie Van de Weghe Fine Art, die sehr aktive Aussteller im Bereich moderne und zeitgenössische Kunst auf den großen Messen weltweit sind. Werke von Andy Warhol kann man auch beim Pariser Händler Galerie Boulakia finden, die in ihrem Aussteller auch einen kleinen Ausstellungsraum allein für sechs Gemälde von Marc Chagall gebaut haben, bei dem das Thema „the sweetness of life" ist.

Rechts: Demetz "Daddysboy" 2015. Links: Yi Hwan-Kwon "Ju-Ha" 2013. Rechts: Demetz "Daddysboy" 2015. Links: Yi Hwan-Kwon "Ju-Ha" 2013.

Gerhard Demetzs Skulptur "Daddysboy" muss eines der jüngsten Werke der Messe sein. Sie steht bei der deutschen Galerie Beck & Eggeling. Demetz hat für seine Skulpturen, die Kinder darstellen, große Aufmerksamkeit geerntet. Sie sind technisch perfekt aus Holz gefertigt. Bei der koreanischen Galerie Gana Art finden wir eine weitere Skulptur, die einen Jungen darstellt und von Yi Hwan-Kwon im Jahr 2013 gefertigt wurde. Hwan-Kwon ist einer der aktuell meistbeachteten koreanischen Künstler und seine Werke sind sowohl von Film als auch Alltag inspiriert. Die Skulpturen fordern unsere subjektive Wahrnehmung von Zeit und Raum heraus und es fühlt sich fast so an, als hätte man eine 3D-Brille auf, wenn man seine Skulptur betrachtet.

Schmuck bei S.J. Phillips, Aussteller 114 Schmuck bei S.J. Phillips, Aussteller 114

In der Abteilung für Schmuck und Juwelen finden wir diesen Perl- und Diamantenschmuck. Der Schmuck heißt Eugénie nach Eugénie de Montijo, die Mitte des 19. Jahrhunderts mit Napoleon II. verheiratet war und dessen Sammlung sich der Schmuck bis 1870 befand. Im darauffolgenden Jahr wurde der Schmuck mehrere Male verkauft, bevor er in den Besitz von Reginald Gervis Hargreaves kam, der ihn seiner zukünftigen Frau Alice Liddell als Hochzeitsgeschenk gab. Alice Liddell war übrigens auch die Person, die Lewis Carrol zum Buch „Alice im Wunderland" inspirierte. Der Schmuck wird nun bei S.J. Phillips für ca. fünf Mio. Dollar verkauft.

Shakermöbel bei Galerie Downtown François Laffanour, Aussteller 605 Shakermöbel bei Galerie Downtown François Laffanour, Aussteller 605

Galerie Downtown François Laffanour mit Philipe Ségalot an der Spitze hat in den letzten fünf Jahren Shakermöbel gesammelt, die nun in ihrem Aussteller auf der TEFAF gezeigt werden. 30 Möbel schildern wie in einer musealen Ausstellung, wie ein echtes Shaker-Zuhause aussehen könnte. Viele der Möbel haben eine Formensprache, die auch die heute heißbegehrten Entwürfe skandinavischer Designer inspiriert hat.

 

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